Sprache – Kultur – Kompetenz Martina Ducqué

Erzähle mir und ich vergesse, zeige mir und ich erinnere mich, lass mich tun und ich verstehe. (Konfuzius)

Beiträge mit Schlagwort Wahrnehmung

Wer das erste Knopfloch verfehlt, kommt mit dem Zuknöpfen nicht zu Rande“ (Goethe). In keiner anderen Lebensphase lernt der Mensch mit gleicher Intensität und Geschwindigkeit wie im Kleinkindalter. Welche Fähigkeiten ein Kind wann erlangt, bestimmen sogenannte Entwicklungsfenster. Kinder brauchen eine an ihren Entwicklungsverläufen orientierte Gestaltung von Bildungs- und Lernmöglichkeiten. Sie brauchen für ihre Entwicklung Anregungen und Erwachsene, die sich dieser Aufgabe stellen. Diese Fragen werden Inhalt dieses Seminars sein:  Was sind sensible Entwicklungsfenster und Selbstbildungspotentiale? Woran erkenne ich, was die  Kinder brauchen? Wie kann ich sie fördern, um ihre Entwicklung zu unterstützen? In Gesprächen und mit Filmsequenzen befassen wir uns mit dem Thema und überlegen, wie wir unsere  Erkenntnisse in die Praxis umsetzen können.

Referentin: Martina Ducqué

Termin: Samstag, 23. März 2013 von 10.00 bis 17.00 Uhr

Reisebegleiter für Eltern, Erzieher- und LehrerInnen

Sprachfördermaterialien zur Reihe “Meine Wörter reisen”

Erscheinungsdatum: 10.2011

Wie ist es möglich, aktuelle Sprachförderung fantasievoll und kindgerecht umzusetzen? Mithilfe der Materialsammlung sind sowohl pädagogische Fachleute als auch Eltern in der Lage, ihre Kinder ganzheitlich zu fördern.Rhythmik, Gesang, Reime und Spiele wurden von Kindern erprobt und erdacht. Sie wurden dabei begleitet und inspiriert durch die Illustrationen der Kölner Künstlerin Christiane Strauss in ihren Büchern “Meine Wörter reisen” und “Meine Wörter reisen von Drinnen nach Draußen”. Aus dieser Inspiration heraus entstand der Titel “Reise”begleiter für dieses Arbeitsheft.

1. Aufl. 10.2011, Englisch Broschur (SchauHör.Kfr.)

Produktinfo
26 S., Maße: 14,8 x 21,0 cm, Buch, Kindergarten- und Vorschulpädagogik
ISBN: 978-3-940106-09-4, Preis A: ca. € 7,95

Weiteres didaktisches Material : Der Erzählwürfel

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Martina Ducqué

Welt aus Sicht der Kinder entdecken und Eltern einbeziehen

Martina Ducqué ist in Wertheim geboren, verheiratet und hat einen Sohn. Sie arbeitet seit 24 als Erzieherin, bildete sich 2004 mit dem Schwerpunkt frühkindliche Sprachförderung fort und arbeitet seit einigen Jahren als Fachkraft für interkulturelle Kompetenz. Sie veranstaltet zahlreiche Fortbildungen und Vorträge rund umn das Thema Sprachförderung. 2008 entwickelte sie das Konzept Komm in Aktion, ein Sprachförderprojekt für Eltern und Kinder der Stadt Wertheim. Kontinuierlich entwickelt sie dieses Konzept weiter und ist für die Durchführung von Elternworkshops verantwortlich. Außerdem begleitet Martina Ducqué pädagogische Fachkräfte in ihrer Arbeit und bildet sie fort.

