Sprache – Kultur – Kompetenz Martina Ducqué

Erzähle mir und ich vergesse, zeige mir und ich erinnere mich, lass mich tun und ich verstehe. (Konfuzius)

Beiträge in Projekte

Internationaler Tag der Muttersprache 2012

Weitere Informationen:
http://www.unesco.de/2975.html

Kinderkommission zum Internationalen Tag der Muttersprache am 21. Februar 2012
Link zur Pressemitteilung: http://www.pressrelations.de/new/standard/dereferrer.cfm?r=484234

MDR :Alle zwei Wochen verschwindet eine Sprache
http://www.mdr.de/nachrichten/muttersprache100.html

2011- Auch in diesem Jahr wird in vielen Wertheimer Kindergärten der Tag der Muttersprache
begangen. Die Aktionen am Mittwoch, 16. März, sollen das Bewusstsein für sprachliche und kulturelle Traditionen stärken, den Gebrauch der Muttersprache fördern und die Sprachenvielfalt in unserer Gesellschaft würdigen.

Bereits im vergangen Jahr hat der Verein Netzwerk Mehrsprachigkeit einen Aktionstag in den Wertheimer Kindergärten organisiert. Die vielfältigen Aktionen haben nachhaltig gewirkt, das zeigt sich in den Sprachfördermaßnahmen. Unterstützung erhalten die Einrichtungen von Martina Ducqué, die für das Sprachförderprojekt der Stadt Wertheim, „Komm In Aktion“ eine Projektmappe erarbeitet hat und die Kindergärten fachlich begleitet. Intensiviert wird die Arbeit durch den Einsatz eines mehrsprachigen Medienkoffers, der dank großzügiger Spenden im letzten Jahr angeschafft werden konnte.

Auch in diesem Jahr finden in den Einrichtungen zahlreiche Aktionen statt, die über den Tag der Muttersprache hinaus einen Beitrag zur Integration und Sprachförderung leisten werden.

http://www.wertheim.de/servlet/PB/menu/1353116_l1/index.html?QUERYSTRING=Sprachf%

Mehrsprachigkeit bedeutet Reichtum

Dies ist Herausforderung und Chance zugleich

 

didacta – Bildungsmesse

14.02.2012 – 18.02.2012 Hannover

Unser Stand Halle 14, J14/1

weitere Informationen: http://www.didacta-hannover.de/

Interessanter Bericht der Deutschen Welle: Comeback der Muttersprache

http://www.dw.de/dw/article/0,,15747612,00.html

http://www.dw.de/dw/article/0,,15748513,00.html

Aufruf zur engeren Zusammenarbeit zwischen Verlagen und Buchhandlungen beim Thema Mehrsprachigkeit

http://www.buchmarkt.de/content/50181-nachlese-didacta-aufruf-zur-engeren-zusammenarbeit-zwischen-verlagen-und-buchhandlungen-beim-thema-mehrsprachigkeit.htm

Ein erstaunlicher Erfolg auf der didacta in Hannover war der Fachtag „Kinder Sprachen stärken in mehrsprachigen Krippen, Kitas und Schulen“, organisiert vom Verein Frühe Mehrsprachigkeit an Kitas und Schulen e.V.“ (fmks). Stephan Trudewind berichtet:

Mit mehr als 400 Anmeldungen für dieses Fortbildungsangebot bei einem Kostenbeitrag von 39,00 EUR hatte keiner gerechnet und so zieht Dr. Annette Lommel, die Vorsitzende des Vereins fmks auch eine positive Bilanz: „Dieser Tag ist ausgezeichnet gelungen und bleibt hoffentlich vielen in guter Erinnerung.“ Die didacta hatte mit diesem Fachtag einen Trend erkannt und unterstützt. Bildungsnotstand hier und dort, Leseförderung allerorten, frühe Fremdsprachenkenntnisse gewünscht, Immersion – wie umgesetzt?, Literacy und Integration von Migranten lauten die Schlagworte, die von Bildungsforschern und Politikern bemüht werden. Auf dem letzten Integrationsgipfel Ende Januar wurde Thüringens Ministerpräsidentin Christine Liebknecht mit den Worten zitiert, dass Mehrsprachigkeit auch eine Chance sei und eine Aufgabe, der sich die Gesellschaft annehmen müsse.
Während des tagesfüllenden Programms wurde jedoch auch offensichtlich, dass die Nachfrage von Pädagogen nach mehrsprachigen Materialien bisher nur ungenügend befriedigt wird. Teilnehmer des Fachtags beklagten vehement, dass es zu dem Thema nichts gibt oder dass endlos recherchiert werden muss, um Entsprechendes zu finden. Um so größer dass Erstaunen, wieviel Material zu dem Thema inzwischen vorliegt: Von wissenschaftlichen Erhebungen über pädagogische Ratgeber bis hin zu mehrsprachigen Kinderbüchern und Spielen – auch wer nicht nur englisch-deutsche Materialien sucht, wird fündig! So waren von den Teilnehmern eines Messerundgangs viele „Ohs“ und „Ahs“ und „Danach-habe-ich-schon-lange-gesucht“ zu hören. Außerdem: „Im Buchhandel kann man diese Bücher ja nirgendwo ansehen!“ Denn im Rahmen dieses Fachtags hatte das Netzwerk Mehrsprachigkeit einen Messerundgang als 90-minütigen Workshop organisiert. Fazit von Patricia Hahne-Wolter, der 1. Vorsitzenden: „Erst bei dieser Veranstaltung wurde mir endgültig klar, dass Anbieter und Kunden nicht recht zueinander finden. Eine substantielle Nachfrage ist da, aber offensichtlich nicht groß genug, als dass Buchhändler ein entsprechendes Sortiment vorrätig halten können.“

