Sprache – Kultur – Kompetenz Martina Ducqué

Erzähle mir und ich vergesse, zeige mir und ich erinnere mich, lass mich tun und ich verstehe. (Konfuzius)

Beiträge mit Schlagwort Komm in Aktion

Wesentliche Ziele sind,

die Sensibilisierung für die Gestaltung spracherwerbswirksamer Kommunikation und die Erweiterung und Stärkung der Kompetenzen. Dabei wird auf das aktive Erarbeiten sprachfördernder Verhaltensweisen und die Auseinandersetzung mit dem eigenen Kommunikationsverhalten besonderer Wert gelegt. Der Erwachsene als Sprachvorbild für das Kind und den Einfluss auf seine Entwicklung. Der  Einsatz vom sprachförderlichem Verhalten und die Vermittlung geeigneter Kommunikationstechniken.

Die Schwerpunkte zeigen sich in den Themen der einzelnen Veranstaltungen

Termine:

2011/2012

12.07.12 Das aktive Zuhören

28.06.12 Die Ich-Botschaft

24.05.12 Die Handlungsorientierung

22.05.12 Die verbesserte Rückmeldung

03.5.12 Die verbesserte Rückmeldung

22.03.12 Die sprachförderliche Grundhaltung

08.311.12 Die sprachförderliche Grundhaltung

27.10.11 Die Basisfunktionen des Spracherwerbs

20.10.11 Die Basisfunktionen des Spracherwerbs

 

Termine:

2010/2011

27.10.11Die Basisfunktionen des Spracherwerbs

20.10.11 Die Basisfunktionen des Spracherwerbs

27.09.11 Auftaktveranstaltung

21.07.11 Die Ich-Botschaft

07.07.11 Das aktive Zuhören

30.06.11 Die Handlungsorientierung

26.05.11 Die Handlungsorientierung

12.05.11 Die verbesserte Rückmeldung

21.04.11 Die verbesserte Rückmeldung

07.04.11 Die sprachförderliche Grundhaltung

13.01.11 Die sprachförderliche Grundhaltung

08.11.10 Die Basisfunktionen des Spracherwerbs

04.11.10 Die Basisfunktionen des Spracherwerbs

2009/2010

05.10.09 Die Basisfunktionen des Spracherwerbs

14.01.10 Die sprachförderliche Grundhaltung

28.01.10 Die verbesserte Rückmeldung

25.02.10 Die Handlungsorientierung

08.04.10 Das aktive Zuhören

20.05.10 Die Ich-Botschaft

Statement der didacta Gruppe aus dem Netzwerk Mehrsprachigkeit.e.V.

Was vor nur einem Jahrzehnt noch nicht möglich erschien, nämlich dass mehrsprachige Medien – insbesondere für Kinder – sich ihren Marktanteil erobern, dass Eltern, Lehrer und Erzieher die Mehrsprachigkeit ihrer Kinder fördern, scheint sich immer mehr durchzusetzen. Häufig wurde uns am Treffpunkt Mehrsprachigkeit die Frage gestellt, „was kann ich denn tun, um meine Kolleginnen und Kollegen davon zu überzeugen, die Muttersprachen der Kinder nicht länger zu unterdrücken sondern die Chancen der Mehrsprachigkeit erkennen?“ Darauf müssen wir die richtigen Antworten finden. Und ich hoffe, dass Sie alle sich dieser Aufgabe stellen. Das „Netzwerk Mehrsprachigkeit“ kann und muss die notwendigen Aktivitäten verknüpfen.

Martina Ducqué, bei der Pärsentation von Komm in Aktion, einem Sprachförderprojekt der Stadt Wertheim

All die vielen Kontakte am Messestand und die überaus positive Resonanz und Zustimmung der Messebesucher sollten uns ermutigen, den von uns als gemeinnützigem Verein eingeschlagenen Weg intensiv fortzusetzen.

Einen Beitrag zur Beantwortung dieser komplexen Frage, leitstet Martina Ducqué mit der Vorstellung von Komm in Aktion, einem Sprachförderkonzept, welches sie speziell auf die Bedürfnisse der Kinder und deren Eltern, in Wertheim , konzipiert hat. Das Programm wurde nach einjähriger Pilotphase (2008) für ein weiteres Jahr bewilligt und soll 2010/2011 noch erweitert und fortgeführt werden.

