Sprache – Kultur – Kompetenz Martina Ducqué

Erzähle mir und ich vergesse, zeige mir und ich erinnere mich, lass mich tun und ich verstehe. (Konfuzius)

Beiträge in Erwähnenswert

Bettin Braun präsentierte geeignete Bilderbücher an einem Büchertisch Um die Bildungschancen von Kindern frühzeitig zu verbessern, ist es notwendig, bisherige Modellprojekte der interkulturellen Familienbildung in das bestehende System der Familienbildung und Familienförderung als festen Bestandteil mit aufzunehmen und weiter zu entwickeln.

Am Beispiel der Stadtteilmütter, der Elternbegleiterinnen und Elternlotsen soll der Nutzen der praktischen Arbeit vorgestellt und diskutiert werden:

  • welche Vorteile sich daraus für die Arbeit mit Kitas und Grundschulen ergeben,
  • wie die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Eltern gestärkt werden kann,
  • wie Eltern in ihrer Erziehungskompetenz so früh wie möglich unterstützt werden können.

Indem Frauen sich zu Multiplikatorinnen qualifizieren, übernehmen sie eine Vorbildfunktion in ihrer Familie und bauen Brücken zu anderen Familien und Bildungsträgern im Stadtteil.

Wann: 17. Juni 2011 von 9:00 – 15:00 Uhr
Wo: Heilig-Kreuz-Kirche, Zossener Str. 65, 10961 Berlin Friedrichshain-Kreuzberg

Hier finden Sie den Flyer mit Programm und Anmeldeformular als PDF-Datei zum Herunterladen.


Eröffnungsfeier:

Die Wertheimer Projektreihe »Integranz« beginnt mit einem Zeichen für Toleranz und Integration

Wertheim Als die bunten Ballons in den Himmel über dem Wertheimer Rathaus gestiegen waren, war Alex Schuck froh. »Jetzt hoffen wir mal, dass uns auch all die Menschen, die eine Postkarte finden, die Karte wieder zurückschicken«, sagte Schuck von der präventiven Jugendhilfe des Diakonischen Werks.

Er betreut die Projektreihe »Integranz«, ein Wortspiel aus »Toleranz« und »Integration«, die am Dienstagabend mit einer Feier im Arkadensaal begonnen hat.
Courage-AG führt durch den Abend
Ein symbolisches Zeichen waren die Luftballons, mit dem die Wertheimer auf mehr Toleranz in der Gesellschaft hinweisen wollten. Die bunten Karten, die an den Ballons baumelten, haben Mitglieder der Courage-AG der Comenius-Realschule in Bestenheid mit Fingerfarben gestaltet. »Rassismus stinkt«, »Love« und »Peace« war auf den farbenfrohen Karten zu lesen. Die Schülerinnen der Courage-AG führten an dem Eröffnungsabend durch ein Programm, das ganz im Zeichen von Integration und Toleranz stand.
Die drei türkischen Mädchen Rumeysa, Halenur und Aysun begrüßten die Gäste im Arkadensaal mit einem Lied aus der Türkei, bevor die Gruppe »Funktastic« auf dem Steinboden das Tanzbein schwang. Die 15-jährige Jenny Aroca Roman begeisterte die Zuhörer mit dem Lied »Manos al aire« von Nelly Furtado. Die Schülerin der Grund- und Werkrealschule »Alte Steige« ist schmal und zierlich, doch mit ihrer gewaltigen und kräftigen Stimme überraschte sie das Publikum. »Ganz toll hast Du gesungen, fantastisch«, lobte auch ihre Schulleiterin Alice Jäger. Jennys Vater kommt aus Spanien und manchmal sprechen sie zu Hause auch spanisch: »Eigentlich singe ich aber mehr auf Spanisch, als dass ich es spreche«, sagte Jenny.
Sie singt in der Band »WISPR«, einem Integrationsprojekt, das die Wertheimer Jugendarbeit ins Leben gerufen hat. Am kommenden Samstag hat die Band ihren ersten Auftritt im Rahmen der Integranz-Reihe. »Diese Aktionstage sollen dazu beitragen, das Thema Integration in die Mitte unserer Gesellschaft grundsätzlich und in diesen Tagen speziell in das Wertheimer Umfeld zu holen«, sagte Bernd Hartmannsgruber, der als Vertreter des Oberbürgermeisters gekommen war.
Neben der Veranstaltungsreihe »Integranz«, die von mehreren Wertheimer Kooperationspartnern geplant und organisiert wurde, ist bis Donnerstag, 9. Juni, im Arkadensaal auch die Wanderausstellung »anders? – cool!« des Jugendmigrationsdienstes zu sehen.
Fokus auf jugendliche Migranten
»Wertheim ist der 32. Ort in Deutschland, an dem die Ausstellung gezeigt wird«, berichtete Irena Frank vom Jugendmigrationsdienst des Roten Kreuzes in Tauberbischofsheim. So solle der Fokus auf die Lebenssituation von Jugendlichen mit Migrationshintergrund gerichtet werden. »Denn die Besonderheit bei Kindern und Jugendlichen ist, dass es immer die Eltern oder andere Erwachsene sind, die bestimmen, wohin die Kinder ziehen müssen.«
Wie die Kinder und Jugendlichen mit ihrer speziellen Situation umgehen und welche Probleme sich ergeben, das solle die Ausstellung zeigen.
Melisa, Vanessa, Jennifer und Claire engagieren sich in der Courage-AG der Comenius-Realschule in Bestenheid, sie kämpfen gegen Rassismus an ihrer Schule. Und deshalb war es ihnen wichtig, beim Projekt »Integranz« mitzumachen: »Integration ist uns wichtig, niemand soll ausgegrenzt sein«, sagte Jennifer Balke, die in die neunte Klasse geht. »Wir haben schon viele Unterschriften gegen Rassismus gesammelt«, berichteten die Mädchen, die am Ende auch die Luftballons mit Gas füllten.