Allen an der Erziehung Beteiligten legt Martina Ducqué die Stärken der Kinder ans Herz, um sie ganzheitlich in ihrer Entwicklung zu unterstützen.

http://www.schauhoer-verlag.de/


Einige Bezugsquellen:

http://neuebuecher.de

http://www.amazon.de

http://www.mental-leaps.de/images/pdf/Kataloge/kiga-katalog-herbst-winter-2011.pdf

 

Erste Eindrücke von der Frankfurter Buchmesse 2011

Martina Ducqué und Ihr Mann Dirk Jüttner mit Patricia Hahne-Wolter SchauHör Verlag

 

Für die Fränkische Nachrichten schrieb Elmar Keller 21. Oktober 2011
Buchvorstellung: Martina Ducqué brachte “Reisebegleiter für Eltern, Erzieher- und LehrerInnen” heraus

Anleitungen für die Sprachförderung

Wertheim. Sie gilt schon seit geraumer Zeit bundesweit als Expertin für frühkindliche Sprachförderung, hält Vorträge und Kurse und tritt regelmäßig auf der Bildungsmesse “didacta” auf. Jetzt ist Martina Ducqué unter die Autorinnen gegangen. Auf der Frankfurter Buchmesse stellte sie jüngst ihr Buch vor. Es nennt sich “Reisebegleiter für Eltern, Erzieher- und LehrerInnen” und enthält Sprachfördermaterialien zur Reihe “Meine Wörter reisen”, die im Schauhör-Verlag erschienen ist.

“Meine Wörter reisen” und “Meine Wörter reisen von Drinnen nach Draußen” sind Bücher, mit denen Ducqué als Erziehrin täglich arbeitet. “Die Grundidee, dazu ein Buch mit Praxisbeispielen zu schreiben, kam vor etwa zwei Jahren”, erzählte die Wertheimerin nun in einem Pressegespräch. Sie sei “begeistert von der Art, wie die Kinder das alles sehen und damit umgehen”, während Erwachsene sich häufig wunderten, dass man in den Büchern “ja gar nicht lesen, daraus nichts vorlesen kann”.

Mit ihrem “Reisebegleiter” wolle sie Erziehern, Lehrern und Eltern einen Plan für die Sprachförderung an die Hand geben. “Ich versuche, eigene Erfahrungen und wissenschaftliche Erkenntnisse zusammenzubringen”, und sich dabei an Konfuzius zu orientieren. Der hatte gesagt: “Erzähle mir, und ich vergesse, zeige mir, und ich erinnere mich, lass mich tun, und ich verstehe.”

Eingeteilt ist das Buch in vier Hauptkapitel. Jedes beginnt mit einer kurzen theoretischen Einführung, um dann aber schnell zur Praxis überzugehen. Dabei geht es zunächst um das Thema “Wortschatzerweiterung”, danach um die “Schriftlichkeit”, die “Sprach- und Erzählkompetenz” und schließlich um “Rhythmik in Liedern und Reimen”.

Soweit es ihr möglich war, “habe ich alle Fachbegriffe eingedeutscht, so dass auch jede und jeder den Inhalt verstehen kann”, versicherte die Autorin. Die einzelnen Kapitel könnten aufeinander aufbauend abgearbeitet, aber auch jedes für sich genutzt werden.

Und auch wenn es die Überschriften der einzelnen Abschnitte vielleicht nicht auf Anhieb vermuten lassen, so besticht der “Reisebegleiter” doch vor allem durch seinen Praxisbezug und seine “Anleitungen zum Tun”. Eine wichtige Voraussetzung aller pädagogischen Maßnahmen sei es, “dass Kinder Freude am Sprechen und an Kommunikation allgemein entwickeln.