Der noch junge Verein Netzwerk Mehrsprachigkeit hat dieses Thema aufgegriffen, so mancher Verlag und manche Buchhandlung zählt bereits zu seinen Mitgliedern. Patricia Hahne-Wolter in einem nachdrücklichen Plädoyer: „Die Buchbranche ist gefordert, darauf zu reagieren, es ist an der Zeit, nach neuen Modellen der Kooperation zu suchen. Von einer Wanne Mehrsprachigkeit über einen Bücherbus, von Aktionstagen bis hin zu ausleihbaren Bücherkisten kann ich mir alles vorstellen.“ Sie ruft interessiere Buchhändler dazu auf, sich zu melden, um gemeinsam nach geeigneten Modellen zu suchen. „Auf Seiten des Vereins steht bereits eine kleine Aktionstruppe bereit, um mit temporären Aktionen dieses Thema aufzugreifen. Wir sehen eine Zusammenarbeit mit Buchhändlern als große Bereicherung!“ Vielleicht ein kleines Thema, aber bestimmt ein Thema, mit dem der Buchhandel seine Beratungskompetenz darstellen kann.

Kontaktaufnahme mit dem Netzwerk Mehrsprachigkeit: info@verein-mehrsprachigkeit.de



Reisebegleiter für Eltern, Erzieher- und LehrerInnen

Sprachfördermaterialien zur Reihe “Meine Wörter reisen”

Erscheinungsdatum: 10.2011

Wie ist es möglich, aktuelle Sprachförderung fantasievoll und kindgerecht umzusetzen? Mithilfe der Materialsammlung sind sowohl pädagogische Fachleute als auch Eltern in der Lage, ihre Kinder ganzheitlich zu fördern.Rhythmik, Gesang, Reime und Spiele wurden von Kindern erprobt und erdacht. Sie wurden dabei begleitet und inspiriert durch die Illustrationen der Kölner Künstlerin Christiane Strauss in ihren Büchern “Meine Wörter reisen” und “Meine Wörter reisen von Drinnen nach Draußen”. Aus dieser Inspiration heraus entstand der Titel “Reise”begleiter für dieses Arbeitsheft.

1. Aufl. 10.2011, Englisch Broschur (SchauHör.Kfr.)

Produktinfo
26 S., Maße: 14,8 x 21,0 cm, Buch, Kindergarten- und Vorschulpädagogik
ISBN: 978-3-940106-09-4, Preis A: ca. € 7,95

 

 

 

Martina Ducqué

Welt aus Sicht der Kinder entdecken und Eltern einbeziehen

Martina Ducqué ist in Wertheim geboren, verheiratet und hat einen Sohn. Sie arbeitet seit 24 als Erzieherin, bildete sich 2004 mit dem Schwerpunkt frühkindliche Sprachförderung fort und arbeitet seit einigen Jahren als Fachkraft für interkulturelle Kompetenz. Sie veranstaltet zahlreiche Fortbildungen und Vorträge rund umn das Thema Sprachförderung. 2008 entwickelte sie das Konzept Komm in Aktion, ein Sprachförderprojekt für Eltern und Kinder der Stadt Wertheim. Kontinuierlich entwickelt sie dieses Konzept weiter und ist für die Durchführung von Elternworkshops verantwortlich. Außerdem begleitet Martina Ducqué pädagogische Fachkräfte in ihrer Arbeit und bildet sie fort.

Allen an der Erziehung Beteiligten legt Martina Ducqué die Stärken der Kinder ans Herz, um sie ganzheitlich in ihrer Entwicklung zu unterstützen.

http://www.schauhoer-verlag.de/


Einige Bezugsquellen:

http://neuebuecher.de

http://www.amazon.de

http://www.mental-leaps.de/images/pdf/Kataloge/kiga-katalog-herbst-winter-2011.pdf

 

Erste Eindrücke von der Frankfurter Buchmesse 2011

Martina Ducqué und Ihr Mann Dirk Jüttner mit Patricia Hahne-Wolter SchauHör Verlag

 

Für die Fränkische Nachrichten schrieb Elmar Keller 21. Oktober 2011
Buchvorstellung: Martina Ducqué brachte “Reisebegleiter für Eltern, Erzieher- und LehrerInnen” heraus

Anleitungen für die Sprachförderung

Wertheim. Sie gilt schon seit geraumer Zeit bundesweit als Expertin für frühkindliche Sprachförderung, hält Vorträge und Kurse und tritt regelmäßig auf der Bildungsmesse “didacta” auf. Jetzt ist Martina Ducqué unter die Autorinnen gegangen. Auf der Frankfurter Buchmesse stellte sie jüngst ihr Buch vor. Es nennt sich “Reisebegleiter für Eltern, Erzieher- und LehrerInnen” und enthält Sprachfördermaterialien zur Reihe “Meine Wörter reisen”, die im Schauhör-Verlag erschienen ist.

“Meine Wörter reisen” und “Meine Wörter reisen von Drinnen nach Draußen” sind Bücher, mit denen Ducqué als Erziehrin täglich arbeitet. “Die Grundidee, dazu ein Buch mit Praxisbeispielen zu schreiben, kam vor etwa zwei Jahren”, erzählte die Wertheimerin nun in einem Pressegespräch. Sie sei “begeistert von der Art, wie die Kinder das alles sehen und damit umgehen”, während Erwachsene sich häufig wunderten, dass man in den Büchern “ja gar nicht lesen, daraus nichts vorlesen kann”.