Treffpunkt Mehrsprachigkeit am Mittwoch, 17. März 2010

didacta 2010
Halle 7.1 – Stand A 57

  • 09:00     Morgencafé
  • 10:00     Mustafa Cebe: Schneeball (DE/TR)
  • 11:00     Präsentation von Martina Ducqué:

Komm in Aktion

Sprachförderprojekt Stadt Wertheim - KOMM in AKTIONKomm in Aktion ist ein Sprachförderprojekt, das speziell auf die Situation der Kinder und deren Eltern, in Wertheim, konzipiert wurde. Die Erkenntnis, dass die Entwicklung der Sprache durch die sozialen Alltagskontakte mit den Bezugspersonen maßgeblich beeinflusst werden und Eltern natürliche Bedürfnisse und Fähigkeiten haben ihre Kinder in dieser Entwicklung zu begleiten, ist ein wichtiger Aspekt der Elternworkshops. Zu den Schulungen und der Stärkung der Erziehungkompetenz werden die Inhalte des Orientierungsplans und dessen Ziele an die Eltern verständlich weitergeben.

Eine zusätzliche Förderung der Kinder in der vertrauten Einrichtung wird durchgeführt, da die Kinder zu Beginn der Maßnahme in einem Alter von 3,5 Jahren sind. Wesentliche Ziele sind, die Eltern für die Gestaltung spracherwerbswirksamer Kommunikation zu sensibilisieren und sie in ihren Kompetenzen zu stärken. Dabei wird auf das aktive Erarbeiten sprachfördernder Verhaltensweisen und die Auseinandersetzung mit dem eigenen Kommunikationsverhalten besonderen Wert gelegt. Diese Schwerpunkte zeigen sich in den Themen (vgl. Bender-Körber, B.; Hochlehnert, H., Elternzentriertes Konzept zur Förderung des Spracherwerbs) der einzelnen Elternveranstaltungen:
- Die Basisfunktionen des Spracherwerbs
- Die sprachförderliche Grundhaltung
- Die verbesserte Rückmeldung
- Die Handlungsorientierung
- Das aktive Zuhören
- Die Ich-Botschaft

  • 12:00     Mustafa Cebe: Schneeball (deutsch/polnisch)
  • 14:00     Vortrag in Türkisch: Mustafa Cebe (Autor von Schneeball, wer bin ich):  Zweisprachig lesen in der Grundschule  an einem muttersprachlichen Unterricht und zu Hause mit Eltern / Gespräch mit Türkischen Lehrern, Erziehern und Eltern
  • 15:00     Lesung Zweisprachig: Engin Korelli: Die Fledermaus, die keine war (Deutsch/Türkisch)
  • 16:00     Gül Kurtulus: Musikalische Lesung
  • 18:00     Happy Hour

Praxisbeispiele zu Sprachförderung im Kindergartenalltag

Allgemeine Übungen zur Sprachförderung in der Kindertagesstätte und im Elternhaus

KAFASO Akademie für Fortbildung in Ulm
http://www.kafaso.de/
Zertifkatskurs: Sprachförderung
2009_ 20010_Sprachfoerderung_Flyer_Ulm
(wegen Terminverschiebung fand die Veranstaltung am12.02.2010 statt)
Konzeption: Dr. Brigitte Thewalt, Diplom-Psychologin, Ulm
http://www.pfau-ulm.de/

Der Schwerpunkt dieser Fortbildung lag in der Vermittlung einer gelingenden Elternarbeit an hand von Praxisbeispielen durch das Projekt “Komm in Aktion“,Vorstellung ganzheitlicher Angebote zur Sprachförderung mit verschiedenen Themenschwerpunkten und die Vorstellung und der gezielte Einsatz von mehrsprachigen Bilderbüchern.