Dazu gehört, dass sie die Fähigkeit erwerben, sich mit anderen auszutauschen”, schreibt Martina Ducqu im Vorwort. “Lernprozesse werden von Kindern und Fach- und Lehrkräften gemeinsam gestaltet.” Und, an die Erwachsenen gerichtet, vermerkt sie, “dass das Gedächtnis am besten funktioniert, wenn mehrere Lernwege (das Hören, Sehen/Lesen, Sprechen, Malen und Schreiben) benutzt werden. Noch besser, wenn sie miteinander verknüpft werden”. Ihr Ziel sei es, “dass die Nutzer das Buch in die Hand nehmen, und sofort loslegen können. Die meisten Aktionen lassen sich mit alltäglichen Materialien, wie sie im Kindergarten, in der Schule oder zuhause vorhanden sind, vornehmen”. Das in ihrem Buch vorgestellte Konzept sei wissenschaftlich geprüft und für gut befunden, so die Autorin.

Die Resonanz während der Frankfurter Buchmesse bezeichnete sie als ermutigend. Und während sie am Telefon bereits die nächsten Termine für die “didacta 2012″ bespricht, wo sie das in Wertheim entwickelte Modell “Komm in Aktion” vorstellen soll, ist es Martina Ducqué noch ein Anliegen, Martina Neuhaus und Margarete Koch zu danken, die wesentlich zum Zustandekommen des “Reisebegleiters” beigetragen hätten.

Ein weiteres Buch ist auch bereits zumindest in der gedanklichen Planung. Eine Handreichung für die Förderung der Mehrsprachigkeit soll es voraussichtlich werden, wie die Autorin berichtet.

 

 

6. Wetzlarer Bibliothekstag

In vielen Sprachen zu Hause

31. Mai 2010
10.00 – 16.30 Uhr
Wetzlar
Stadthalle Wetzlar
Phantastische Bibliothek
Veranstalter:
Phantastische Bibliothek Wetzlar
Turmstraße 20

35578 Wetzlar
Zentrum für Literatur

http://www.phantastik.eu/index.php?option=com_weblinks&view=category&id=85&Itemid=159

Nun schon zum 6. Male laden die beiden Wetzlarer Bibliotheken und mit ihnen kooperierendeOrganisationen sowohl Bibliothekare als auch pädagogische Fachkräfte aus Kita, Tagespflege und Schule ein, um sich gemeinsameinen Tag lang einem bestimmten Thema in Vorträgen und Workshops zu widmen.
In diesem Jahr haben wir unter dem Motto „In vielen Sprachenzu Hause“ das weite Themenfeld
der Zwei- und Mehrsprachigkeit gewählt, um damit dessen Bedeutungals eine der Schlüsselkompetenzen in unserer globalisierten Welt herauszuheben.
Der 6. Wetzlarer Bibliothekstag möchte hierzu Anstöße zur Einschätzung der eigenen Haltungdiesem komplexen und vielschichtigen Thema gegenüber geben – zur weiteren Vertiefungbieten das Zentrum für Literaturund das Forum Sprache & Literacy ganzjährig sowohl eine Ringvorlesungsreihe als auch verschiedene Workshops an.

Stadthalle Wetzlar / Saal 2

Brühlsbachstraße 2 B

Tagesprogramm

ab 9.00 Uhr Einlass und Anmeldung

10:00– 10.15 Uhr Begrüßung und Einführung

10:15-10.45 Uhr Karin Bahlo, Bettina Twrsnick (Modulgruppe Sprache & Literacy für den Hessischen Bildungsplan, Offenbach und Wetzlar):

„Das Kind spricht nicht!“: Wissen und Haltung

pädagogischer Fachkräfte kindlicher Mehrsprachigkeit gegenüber

10.45 – 11.00 Uhr Patricia Hahne-Wolter (SchauHör-Verlag, Köln)

Warum ein „Netzwerk Mehrsprachigkeit“?