Mit ihrem “Reisebegleiter” wolle sie Erziehern, Lehrern und Eltern einen Plan für die Sprachförderung an die Hand geben. “Ich versuche, eigene Erfahrungen und wissenschaftliche Erkenntnisse zusammenzubringen”, und sich dabei an Konfuzius zu orientieren. Der hatte gesagt: “Erzähle mir, und ich vergesse, zeige mir, und ich erinnere mich, lass mich tun, und ich verstehe.”

Eingeteilt ist das Buch in vier Hauptkapitel. Jedes beginnt mit einer kurzen theoretischen Einführung, um dann aber schnell zur Praxis überzugehen. Dabei geht es zunächst um das Thema “Wortschatzerweiterung”, danach um die “Schriftlichkeit”, die “Sprach- und Erzählkompetenz” und schließlich um “Rhythmik in Liedern und Reimen”.

Soweit es ihr möglich war, “habe ich alle Fachbegriffe eingedeutscht, so dass auch jede und jeder den Inhalt verstehen kann”, versicherte die Autorin. Die einzelnen Kapitel könnten aufeinander aufbauend abgearbeitet, aber auch jedes für sich genutzt werden.

Und auch wenn es die Überschriften der einzelnen Abschnitte vielleicht nicht auf Anhieb vermuten lassen, so besticht der “Reisebegleiter” doch vor allem durch seinen Praxisbezug und seine “Anleitungen zum Tun”. Eine wichtige Voraussetzung aller pädagogischen Maßnahmen sei es, “dass Kinder Freude am Sprechen und an Kommunikation allgemein entwickeln.

Dazu gehört, dass sie die Fähigkeit erwerben, sich mit anderen auszutauschen”, schreibt Martina Ducqu im Vorwort. “Lernprozesse werden von Kindern und Fach- und Lehrkräften gemeinsam gestaltet.” Und, an die Erwachsenen gerichtet, vermerkt sie, “dass das Gedächtnis am besten funktioniert, wenn mehrere Lernwege (das Hören, Sehen/Lesen, Sprechen, Malen und Schreiben) benutzt werden. Noch besser, wenn sie miteinander verknüpft werden”. Ihr Ziel sei es, “dass die Nutzer das Buch in die Hand nehmen, und sofort loslegen können. Die meisten Aktionen lassen sich mit alltäglichen Materialien, wie sie im Kindergarten, in der Schule oder zuhause vorhanden sind, vornehmen”. Das in ihrem Buch vorgestellte Konzept sei wissenschaftlich geprüft und für gut befunden, so die Autorin.

Die Resonanz während der Frankfurter Buchmesse bezeichnete sie als ermutigend. Und während sie am Telefon bereits die nächsten Termine für die “didacta 2012″ bespricht, wo sie das in Wertheim entwickelte Modell “Komm in Aktion” vorstellen soll, ist es Martina Ducqué noch ein Anliegen, Martina Neuhaus und Margarete Koch zu danken, die wesentlich zum Zustandekommen des “Reisebegleiters” beigetragen hätten.

Ein weiteres Buch ist auch bereits zumindest in der gedanklichen Planung. Eine Handreichung für die Förderung der Mehrsprachigkeit soll es voraussichtlich werden, wie die Autorin berichtet.

 

 

 

Unsere Kinder wachsen in einer Welt auf,
die sich in jeder Beziehung ständig weiter entwickelt und vernetzt. Spielen mit verschiedenen Sprachen bereitet viel Freude und Spaß. Sie erfinden neue Wörter, benutzen gerne auch „Geheimsprachen“, um sich untereinander zu verständigen. Kinder lieben es, mit fremden Wörtern zu spielen, sie genießen Klang und Melodie von Sprachen und experimentieren damit.
Die frühe Mehrsprachigkeit sollte allen Kindern ermöglicht werden. Es ist ein großer Vorteil. Sie entwickeln dadurch mehr Verständnis für andere Menschen, Länder und Kulturen und lernen leichter andere Fremdsprachen.
Alle diese Fragen und noch mehr werden wir als mehrsprachige Verlage, Autoren, Übersetzer, Bibliotheken, Pädagogen und Wissenschaftler gerne mit Fachleuten und interessierten und offenen Menschen besprechen – also mit Ihnen!

 

Netzwerk Mehrsprachigkeit e.V.
Barbarastr. 27
50996 Köln
Telefon: 02238-474826
Telefax: 02238-474827
www.verein-mehrsprachigkeit.de

 

Gründung des Vereins „Netzwerk Mehrsprachigkeit e.V.“

26. Mai 2009

(Pressemitteilung)