“Treffpunkt Mehrsprachigkeit” auf der didacta Köln 2010


Unsere Kinder wachsen in einer Welt auf, die sich in jeder Beziehung ständig weiter entwickelt und vernetzt. Spielen mit verschiedenen Sprachen bereitet viel Freude und Spaß. Sie erfinden neue Wörter, benutzen gerne auch „Geheimsprachen“, um sich untereinander zu verständigen. Kinder lieben es, mit fremden Wörtern zu spielen, sie genießen Klang und Melodie von Sprachen und experimentieren damit.
Die frühe Mehrsprachigkeit sollte allen Kindern ermöglicht werden. Es ist ein großer Vorteil. Sie entwickeln dadurch mehr Verständnis für andere Menschen, Länder und Kulturen und lernen leichter andere Fremdsprachen.
Alle diese Fragen und noch mehr werden wir als mehrsprachige Verlage, Autoren, Übersetzer, Bibliotheken, Pädagogen und Wissenschaftler gerne mit Fachleuten und interessierten und offenen Menschen besprechen – also mit Ihnen!
Am Treffpunkt Mehrsprachigkeit erleben Sie Diskussionen und (musikalische) Lesungen für Kitas, Schulen, Bibliotheken und andere interessierte Messebesucher.

Herzlich Willkommen beim Netzwerk Mehrsprachigkeit e.V.
Wann und Wo:
16.03. – 20.03.2010
09:00 – 18:00 Uhr
Halle 7, Stand A57
Veranstalter:
Netzwerk Mehrsprachigkeit e.V.
Barbarastr. 27
50996 Köln
Telefon: 02238-474826
Telefax: 02238-474827
www.verein-mehrsprachigkeit.de

http://www.didacta-koeln.de/diemesse/kindergarten.php#treffpunkt

Eigene Anmerkung:
Großes Interess zeigte der Veranstalter an der Vorstellung des Sonderprogrammes “KOMM in AKTION”, ein Sprachförderprojekt der Stadt Wertheim, welches ich im Rahmen unseres Auftritts auf der didacta, präsentieren werde.

“KOMM in AKTION”

“KOMM in AKTION” auf der didacta Köln 2010

Peter Riffenach von der Wertheimer Zeitung schrieb am 08.11.2008

Sprachförderung für Eltern und Kinder
Projekt: 15 Familien sind beim Programm dabei
Frühkindliche Sprachförderung in Kindergärten ist nach Meinung vieler eine wichtige Voraussetzung für die weitere positive Entwicklung eines Kindes. Daher wurde in den letzten Jahren in Wertheim zusammen mit den Kindergärten ein Konzept ausgearbeitet, wie der Sprachförderbedarf eines Kindes ermittelt und individuelle Förderung angeboten werden könnte. Die Verwaltung informierte am Donnerstag den Fikuss über das Projekt.
Zielgruppe des Wertheimer Modells “Komm in Aktion” seien alle Kinder, die zu Beginn des Kindergartenjahres dreieinhalb Jahre alt sind, informierte Fachbereichsleiterin Angela Steffan. Diese Kinder wurden von Fachkräften einem Test unterzogen. Von 76 geprüften Kindern wurden 43 als sprachauffällig eingestuft. Eine Zahl, die die Ausschussmitglieder aufschreckte.

Acht Kurse

Das Sprachförderkonzept sehe vor, dass die Eltern stark in das Förderprogramm einbezogen würden. Sie müssten pro Jahr acht Schulungskurse besuchen. Von den 43 Eltern hätten sich 15 zur Teilnahme bereit erklärt. Martina Ducque, Fachkraft für frühkindliche Sprachförderung, sagte, dass die niedrige Zahl überwiegend darin begründet liege, dass die Anfangshürde für viele Eltern relativ hoch gewesen sei. Sie sei allerdings überzeugt, dass die Zahl der Teilnehmer steigen werde, sobald der Nutzen von allen Eltern erkannt sei.

Den Eltern würden in den Kursen Grundkenntnisse im Zusammenhang mit dem Spracherwerb vermittelt. Außerdem würden unter anderem Sprachförderliche und sprachhemmende Verhaltensweisen vorgestellt. Die Kinder würden in 14-tägigem Rhythmus jeweils zwei Stunden gefördert, sagte Angela Steffan.

Hohe Zahl erschreckt Die Ausschussmitglieder erkannten einmütig an, dass die Beherrschung der Sprache eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Schulkarriere ist. Erschreckend fanden es alle Redner, dass 68 Prozent aller Dreieinhalbjährigen sprachauffällig geworden seien. “Welche Spracharmut muss da in den Familien vorhanden sein”, fragte Renate Gassert von der SPD. Sie forderte, dass das Land bei solch wichtigen Projekten einen Teil der Kosten, die Uwe Schlör-Kempf mit jährlich rund 12 000 Euro bezifferte, übernehmen sollte. Man werde diesbezüglich am Ball bleiben, versprach Oberbürgermeister Stefan Mikulicz.