11:00– 11.30 Uhr Martina Ducqué (Erzieherin, Fachfrau für frühkindliche Sprachförderung und interkulturelle Kompetenz, Wertheim)

Vortrag in Köln

„Wer das erste Knopfloch verfehlt, kommt mit dem Zuknöpfen nicht zurecht“ (Goethe): Die Wahrnehmung von Sprache und die lautsprachlichen Grundfertigkeiten

11.30 – 12.00 Uhr

Kaffeepause

12.00 – 12.45 Uhr Fredrik Vahle (Lollar)

„Paule Puhmanns Paddelboot:

Lieder und Geschichten aus deiner, meiner und unserer Welt“

12.45 – 14.00 Uhr

Mittagspause

Stadthalle Wetzlar und

Phantastische Bibliothek

14.00 – 16.30 Uhr: Workshops

1.

Fredrik Vahle (Lollar):

„Paule Puhmanns Paddelboot“:

Übungen und Reflexionen mit Liedern und Geschichten aus deiner, meiner und unserer Welt

2. Aygen-Sibel Çelik (Neu Isenburg):

„Geheimnisvolle Nachrichten“

Lesung mit Gespräch: In der spannenden Erzählung findet Erik Zettel, die bei ihm eine

Grusel-Story auslösen, etwa: „bellek ayni karpuz inan“ – Was soll das heißen?

Phantasie und Sprache zum Mitraten

3.

Mihrican Cebi & Virginia Colomba (Offenbach):

Wie gelingen Erziehungspartnerschaften mit Frauen mit Migrationshintergrund in der Kindertagesstätte?

4.

Bettina Twrsnick (Wetzlar) und Lehrer aus Rumänien und Sizilien:

„Literacy“: Die Kompetenz der Zukunft.

Ein Leonardo-EU-Projekt für weiterführende Schulen:

mit Beispielen unterschiedlicher Schulbibliotheksprojekte

und -konzepte

5.

Martina Ducqué (Wertheim)

" Komm, lass uns Freunde sein – Arkadaslar elele"

Wie kann der Schriftspracherwerb ganzheitlich gefördert werden? Ein Praxisbeispiel zum eigenen Erkunden

Eigene Anmerkung:
Beispiel aus einem Projekt mit Senioren, bei dem die Kinder ihre eigenen Aufzeichnungen nutzten um den Liedtext zu vermitteln und die Merkfähigkeit der älteren Bewohner zu unterstützen.

6.

Kerstin Leis & Simone Vetter (IMeNS, Lahn-Dill-Kreis):

„Große Bilder für kleine Leute“: Wie das Bilderbuchkino Lust aufs Lesen

macht

Stadthalle Wetzlar / Gartensaal

Brühlsbachstraße 2

Veranstalter:

Phantastische Bibliothek Wetzlar
Turmstraße 20
35578 Wetzlar

Zentrum für Literatur
Turmstraße 20
35578 Wetzlar

Stadtbibliothek Wetzlar
Domplatz 15
35578 Wetzlar

Landesarbeitsgemeinschaft
Schulbibliotheken in Hessen e.V.
Dahlienweg 17
35396 Gießen

Staatliches Schulamt
für den Lahn-Dill-Kreis
und den Kreis Limburg-Weilburg
Frankfurter Straße 20-22
35781 Weilburg

Kreisausschuß des Lahn-Dill-Kreises
Abt. Bildung und Liegenschaften
IMeNS-Zentrale
Karl-Kellner-Ring 51
35576 Wetzlar

Stadtbibliothek
Wetzlar

Landesarbeitsgemeinschaft
Schulbibliotheken in Hessen e.V.

Staatliches  Schulamt
für den Lahn-Dill-Kreis
und den Kreis
Limburg-Weilburg

IMeNS
Lahn-Dill-Kreis


http://www.wetzlar.de/media/custom/370_10188_1.PDF

Eigener Kommentar:

Wer das erste Knopfloch verfehlt, kommt mit dem Zuknöpfen nicht zu Recht

Eine runde Sache!

Eine informative und rundrum gelunge Veranstaltung.

Vielen Dank für die Einladung,

die interessanten Fragen und die ausgezeichnete Zusammenarbeit.