So wie in Deutschland in den letzten Jahrzehnten der Erwerb von Fremdsprachen eine immer größere Bedeutung gewonnen hat, so gibt es auch aufgrund von Migration und Wanderungsbewegungen immer häufiger mehrsprachige Umgebungen. In vielen Kindertagesstätten, Schulen, Universitäten oder Arbeitsstellen ist Deutsch nicht mehr der einzige oder selbstverständliche sprachliche Referenzpunkt. So mancher ist im Ausland geboren und lebt nun hier, so mancher ist zwar in Deutschland geboren, aber Deutsch ist nicht die Muttersprache, weil die Eltern nicht mit Deutsch als Muttersprache aufgewachsen sind. Mehrsprachige Lebenswelten existieren im Umfeld des Diplomatenviertels und im Einzugsbereich international agierender Konzerne, sie sind Realität in Stadtteilen mit deutschen Zuwanderern aus Osteuropa und in traditionellen Wohnvierteln von Arbeitsmigranten aus der Türkei, Tunesien, Marokko etc. Und in Ländern, die per se mehrsprachig sind, wie die Schweiz, waren solche Situationen nie unbekannt.
Eine ganze Reihe von Personen, Unternehmen oder Institutionen, die sich professionell mit dieser Entwicklung auseinandersetzen, schließt sich nun zu einem „Netzwerk Mehrsprachigkeit“ zusammen. Dieser überregional tätige Verein wird am 29. Mai 2009 auf Einladung und unter tätiger Mithilfe der SK Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn in Köln gegründet und soll auch seinen Sitz in Köln haben.

Der Verein sieht seine Aufgaben wie folgt:

  • Chancen und Herausforderungen von Mehrsprachigkeit herauszuarbeiten
  • Materialien und pädagogische Konzepte für einen Einsatz in mehrsprachigen Umgebungen zu entwickeln
  • den Austausch zwischen unterschiedlichen Berufsgruppen zu fördern, insbesondere zwischen Verlagen, Buchhandlungen, Bibliotheken, Institutionen der Leseförderung, Pädagogen und Wissenschaftlern.

Der Verein baut dabei auf einer Reihe sporadischer Kooperationen auf:

  • die Medienkiste Mehrsprachigkeit
  • Gemeinschaftskatalog zweisprachiger Verlagsneuerscheinungen
  • Bibliographie mehrsprachiger Bücher „Read more“
  • Gemeinschaftspräsentationen auf den Buchmessen in Leipzig, Frankfurt, Saarbrücken und der didacta.

So wie diese konkreten Projekte einen Rahmen bekommen sollen, so sollen Aktivitäten wie Buchausstellungen, Vorträge und Seminare, Vor-Ort-Veranstaltungen wie auf den Türkischen Kinderund Jugendbuchwochen Köln koordiniert hinzukommen. Wir möchten Integrationsprojekten wie beispielsweise „Rucksackmüttern“ zur Seite zu stehen und Projekte der Leseförderung intensiver unterstützen.

Hallo NetzWerkler!

Heute kommt eine ganz dringende Bitte aus Wertheim an Euch alle.
Wir brauchen dringend Eure Unterstützung, da wir uns bei einem Wettbewerb beteiligen, welcher eine interkulturelle Begegnungsstätte ermöglichen soll.

http://www.radioton.de/nc/funktionsseiten/projekte/projekte-details/article/wertheim.html

Wertheim

Projekt: Interkulturelle und generationsübergreifende Begegnungsstätte

Im Wertheimer Stadtteil Wartberg soll eine Bürgerbegegnungsstätte zu einem Treffpunkt für die Menschen des Stadtteils werden. Bei diesem Projekt steht der Mensch im Mittelpunkt. Nicht nur friedlich nebeneinander, sondern miteinander Leben ist das Ziel, das für die Menschen aus über 15 Nationen der Erde verfolgt wird.

Pro Tag kann über eine IP Adresse eine Stimme abgegeben werden, der Gewinner erhält 10000 Euro als Startschuss.

http://www.radioton.de/nc/funktionsseiten/buergerinitiative-uebersicht-projekte/browse/8.html

Wenn es euch möglich ist und ihr der Meinung seid, dass dies eine unterstützenswerte Aktion ist, helft uns bitte mit eurer Stimmabgabe.

Vielen Dank für Eure Unterstützung

 

23.05.2011 Wartberg geht mit Bürgertreff ins Rennen

Eine große Bürgerinitiative startet Radio Ton zur Förderung von Maßnahmen und Projekten, die einem guten Zweck dienen. 65 Projekte landesweit haben sich zur Radio Ton Bürgerinitiative 2011 angemeldet. Aus Wertheim geht der Stadtteil Wartberg mit einem Bürgertreff in den Wettbewerb um die Stimmen der Rundfunkhörer.

Vom 23. Mai bis 9. Juni können die Bürger für ein Projekt ihrer Wahl abstimmen. Welches Projekt am 9. Juni die meisten Punkte bekommen hat, gewinnt den Wettkampf mit 10.000 Euro. Der 2. Platz erhält 3.000 Euro, der 3. Platz 2.000 Euro.

 

Der Wartberg ist bei diesem Wettbewerb dabei, um eine Unterstützung für einen Bürgertreff zu gewinnen. Die Einrichtung soll für alle Altersklassen und Kulturen am Wartberg geschaffen werden. Es könnte z.B. ein Treffpunkt für (alleinerziehende) Mütter, Kinder, Jugendliche, Familien, Senioren oder ein buntes Miteinander im Wechsel entstehen. Das Begegnungszentrum soll zugänglich für alle sein und das Zusammenwachsen im Stadtteil fördern. Der Schwerpunkt liegt auf der Beteiligung von Ehrenamtlichen zum aktiven Engagement im Begegnungszentrums.

 

Abgestimmt werden kann vom 23. Mai bis 9. Juni auf zwei Arten:

Erstens im Internet einmal alle 24 Stunden unter http://radioton.de/start/buergerinitiative.html. Dort steht das Wartberg-Projekt unter Wertheim (Projekt: Interkulturelle und generationsübergreifende Begegnungsstätte), dafür kann täglich ein Punkt vergeben werden.