5000 Euro: Service-Clubs überreichten Spende zur Unterstützung der frühkindlichen Sprachförderung
Wichtige Hilfe zur Integration

Reinhardshof. “Sprachförderung ist die wichtigste Integrationsarbeit, die wir frühkindlich leisten können.” Um so mehr freute sich Oberbürgermeister Stefan Mikulicz, dass diese Bemühungen nun von den Service-Clubs in Wertheim, Rotary und Rotaract sowie Lions, mit einer beträchtlichen Summe finanziell unterstützt werden. Gabriela König, Präsidentin des Lions Clubs, und Dekan Hayo Büsing, Präsident der Rotarier, überreichten am Dienstag einen symbolischen Scheck in Höhe von 5000 Euro an den OB und Martina Ducqué die Fachkraft für frühkindliche Spracherziehung und interkulturelle Kompetenz.

30.04.2009

Lernen ohne zu pauken

Spielen und Sprechen: Die Kinder führen sich gegenseitig Zaubertricks vor, bekommen so Selbstvertrauen – und lernen nebenbei, mit Sprache umzugehen.

Sprachkompetenz
Wertheimer Betreuungseinrichtungen wollen Kindern ganz beiläufig besseres Deutsch beibringen
Zu Beginn des Kindergartenjahres ist an Wertheims Kindereinrichtungen das Projekt “Komm in Aktion” zur Sprachförderung gestartet worden. “Es kommt nicht nur der Kopf – es kommt das ganze Kind”, so umschreibt Martina Ducqué, dass diese Förderung ganzheitlich erfolgen muss.

“Die Hürden für die Teilnahme an der Sprachfördermaßnahme sind bewusst relativ hoch”, sagt sie. Von den Eltern werde einiges an Mitarbeit erwartet: Diese müssen laut der Fachkraft von September bis Juli an neun Kursen teilnehmen, bei denen sie für die Sprachförderung empfänglich gemacht werden sollen. “In den Kursen wird auf das aktive Erarbeiten sprachfördernder Verhaltensweisen und die Auseinandersetzung mit dem eigenen Kommunikationsverhalten besonderen Wert gelegt”, erklärt Ducqué.

Viele Kinder sehen viel zu lange fern. Dann nützen auch Förderangebote nichts. Martina Ducqué, Erzieherin Bei den Elternveranstaltungen gehe es etwa um Spracherwerb, förderliche Grundhaltungen, Rückmeldung und Handlungsorientierung sowie um das aktive Zuhören und “Ich-Botschaften”. Die Expertin arbeitet das jeweilige Thema laiengerecht auf und vermittelt den Inhalt anhand praktischer Beispiele. So bringt sie etwa Videoaufnahmen der Kinder mit und zeigt, wie durch die falsche Fragetechnik keine Kommunikation zustande kommen kann.

“Viele Kinder sehen viel zu lange fern”, sagt die Erzieherin. Die Forschung habe bewiesen, dass die Gehirnzellen der Kinder damit zunächst belegt seien: “Dann nützen auch Förderangebote nichts”, erklärt sie.

Neben den Eltern, die sich einvernehmlich positiv zu den Kursen äußern, stehen die Kinder im Mittelpunkt: Im zweiwöchigen Rhythmus besucht Ducqué sie in ihrer jeweiligen Einrichtung und verbringt einige Stunden mit ihnen. Wert legt sie auf ganzheitliche Förderung: “Wir haben es nicht nur mit dem Hörer oder dem Sprecher zu tun, sondern immer mit dem ganzen Kind, mit all seinen Sinnen, seinem Bewegungsdrang, seiner Neugier, seiner Liebe zu Rhythmus und Musik.” Durch Hantieren mit Gegenständen, Ausprobieren und Bewegung sammeln Kinder Erfahrungen, die über die Verbindung mit Sprache zu Begriffen für sie werden.