Mein besonderer Dank geht an die Teilnehmer des Workshops, die mir neue Impulse gaben und mit denen die Durchführung sehr fruchtbar war.Kommt lasst uns Freunde sein

Liebe Frau Ducqué,
ich möchte Ihnen für Ihren Einsatz gestern danken.
Hier die Auswertung des Workshops:
Alle Teilnehmer haben für folgende Punkte die Bestwertung gegeben:
- Die Veranstaltung bot Anregungen für meine Arbeit
- Die Veranstaltung enthielt für mich neue Informationen
- Die Inhalte wurden gut und verständlich präsentiert
- Die Arbeitsatmosphäre war gut
- Ich bin mit der Veranstaltung insgesamt zufrieden

Viele Grüße

Sprache und Wahrnehmung (Sinn-liche Sprache)

Bevor der Mensch lernt, muss er spüren können.
Wahrnehmung ist die Bewusstwerdung dessen, was uns die Sinne eingeben.
Dies geschieht immer subjektiv, beeinflusst von persönlichen Emotionen, Erfahrungen und Wissen. Wahrnehmung ist die Basis von Lernen und Erkenntnis, für Kontakt und Interaktion und hilft uns, die UM-Welt vom ICH abzugrenzen.
Wie sehr Wahrnehmung die Sprachentwicklung beeinflusst und sich gegebenenfalls auf Störungen auswirkt, werden wir in diesem Seminar erarbeiten.

Sprachförderung in der pädagogischen Arbeit mit Kindern
im Institut für pädagogische Weiterbildung Kinder&Jugendarbeit e.V
Werner-von-Siemens-Str.53

97076 Würzburg

Diese Weiterbildung mit Zertifikat richtet sich an alle, die mit sprachauffälligen Kindern arbeiten oder durch die spielerische Förderung von Sprache Kinder in Ihrer Bildung und Gesamtentwicklung fördern wollen. Neben den Grundlagen der ganzheitlichen Sprachförderung werden unterschiedliche Angebote und Anregungen für die Praxis vermittelt und gemeinsam erprobt.

Die Bausteine können einzeln gebucht werden, wobei wir empfehlen, diese Reihe innerhalb von längstens zwei Jahren abzuschließen. Für die Teilnahme an allen Bausteinen erhalten Sie eine gesonderte Bestätigung in Form eines Zertifikates.

Sprachförderung 1: Sprachentwicklung
Referent: Carsten Weller

Sprachförderung 2: Mundmotorik „Um den Mund geht’s rund“
Referentin: Martina Ducqué

Sprachförderung 3: Sprache und Wahrnehmung (Sinn-liche Sprache)
Referentin: Martina Ducqué

Sprachförderung 4: Die Sprechwirkstatt
Sprech- und Stimmbildung im Kindergarten und in der Schule
Die Sprechwirkstatt ist ein didaktisches Konzept zu Elementarprozessen wie Stimmbildung und Sprachentwicklung. Diese Prozesse fördern das gestaltende Sprechen wie Erzählen, Körpersprache, Stimmklang… Gestaltendes Sprechen ist ein wichtiger Bestandteil menschlicher Kommunikation.
Durch zahlreiche Übungen und Sprechspiele werden neue Möglichkeiten eröffnet, um mit Kindern im Vorschulalter und mit SchülerInnen gemeinsam etwas für die Stimme und den persönlichen Sprechausdruck zu tun.
Inhalte:

* Theoretische Grundlagen zur Stimmbildung und Sprachentwicklung
* Mit dem ganzen Körper sprechen: die Körpersprache
* Der Ton macht die Musik: Stimmklang als Ausdrucksform
* Aussprache und Artikulation