 

Zweitens telefonisch: Der Radio Ton Moderator ruft im Programm zur „Live-Runde“ auf, dann können die Hörer auf der kostenlosen Studio-Hotline 0800/5065000 anrufen und der vierte Anrufer gewinnt 20 Punkte für sein Projekt.

 

Oberbürgermeister Stefan Mikulicz, Stadtteilbeiratsvorsitzende Renate Gassert und die Stadtteilkoordinatorin Daniela Kölle rufen gemeinsam auf: „Liebe Wertheimer, zeigen Sie Ihre Unterstützung für den Wartberg und stimmen Sie täglich mit uns ab!“

http://radioton.de/nc/funktionssseiten/projekte/projekte-details/article/wertheim.html

BVL Fachkräfteaustausch in Afacan/Türkei 2011

Vom 2. – 8. Mai 2011 fand der erste vom Bundesverband Leseförderung e.V. initiierte Fachkräfteaustausch in der Begegnungsstätte Afacan in der Türkei statt. 28 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Woche der Begegnung, um sich über Möglichkeiten zur Stärkung von Lese- und Sprachkompetenzen in einer interkulturellen Gesellschaft austauschen zu können.

Neben Impulsreferaten, Gruppenarbeit und Zeit für Projektvorstellungen prägten vor allem offene Gespräche zwischen den Teilnehmern die Woche. Leseförderer, Projektleiter und Stadtteilmütter tauschten sich über kindliche Sprachförderung und Bildung aus. Für die Entwicklung interkultureller Kompetenz sorgten Begegnungen, bei denen Erfahrungen aus unterschiedlichen Ländern (Deutschland, Türkei, Pakistan, Indien, Sri Lanka, Libanon, Algerien) ihren Platz hatten. Beispielhaft trugen dazu jene Begebenheiten außerhalb der Begegnungsstätte bei, bei denen die nicht Türkisch sprechenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die Sprachkenntnisse anderer Mitreisender angewiesen waren. Erlebnisse, die Sprache als Schlüssel gesellschaftlicher Teilhabe selbst erfahrbar machten.

Gemäß dem Thema des Fachkräfteaustauschs – die Stärkung der Lese- und Sprachkompetenz – wurden die türkische und deutsche Sprache miteinander verglichen. Viele in Deutschland aufwachsende Kinder lernen Deutsch nicht als Erstsprache, sondern als Zweit- oder Drittsprache. Der Vergleich trug zum Erkennen typischer „Stolpersteine“ bei, beispielsweise denen der unterschiedlichen Formen der Mehrzahlbildung im Deutschen, mit denen Kinder konfrontiert sind. Je mehr Lehrende über diese Unterschiede informiert sind, desto besser können sie Kinder und Jugendliche bei ihrem Schriftspracherwerb unterstützen. Sowohl bei den einsprachigen als auch den mehrsprachigen Teilnehmern sorgte der Fachkräfteaustausch für neue Erkenntnisse.

Zum Programm gehörte außerdem der Besuch einer türkischen Schule in Aliağa, im Bildungsministerium in Izmir sowie die Besichtigung der Akropolis von Bergama (Pergamon).

Ermöglicht wurde der Fachkräfteaustausch durch die großzügige Unterstützung der Stiftung  Umverteilen! Für eine, solidarische Welt in Berlin: „Gemeinsame Reisen von jungen Menschen deutscher, türkischer und/oder anderer Herkunft in die Türkei bieten die Chance, Raster von Vorurteilsstrukturen aufzureißen – und zwar besonders, wenn solche Reisen sich abseits der gängigen Touristenstraßen, der Bettenburgen und Konsumtempel bewegen.“

Diese Erfahrung machten auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Fachkräfteaustauschs in Afacan. Ihr Fazit lautete einstimmig: Eine Neuauflage ist erwünscht!

Quelle:

Bundesverband Leseförderung e.V. | Appener Weg 3b | 20251 Hamburg
Telefon: +49 40 31 706 422 | Telefax: +49 40 31 706 423
Email: info@bundesverband-lesefoerderung.de
© 2009 – 2011

Bundesverband lädt ein zum Fachkräfteaustausch in Afacan

Wenn Kinder die Welt entdecken, spielen Bücher eine bedeutende Rolle: Jede
Geschichte, die ihnen erzählt oder vorgelesen wird, trägt zu ihrer Sprachentwicklung
bei und fördert Weltwissen. Die entspannte Beschäftigung mit Büchern ermöglicht
Entdeckungsreisen ins Leben und ins Lesen. Denn Kinderbücher vermitteln
Erfahrungen, Werte und Sprachkompetenz.

Welche Sprache(n) und Werte helfen uns, in einer interkulturellen Gesellschaft soziale
Kompetenzen zu entwickeln? Welche Projekte und Konzepte eignen sich dafür, in
Kindertagesstätten, Schulen und anderen Orten ein gutes Sprachklima zu entwickeln?
Wer übernimmt die Durchführung – Eltern, Ehrenamtliche, Honorarkräfte,
Hauptamtliche? Wie wird diese Arbeit finanziert?

Die Mitglieder des Bundesverbandes Leseförderung e.V. sind ausgewiesene
Fachleute für diese Themen. Auf Einladung der Stiftung Umverteilen treffen sie sich in
diesem Jahr zum Austausch und zur Diskussion im türkischen Afacan.