 

Susanne Gilg schreib für die Wertheimer Zeitung

 

Weitere Informationen zur Ausstellung

http://www.wertheim24.org/news.php?nid=169

Dieses Zitat beschreibt für mich mehr als treffend

den Weg und die Möglichkeiten, die interkulturelle Arbeit

bieten kann.


“Jede individuelle Ansicht eröffnet

eine einzigartige Perspektive auf eine größere Realität.

Wenn ich die Welt „mit Ihren Augen“ sehe,

und Sie die Welt „mit meinen Augen“ sehen,

werden wir beide etwas erkennen,

was wir allein niemals entdeckt hätten.”

(Peter Senge, Die fünfte Disziplin, 1996)

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“Das Verständlichste an der Sprache ist nicht das Wort selbst,

sondern Ton, Stärke, Modulation, Tempo,

mit denen eine Reihe von Wörtern gesprochen wird,

kurz,

die Musik hinter den Worten,

die Leidenschaft hinter der Musik, die Person hinter dieser Leidenschaft:

Alles das also, was nicht geschrieben werden kann.“

Friedrich Nietzsche

Ziele frühen Fremdsprachenunterrichts

1. Der frühe Fremdsprachenunterricht soll dem Kind Anfangsgründe einer Fremdsprache und ihres kommunikativen Gebrauchs vermitteln.

2. Der frühe Fremdsprachenunterricht soll dem Kind eine zusätzliche Chance bieten, andere Sichtweisen von Welt kennen zu lernen, sich für fremde Kulturen zu öffnen und sich in der Welt zu orientieren.

3. Im frühen Fremdsprachenunterricht soll das Kind eine andere Kultur und die damit verbundenen Sozialisationsfaktoren erfahren. Dadurch kann dem Kind auch seine eigene Sozialisation bewusst gemacht werden. Der Fremdsprachenunterricht gewinnt durch den Blick auf das Eigene und das Fremde eine interkulturelle Dimension.

4. Der frühe Fremdsprachenunterricht soll einen wichtigen Beitrag zur Gesamtentwicklung des Kindes leisten und dadurch seine emotionalen, kreativen, sozialen, kognitiven und sprachlichen Fähigkeiten gleichermaßen fördern.

5. Der frühe Fremdsprachenunterricht soll Interesse an Sprachen wecken und Freude an ihrem Lernen entwickeln.

6. Im frühen Fremdsprachenuntericht soll das Kind Sprache als Kommunikationsmittel erleben und verwenden. Kommunikation vollzieht sich im Rahmen bestimmter Konventionen. Das Kind soll entsprechend diesen Konventionen handeln können, so dass eine Verständigung gelingt. Damit sie gelingt, ist ein Mindestmaß an Korrektheit notwendig.