Referent: Carsten Weller

Sprachförderung 5: Sprachstanderhebungen

Bildung fängt mit Sprache an, und deswegen müssen wir dafür sorgen, dass Kinder Deutsch sprechen können – und zwar nicht erst in der Schule, sondern noch bevor sie ihre „Bildungskarriere“ beginnen. Gerade im Bereich der Linguistik und der Entwicklungspsychologie wird immer wieder darauf verwiesen, dass die Zahl der Kinder mit Lese- und/oder Rechtschreibschwierigkeiten sowie anderen Lern- und Leistungsstörungen in den letzten Jahren signifikant gestiegen ist. Nach neuesten Untersuchungen ist jedes fünfte deutschsprachige Kind sprachauffällig, bei den Kindern mit ausländischer Muttersprache sogar jedes zweite Kind. Aufgrund der Migrationssituation in Deutschland, aber auch in Verbindung mit biographischen, sozialen und kulturellen Faktoren in den Familien lassen sich erhebliche Unterschiede der Sprachkompetenzen dieser Kinder beim Eintritt in die Schule beobachten.

Diese unterschiedlichen Eingangsvoraussetzungen werden im System Schule kaum aufgehoben, sondern wie Pisa aufzeigt, tendenziell eher verstärkt. Daher ist eine möglichst frühe, gezielte Förderung des Spracherwerbs in Kindertagesstätten und in Zusammenarbeit mit den Eltern wichtig. In immer mehr Städten und Gemeinden werden Vorschulkinder auf ihre Sprachfähigkeit getestet. Aufgrund der Erhebungen soll festgestellt werden, welche Kinder zusätzliche Förderung brauchen.

Sprachstanderhebungen sind Diagnoseverfahren zur Feststellung des Sprachstandes von Kindern im Vorschulalter (Entwicklung und Güte der Lautsprache, des Wortschatzes, der Grammatik, des Sprachverständnisses, der Merkfähigkeit). In diesem Seminar werden wir uns mit unterschiedlichen Sprachstandserhebungen auseinandersetzen und anschließend gemeinsam gezielte Fördermöglichkeiten erarbeiten.

Sprachförderung 6: Literacy – Leih mir Dein Ohr

„Nicht das Werkzeug hat den Menschen zum Menschen gemacht, sondern das Wort.
Nicht der aufrechte Gang und der Stock, um damit nach Nahrung zu graben oder zu
kämpfen, machen den Menschen zum Menschen, sondern die Sprache.“
(Literaturpreisträgerin Nadine Gordimer)

Literacy – ein englisches Wort, für das es keine deutsche Entsprechung gibt – ist ein Sammelbegriff für kindliche Erfahrungen rund um die Buch-, Erzähl- und Schriftkultur. Schon seit der Steinzeit sind Bilder und Geschichten ein „menschentypisches“ Handwerkszeug, um die Sprache zu erlernen. Erwiesenermaßen haben Kinder, die reichhaltig Literacy-Erfahrung sammeln, langfristige Entwicklungsvorteile sowohl im Bereich sprachliche Kompetenz, als auch beim Lesen und Schreiben.

In diesem Seminar werden Sprachanreize und Förderchancen im pädagogischen Alltag anhand von Bildern, Bilderbüchern und Geschichten vorgestellt.
Das Seminar will Ihnen:

* Orientierungshilfe im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur geben
* Grundlagen für die Buch- und Geschichtenauswahl an die Hand geben
* Vorlese- und Erzählmethoden vermitteln
* Tipps und Tricks verraten, wie Sie Kinder zum „Lesen“ verführen können
* Ein Austauschforum für eigene Erfahrungen und Wissen im Bereich der Leseförderung bieten
Des weiteren sammeln Sie Erfahrung im Umgang mit Ihrer Stimme und Ihrem Körper, denn Mimik, Gestik, Artikulation sind Schwerpunkte der Weiterbildung.

Referentin: Karin Kotsch

http://www.ko-libri.de

Sprachförderung 7: Bewegte Sprache

 

 

„Bewegung ist Antrieb und Grundlage für körperliche, geistige und seelische Entwicklung“
Referentin: Martina Ducqué