Auf dem Plan stehen die drei Themenschwerpunkte „Grundlagen von Sprach- und
Lesekompetenz“, „Bücher und Konzepte“ sowie „Geld und Projekte“ (siehe
Anmeldung Seite 2). Impulsreferate führen ins jeweilige Thema ein und strukturieren
die anschließende Gruppenarbeit. Der Besuch einer Bildungseinrichtung vor Ort gibt
Gelegenheit, türkische Partner in Sachen Leseförderung kennenzulernen.

Der Bundesverband Leseförderung e.V. lädt zu dieser gemeinsamen Arbeit alle ein,
die sich mit der Lesekultur bei Kindern und Jugendlichen beschäftigen.

Ziele:        Grundlagen interkultureller Leseförderung kennenlernen

  • Praktisch arbeiten: welche Bücher, welche Medien eignen sich?

Welche Konzepte und Projekte sind bereits erprobt, welche geplant?

  • Zukunft schaffen: Welche Möglichkeiten der Weiter- oder/und der

Zusammenarbeit gibt es?

Ablauf: Anreise im Lauf des Montags (02. Mai 11). 20 Uhr Abendessen,
Abreise Sonntagfrüh (08. Mai 11). Bustransfer zum Flughafen bis 9:30 Uhr möglich.

Der Bundesverband Leseförderung e.V. dankt „Umverteilen! Stiftung für eine,
solidarische Welt“ www.umverteilen.de für den Aufenthalt in Afacan!

Dazu kommen Reisekosten und evt. Ausflüge.

Thema 1: Grundlagen von Sprach- und Lesekompetenz

Um eigenes Sprachvermögen weiterentwickeln zu können, brauchen
Menschen – Kinder und Erwachsene – kompetente Gesprächspartner, die
durch ihren Satzbau und Wortschatz vielfältige sprachliche Ausdrucks-
möglichkeiten hörbar machen. Doch selbst eloquente Gesprächspartner
benutzen einen kleineren Wortschatz als er in der Schriftsprache
Anwendung findet, von der Grammatik ganz zu schweigen. Das heißt,
dass neben redegewandten Gesprächspartnern auch die Begegnung mit
Schriftsprache – mit Büchern! – von elementarer Bedeutung ist, um
schriftlich fixierte Inhalte nicht nur technisch entschlüsseln, sondern tat-
sächlich lesen und verstehen zu können. Wo und wie finden solche
Begegnungen statt?

Moderation: Barbara Knieling

Thema 2: Bücher und Konzepte

Welche Bücher, Medien, Spiele und pädagogische Umsetzungen (z. B. als
Bilderbuchkino) eignen sich besonders für die interkulturelle und
mehrsprachige Leseförderung? Zu diesem Thema gibt es ein wenig
Theorie und viel praktische Erfahrungen. Wir tragen sie zusammen.
Vielleicht entsteht daraus ein neues Praxishandbuch? Welche
Fortbildungen brauchen Multiplikatoren, damit Kindertagesstätte, Schule
und Familie besser zusammenwirken? Welche Konzepte sind schon
praxiserprobt? Wir setzen sie vor Ort um!

Moderation: Iris Wolf

Thema 3: Projekte und Geld

Welche Projekte helfen, den veränderten Sprachbedingungen in Europa
gerecht werden? Welche Erfahrungen mit der Finanzierung von
Leseförderungsprojekten sind vorhanden? Wir stellen uns gegenseitig
Anträge vor, berichten von unseren Erfahrungen mit Stiftungen und
überlegen, welche Sponsoren gewonnen werden können. Bei all dem
lassen wir nicht außer Acht, welchen Anteil die öffentliche Hand haben
könnte und sollte.

Moderation:   Sabine Stemmler

Bundesverband Leseförderung e.V., Appener Weg 3b, 20251 Hamburg
www.bundesverband-lesefoerderung.de

Kreuzberger Stadtteilmütter bauen Brücken in die Türkei

Vom 2.05 – zum 7.05.2011 haben sich 10 Kreuzberger Stadtteilmütter vom Diakonischen Werk Berlin Stadtmitte e.V. zusammen mit dem Bundesverband Leseförderung e.V. zum Austausch über interkulturelle Kinder- und Jugendliteratur in Afacan, an der türkischen Ägisküste getroffen. Die Begegnungsstätte Afacan ist ein gemeinnütziges Projekt von Menschen aus Berlin und Istanbul. Träger der Begegnungsstätte Afacan ist die Stiftung Umverteilen – für eine solidarische Welt- , die in Berlin ihren sitz hat. Seit vielen Jahren treffen sich dort junge Menschen von nah und fern, um sich gemeinsam auszutauschen, zu spielen, zu feiern; Neues voneinander zu erfahren und Altes anders betrachten zu können.

Nach dem Motto: Wer sich kennt, ist sich nicht mehr fremd, haben die Kreuzberger Stadtteilmütter mit Vertreterinnen des Stuttgarter Rucksack Projektes, Projektleiterinnen unterschiedlicher Leseförderprojekte, Lehrern und Erzieherinnen, die zum Bundesverband Leseförderung gehören, gemeinsam eine Reise in die Türkei gemacht und sich mit Fachkräften zum Themen wie frühkindliche Sprachförderung, Bildung und interkulturelle Kompetenz ausgetauscht. Dabei ging es sowohl darum, wie können Kinder mit Migrationshintergrund zum Lesen ermutigt werden, welche zweisprachigen Kinder- und Jugendbücher sind geeignet, welche kulturellen Hintergründe sollten bedacht werden , als auch sich etwas kennenzulernen und miteinander Spass zu haben. Lesen ist eine Kulturtechnik, die nicht angeboren ist, sondern in einem komplexen und sehr störanfälligen Prozess erworben wird. Kinder, die zweisprachig alphabetisiert werden, haben wesentlich mehr Schwierigkeiten, diesen Prozess zu bewältigen, da sich die grammatikalischen Strukturen in beiden Sprachen sich sehr stark unterscheiden. Über Sprache eignet man sich Weltwissen an, was man braucht, um das Gelesene verstehen zu können.