7. Der frühe Fremdsprachenunterricht soll das Kind motivieren, sich auch in einer anderen als der eigenen Sprache zu verständigen. Durch die Begegnung mit einer fremden Sprache kann dem Kind auch seine Muttersprache bewusster gemacht werden.

8. Durch den frühen Fremdsprachenunterricht soll das Kind Lerntechniken erfahren, die ihm helfen, auch zunehmend selbstständig zu arbeiten.

Inhalte frühen Fremdsprachenlernens

Die Inhalte sollen den Interessen des Kindes entsprechen und sie erweitern, seine Gefühle ansprechen, sein Engagement, seine Fantasie und Kreativität fördern und ihm Spaß machen.

1. Durch den Fremdsprachenunterricht wird das in der Muttersprache aufgebaute Weltbild des Kindes erweitert, es wird differenziert und problematisiert. Damit folgt der frühe Fremdsprachenunterricht vornehmlich einer semantischen und pragmatischen Progression; die morpho-syntaktische tritt in den Hintergrund.

2. Die Inhalte für frühen Fremdsprachenunterricht kommen aus der Kinderkultur, der Sachkunde und der Landeskunde; sie sind abhängig von den Interessensbereichen des Kindes.

Der Vorrang von Sachen gegenüber der Sprache wird durch fächerübergreifenden Unterricht verstärkt.

3. In sach- und partnerbezogener Kommunikation soll das Kind Sprache erleben, verstehen und gebrauchen. Hören und Sprechen sind vorrangig, Lesen und Schreiben haben dabei unterstützende Funktion, aber auch ihren Eigenwert.

4. Bei der Sprachverwendung haben paraverbale Kommunikationsmittel wie Aussprache, Sprachrhythmus und Intonation und nonverbale wie die der Körpersprache einen festen Platz.

5. Der Umgang mit Sprache hilft dem Kind implizit, die Gesetzmäßigkeit der Sprache zu erfahren. Damit wird ein Fundament für zukünftige Sprachreflexion gelegt.

6. Der Umgang mit Sprache im Unterricht dient auch dazu, neue Lerntechniken zu erwerben, sie und bereits bekannte zu erproben und weiterzuentwickeln.

Methoden frühen Fremdsprachenunterrichts

Bei der Auswahl der Methoden sind die folgenden Kriterien zu berücksichtigen:

1. Methoden sollen eine Atmosphäre schaffen, in der Kinder sich wohl fühlen. Sie sollen Kinder herausfordern, Lernlust fördern und damit Lernzuwachs ermöglichen.

2. Methoden sollen das Kind in seiner Ganzheit ansprechen. Sie sollen dazu verhelfen, dass das Kind mit allen Sinnen lernt.

3. Bei der Auswahl der Methoden sollen die Bedürfnisse des Kindes berücksichtigt werden. Methodenvielfalt und häufiger Methodenwechsel sollen daher den Unterricht kennzeichnen.

4. Methoden sollen Kinder zum Handeln bringen. Das Spiel bietet dazu die besten Möglichkeiten.

5. Auch Narration macht Kinder zu handelnden Personen. Sie erfahren dabei zugleich, dass das Lernen einer fremden Sprache mehr mit der eigenen Person und ihrer Biographie zu tun hat und weniger mit dem von einer Sprachdidaktik vorgegebenen Weg.

6. Methoden sollen zunehmend dazu führen, Lehrerzentriertheit abzubauen und die Kinder zur Mitgestaltung des Unterrichts und zur Kommunikation untereinander zu motivieren. Dadurch wird es möglich, dass Lehrerinnen und Lehrer mehr zu Beobachtern, Beratern und Mitspielern werden.

7. Methoden sollen zunehmend zu selbstständigem Lernen führen und Binnendifferenzierung ermöglichen.

8. Methoden sollen schließlich alle möglichen Arbeitsformen, wie Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit berücksichtigen.

Die Transparenz des Unterrichts und eine angstfreie Atmosphäre sollen dem Bedürfnis des Kindes nach Information über den eigenen Lernfortschritt entgegenkommen.

Evaluation im frühen Fremdsprachenunterricht

Im frühen Fremdsprachenunterricht soll der Lernfortschritt des Kindes eher festgestellt als bewertet werden. Grundsätzlich gilt, dass Verfahren zur Feststellung der Lernfortschritte den vorangegangenen Lernschritten entsprechen müssen. Evaluationsverfahren im frühen Fremdsprachenunterricht beziehen sich aber nicht nur auf die Lernfortschritte des Kindes, sondern auch auf den Unterricht selbst.