So werden Kinder etwa zu “Zauberlehrlingen”, die mit Murmeln in Dosen andere Kinder verblüffen und Selbstvertrauen tanken. Oder man sitzt beim Essen und nebenbei lernen die Kleinen Begriffe. “Planvolle Sprachförderung kann beim Singen, Turnen, Basteln, Spielen, Experimentieren ebenso stattfinden wie beim Betrachten von Bilderbüchern oder beim Einzelgespräch mit dem Kind”, sagt die Erzieherin.

Satz des Konfuzius als Leitlinie Dabei muss laut der Fachkraft immer ein konfuzianischer Grundsatz berücksichtigt werden:

“Erzähle mir und ich vergesse. Zeige mir und ich erinnere mich. Lass es mich tun und ich verstehe.

17.10.2009

Erfolge mit früher Sprachförderung

Auftaktveranstaltung von "Komm in Aktion" am 24.09.09 in Wertheim

Auftaktveranstaltung von "Komm in Aktion", am 24.09.09, in Wertheim


“Frühkindliche Sprachförderung in Kindergärten ist eine wichtige Voraussetzung für die weitere positive Entwicklung eines Kindes”, stellte Oberbürgermeister Stefan Mikulicz am Donnerstag bei der Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Verwaltung, Kultur, Soziales und Sport (Fikuss) des Wertheimer Gemeinderates fest
Uwe Schlör-Kempf, Kinder- und Jugendbeauftragter der Stadtverwaltung, und Martina Ducqué, Fachkraft für frühkindliche Sprachförderung und interkulturelle Kompetenz, informierten das Gremium über den erfolgreichen Verlauf des Programms “Komm in Aktion” in der einjährigen Probephase.

Sprachförderung ist ein fester Bestandteil der täglichen Arbeit in den Wertheimer Kindergärten, allerdings ist in den letzten Jahren ein erhöhter Bedarf festgestellt worden. Um dem gerecht zu werden wurde “Komm in Aktion” ins Leben gerufen, mit dem im ersten Schritt vor allem die Einrichtungen mit einer vergleichsweise großen Zahl förderbedürftiger Kinder unterstützt werden sollten. Elf Kinder und ihre Familien nahmen im Kindergartenjahr 2008/09 an dem Förderprogramm teil und nach dem Ende der Projektphase ließ sich bei allen eine Verbesserung der sprachlichen Entwicklung feststellen.

Auch im neuen Kindergartenjahr wurden alle Kinder im Alter von dreieinhalb Jahren getestet, wobei von 76 geprüften Kindern in der Kernstadt sowie den Stadtteilen Bestenheid, Wartberg und Reinhardshof 57 Prozent als sprachauffällig eingestuft wurden. Aufgrund der positiven Erfahrungen, die vor allem auch die teilnehmenden Eltern des ersten Kurses gemacht hätten, seien bereits 24 Familien aus fünf Einrichtungen bereit, an dem Programm teilzunehmen, berichtete Schlör-Kempf. “Das ist eine Verdoppelung der Teilnahmezahlen gegenüber dem Probejahr”, freute er sich. Der dafür notwendige Personalbedarf werde durch eine Spende der Wertheimer Serviceclubs Rotary und Lions in Höhe von 5000 Euro gedeckt.

Erstmals sei in diesem Kindergartenjahr auch ein Sprachtest bei den Kindern in den Einrichtungen der Ortschaften durchgeführt worden, und nach der Auswertung sei klar geworden, dass auch dort 60 Prozent eine zusätzliche Sprachförderung benötigten. Die Ausweitung des Programms auch auf die Ortschaften würden die Erhöhung des Beschäftigungsumfangs der Fachkraft, die derzeit zu 30 Prozent bei der Stadt beschäftigt ist, auf mindestens 50 Prozent erforderlich machen, so Schlör-Kempf, der ankündigte, dass die erforderlichen zusätzlichen Mittel bei den Beratungen zum Haushalt 2010 eingebracht würden.

Alle Fraktionen äußerst sich positiv über den Verlauf des Projekts, das sie als “Bereicherung und Erfolg” werteten, wie es Dr. Andrea Braun (CDU) auf einen Nenner brachte. Dr. Günther Heger (SPD) beklagte lediglich, dass in das Projekt nur Kinder einbezogen würden, deren Eltern bereit seien, daran teilzunehmen. “Wir müssten uns vielmehr verstärkt um diejenigen kümmern die vom Elternhaus keine ausreichende Unterstützung erhalten”, forderte er.