Besonders interessant war der Besuch in einer Grundschule in Aliaga. Neben einem ausführlichen Gespräch mit dem Direktor Turgay Bey über die Schulreform von 2005 war die Begegnung mit den ehrenamtlichen Müttern an dieser Schule sehr interessant, die täglich 3 Stunden in der Schule anwesend sind, um die Lehrer bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Der Direktor fand die Begegnung mit den Stadtteilmüttern inspirierend und stellte Überlegungen an, wie die pädagogische Reform vollendet werden könne durch das Konzept der aufsuchenden Arbeit der Stadtteilmütter z.B. in der Türkei. Es entstand die Vision, im nächsten Jahr eine gemeinsame Begegnung von Berliner Kindern aus dem Kreuzberger Lesekeller und Kindern aus Aliaga zusammen mit dem Projekt der Stadtteilmütter zu organisieren.

Das Interesse der ehrenamtlichen Mütter zeigte den gut qualifizierten Stadtteilmüttern aus Kreuzberg, dass ihre Arbeit wert geschätzt wird, so dass einige von ihnen anfingen davon zu träumen, eine Stadtteilmutter in Izmir zu sein. Auch in Izmir haben die Stadtteilmütter Brücken geschlagen, indem sie den Kolleginnen vom Bundesverband für Leseförderung kulturelle Eigenheiten erklärt haben und den Zugang zu kulinarischen Genüssen ermöglicht haben.

Für alle Beteiligten gab es viele berührende Momente, alte Vorstellungen auf den Kopf gestellt zu bekommen, verschiedene Eindrücke aufzunehmen und von neuen Ideen bewegt zu werden.

Die Leiterin von Afacan hat uns bereits vorhergesagt, dass wir spätestens im nächsten Jahr wieder vor den Toren von Afacan stehen. Ob das nun die Vorhersehung aus dem Kaffeesatz war oder Wirklichkeit wird, hängt von der Unterstützung tatkräftiger Helfer ab.

2011_05_09

Ulrike Koch, Projektleiterin

Tam-u.koch@diakonie-stadtmitte.de

Familiennetzwerk

Logo FamilienNetzwerk Wertheim

Familienfreundlichkeit beginnt vor Ort. Hier in unserer Stadt entscheidet sich, ob Familien ein lebenswertes Umfeld haben, Kinder und Jugendliche eine gute Ausbildung in Schule und Beruf erhalten, Familie und Beruf vereinbar sind und das Miteinander der Generationen funktioniert. Familienfreundlichkeit ist angesichts der demografischen Entwicklung eine zentrale Aufgabe unserer Zeit und entscheidet über die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt.
Um die vielfältigen Bemühungen um ein positives Klima für Familien in Wertheim auf eine noch breitere Basis zu stellen und zu verstärken, wurde im Juni 2010 das Familiennetzwerk Wertheim gegründet. In diesem Bündnis arbeiten Menschen aus Unternehmen, Kirchen, Verbänden, Vereinen, Bildungs- und Kultureinrichtungen, Behörden und Institutionen mit und für Familien zusammen. Das Netzwerk hilft

  • Informationen und Erfahrungen auszutauschen
  • Kräfte zu bündeln
  • Aktivitäten zu koordinieren
  • Angebote zu vernetzen
  • Projekte auf den Weg zu bringen, sei es durch kreative Ideen, organisatorische Hilfe, aktive Mitarbeit oder finanzielle Unterstützung.

Das Familiennetzwerk Wertheim lebt vom Mitmachen vieler. Zur Gründung am 12. Juni 2010 sind dem Netzwerk bereits 68 Partner beigetreten. Das Netzwerk ist offen für weitere Unterstützer. Der Beitritt erfolgt durch Unterzeichnung einer Deklaration und Weiterleitung an die Stadtverwaltung. Je mehr Institutionen und gesellschaftliche Gruppen Familienfreundlichkeit zu ihrem erklärten Ziel machen, um so stärker und wirkungsvoller kann das Netzwerk zugunsten von Familien arbeiten. Das Familiennetzwerk Wertheim freut sich auf weitere Partner.

Weiter Informationen erhalten Sie unter:

http://www.wertheim.de/servlet/PB/menu/1288634_l1/

Multikulturelles Theaterprojekt “Hummel Hummel”

Goethe-InstitutDie Hamburger Legende zum Wasserträger – szenisch dargeboten und in sechs verschiedenen Sprachen von Kindern gelesen. 2009 haben Grundschulkinder aus Hamburg, München und Berlin gemeinsam eine szenische Lesung zum Buch „Der Hamburger Wasserträger“ von Michael Moellers aufgeführt. Die Kinder zeigten dabei, wie Verständigung über ihre Stadtgrenzen hinaus und interkulturell über sechs verschiedene Sprachen – unterstützt durch Gestik, Mimik, Bilder und pantomimisches Geschick – funktionieren kann.

Die Idee zu diesem multikulturellen Theaterprojekt für Kinder basiert auf dem zweisprachigen Buch „Der Hamburger Wasserträger“ von Michael Moellers. Das Buch ist sprachlich so einfach gehalten und reich bebildert, dass diese typische Stadtgeschichte lebendig wird.