1. Die Verfahren zur Feststellung der Lernfortschritte im frühen Fremdsprachenunterricht sollen die ganzheitliche Entwicklung des Kindes berücksichtigen, also sein Ausdrucksvermögen, seine Kreativität, sein soziales und sprachliches Handeln. Formale sprachliche Aspekte stehen dabei nicht im Vordergrund. Die Fortschritte in der Leistung sollen für alle Beteiligten erkennbar sein:

Die Lehrerin, der Lehrer

  • beobachten die Entwicklung der emotionalen, kreativen, sozialen, kognitiven und sprachlichen Fähigkeiten des Kindes,
  • reflektieren ihre eigene Arbeit,
  • können dadurch Lernziele differenzierter formulieren,
  • können ihr weiteres Vorgehen entsprechend planen, den Unterricht binnendifferenzierend gestalten und auf diese Weise das Kind individuell fördern.

Das Kind

  • lernt seine Entwicklung kennen und daraus neue Motivation schöpfen,
  • lernt seine eigene und die Leistung der anderen einschätzen,
  • lernt seine eigene Leistung als Hilfe für andere einsetzen.

Die Eltern sollen regelmäßig die Möglichkeit erhalten,

  • sich über die Entwicklung ihres Kindes zu informieren,
  • aktiv am Schulleben teilzunehmen.

2. Es ist angeraten, mit Noten zurückhaltend umzugehen und, wenn möglich, in den ersten Lernjahren auf eine Leistungsbewertung zu verzichten.

Eine Bewertung, die sich ausschließlich auf messbare Leistung ausrichtet, ist nicht wünschenswert, da sie nicht dem pädagogischen Auftrag der Primarstufe entspricht. Demgegenüber ist eine verbale Beurteilung vorzuziehen, die die individuelle Entwicklung des Kindes berücksichtigt: Fehler gelten nicht als defizitäre Leistungen, sondern als notwendige Schritte des Lernprozesses.

3. Lehrerinnen und Lehrer können ihren Fremdsprachenunterricht auch als Forschungsfeld verstehen. Ergebnisse daraus können einen Beitrag zur Revision des Curriculums leisten.

Kompetenzen

Im Achteck der curricularen Wechselbeziehungen spielen die Lehrerin, der Lehrer eine entscheidende Rolle.

Obwohl die organisatorischen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen im frühen Fremdsprachenunterricht außerordentlich verschieden sind, ergibt sich die Notwendigkeit folgender Kompetenzen für eine Fremdsprachenlehrerin, einen Fremdsprachenlehrer, unabhängig vom Einsatz als Klassenlehrerin oder Fachlehrerin oder -lehrer.

1. Die Fremdsprachenlehrerin, der Fremdsprachenlehrer sollen praktisch wie theoretisch mit der Fremdsprache umgehen können. Sie sollen in der Fremdsprache so gut handeln können, dass der gesamte Unterricht fremdsprachlich gestaltet werden kann.

Ihr sprachliches Ausdrucksvermögen soll phonetisch, sprachrhythmisch und intonatorisch vorbildlich sein.

Sie sollen über ein Repertoire von Unterrichtssprache verfügen, die Ausdruck partnerschaftlichen Lernens ist und zu interkulturellem, spielerischem und narrativem Lernen ermuntert (vgl. A,4). Das Repertoire umfasst auch außer- und parasprachliche Elemente wie Gestik und Mimik, Musizieren und Tanzen sowie spielerische und schauspielerische Fähigkeiten.

2. Die Fremdsprachenlehrerin, der Fremdsprachenlehrer sollen Erkenntnisse der Linguistik und Kulturwissenschaften mit Blick auf die Unterrichtspraxis reflektieren können.

3. Die Fremdsprachenlehrerin, der Fremdsprachenlehrer sollen Erkenntnisse der allgemeinen Fremdsprachendidaktik, der Primarschulpädagogik und anderer Referenzwissenschaften mit Blick auf die Bedingungen des frühen Fremdsprachenunterrichts anwenden können.

4. Die Fremdsprachenlehrerin, der Fremdsprachenlehrer sollen Lehr- und Lernmaterial bis hin zu Computerprogrammen auf ihre unterrichtliche Brauchbarkeit analysieren können.

5. Die Fremdsprachenlehrerin, der Fremdsprachenlehrer sollen landeskundliche Texte und Materialien sowie die der zielsprachigen Kinderkultur, recherchieren, analysieren und für die Vermittlung im Fremdsprachenunterricht didaktisieren können.

6. Die Ausbildung von Fremdsprachenlehrerinnen und Fremdsprachenlehrern für die Primarschule muss im engen Wechselspiel mit der Praxis geschehen.

Die Studierenden sollen durch Unterrichtsbeobachtung und eigenen Unterricht früh schon Theorie und Praxis miteinander verbinden können.

Die Studieninhalte sollen nicht nur in traditionellen Veranstaltungen, wie Vorlesungen und Seminaren, gelehrt und theoretisch präsentiert, sie sollen auch im Studium praktisch erfahren und erlebt werden.

7. Nicht nur der unterschiedliche Ausbildungsstand von Fremdsprachenlehrerinnen und Fremdsprachenlehrern in der Primarstufe der einzelnen Länder, das Defizit an spezifischen Studiengängen und Mängel in den bestehenden Studiengängen erfordert eine kontinuierliche Fort- und Weiterbildung, sie ist prinzipiell im Lehrerberuf notwendig, weil er ständig auf Veränderungen im curricularen Achteck reagieren muss.

8. Von den Fremdsprachenlehrerinnen und Fremdsprachenlehrern wird erwartet, dass sie bereit sind, sich selbstständig fort- und weiterzubilden.

9. Die zuständigen Behörden müssen für ein vielfältiges Angebot an Fort- und Weiterbildung Sorge tragen und ermöglichen, das Angebot wahrzunehmen und für den Unterricht zu nutzen.

(Quelle: Goethe Institut ” Nürnberger Empfehlungen zum Frühen Fremdsprachenlernen)

Die Sprache gleicht dem im Stein

schlummernden Feuerfunken.

Ehe man gelernt hatte, ihn hervor zu locken,

schien sein

Dasein nur durch ein Wunder erklärlich.

Einmal entzündet,

pflanzte er sich mit unglaublicher Leichtigkeit fort.

Wilhelm von Humboldt


Bas Böttcher auf der didacta Köln 2010

Für all jene die “Verbalakkrobatik ” lieben und sich schon öfters mal Gefanken über die Art der gesprochen Worte und deren Bedeutung gemacht haben, dürfte diese  Darstellung ein Hochgenuss sein!

Ich persönlich bedanke mich, für die Begegnung und das persönliche

Gespräch, hochachtungsvoll.

Diese Leistung zollt meinen vollsten Respekt!

Leider konnte ich diesen Moment nicht festhalten, doch hier der link zu einer anderen Veranstaltung

http://www.youtube.com/watch?v=Ydhxo4DyPFc

http://www.basboettcher.de/


Die Macht der Sprache           Bas Böttcher

Und lerne ich eine Sprache neu kennen,
dann lehrt mich die Sprache, mich neu zu kennen.

Das macht die Sprache – die Macht der Sprache.

Und glaube ich, ich beherrsche meine Sprache,
beherrscht wohlmöglich meine Sprache mich.

Das macht die Sprache – die Macht der Sprache.

Und denke ich, ich spiele mit meiner Sprache,
dann spielt noch viel mehr meine Sprache mit mir!

Das macht die Sprache – die Macht der Sprache.

Und erweitert der Mensch die sprachlichen Möglichkeiten,
dann erweitert die Sprache die menschlichen Möglichkeiten.

Das macht die Sprache – die Macht der Sprache.

Und wenn ich meine Sprache verrotten lasse,
dann lässt am Ende meine Sprache mich verrotten.

Das macht die Sprache – die Macht der Sprache.

Und liebe ich meine Sprache,
dann liebt ganz sicherlich die Sprache mich.

Das macht die Sprache – die Macht der Sprache.

Und wenn ich denke, ich spreche jetzt hier – in diesem Text – über die Spreche,
dann spricht die Sprache eigentlich viel mehr noch über mich!

Das macht die Sprache – ich kenn die doch!

© 2007 Bas Böttcher
(Der Text ist für den verbalen Vortrag bestimmt und entwickelt erst auf der Bühne Rhythmik, Dynamik und Tonalität.)