Da das Buch schon auf Deutsch und Englisch vorlag, bot es sich an, es auch in weitere Sprachen zu übersetzen. Nach und nach wuchs so die Idee, Kinder aus verschiedenen Städten und Kulturen für ein gemeinsames Theaterprojekt zu begeistern. Lehrer, Eltern, Künstler und vor allem Kinder aus drei Metropolen begannen, die Details jeweils vor Ort zu planen. Eine Generalprobe, bei der alles noch einmal aufeinander abgestimmt werden konnte, gab es nicht. Die Kinder lernten sich erst vor Ort bei der Aufführung kennen. Aber Kinder sind spontan, und so konnte alles toll gelingen!

Die Planung im Einzelnen

Der Grundgedanke war, Kinder als Botschafter der Mehrsprachigkeit auftreten zu lassen. Nicht nur über sprachliche, auch über räumliche und Alters-Grenzen hinweg fand hier Verständigung statt. So hat die Hujdur Media aus Hamburg zusammen mit der SpielScheune Neu Allermöhe eine komplexe Struktur entwickelt, auf deren Basis die Kooperation zwischen Kindern aus drei Städten in Deutschland und vielen Kulturen entstand. Sie lieferte die Ideen und Materialien, die hier im Einzelnen vorgestellt werden. Diese Ideen dienen als Anregung zum Nachmachen, Weiterentwickeln und Neu-Ausdenken.

Bevor es an Detailüberlegungen geht, die zum Beispiel die pantomimische Umsetzung, die Kostümierung oder das Bühnenbild betreffen, muss ein exakter Ablaufplan erstellt werden, der alle Zielgruppen, Kinder, Schulen, Eltern und andere Akteure mit bedenkt. Dieser Ablaufplan muss ständig an die aktuellen Bedürfnisse angepasst werden.

Übersetzung der Texte

Am Anfang aller Planung steht die Koordination der Übersetzung. Das Buch, das bereits in Deutsch und Englisch vorliegt, muss also in weitere Sprachen übersetzt werden. Organisiert und koordiniert wurde die Übersetzung in diesem Projekt von Jusuf Hujdur von der Hujdur Media, natürlich mit Genehmigung des Autors Michael Moellers. Und so entstanden für die große szenische Lesung Textpassagen zum Wasserträger auf bosnisch, französisch, spanisch und türkisch. Die Auswahl dieser Sprachen hing damit zusammen, welche Kinder für die Leseaufgabe zur Verfügung standen. Natürlich müssen die Sprachen, in die das jeweilige Werk übersetzt werden soll, je nach Bedarf und sprachlichen Möglichkeiten ausgewählt werden. Am Ende sollen die übersetzten Texte dann von Kindern in ihrer jeweiligen Muttersprache vorgelesen werden. In einem genauen Plan muss dafür festgelegt werden:

  • Welches Kind übernimmt welche Passage?
  • Welche Passagen werden in welcher Sprache gelesen?
  • Wie erfolgt die Auswahl und Einteilung der Passagen?

Details zum Ablaufplan (PDF, 38 KB)

Szenische Umsetzung in Pantomime

Für die szenische Umsetzung, die pantomimisch und ganz ohne Sprache passieren soll, muss Folgendes genau überlegt werden:

Wie kann Handlung ohne Sprache verständlich gemacht werden?

Unter Umständen kann es hilfreich sein, einen Schauspieler oder Theaterpädagogen hinzu zu ziehen, der den Kindern klare Anweisungen gibt, wie man die jeweilige Szene pantomimisch umsetzt. Für einen reibungslosen Ablauf bei der Aufführung müssen die Kinder genug Zeit zum Proben haben. Zudem sind genaue Ablaufpläne erforderlich, die Seitenzahlen und Einsätze festlegen. Außerdem müssen folgende Schritte bei der Inszenierung beachtet werden:

  • Welche Rollen werden besetzt?
  • Welche Handlungen werden wie umgesetzt?
  • Wie ist die genaue Szeneneinteilung?
  • Wann haben die Pantomimen-Darsteller ihren Einsatz?

Kostüme

Für die Herstellung von Kostümen und Requisiten finden sich im Buch gute Anregungen. In diesem Projekt wurden die Kostüme vom Hamburger Modedesigner Till Hagemann gefertigt. Es ist aber natürlich auch möglich, die Kostüme von den Kindern und Eltern selbst herstellen zu lassen. Manchmal bietet sich auch in Schulen die Möglichkeit, den Fachunterricht zu solchen Zwecken zu nutzen.

Bühnenbild und Requisiten

Zum Anfertigen der Bühnenbilder sollten Vorlagenskizzen erstellt werden, damit die fertigen Bühnenbilder schließlich so aussagekräftig werden, dass man versteht, worum es in der jeweiligen Szene geht, denn nicht alle Teile der Handlungen der pantomimischen Darsteller sind gleich leicht verständlich. Bühnenbilder können im Kunst-oder Werkunterricht gemalt und gebaut werden. Sie sind dann groß und vermutlich schwer, so dass auch beim Transport zum Aufführungsort genau geplant werden muss. Wenn die Platten in den vorgeschlagenen Maßen angefertigt werden und die Aufführung nicht direkt an der Schule stattfindet, ist ein vermutlich ein Lieferwagen erforderlich.
Download Symbol Bühnenbilder (PDF, 4,3 MB)

Ein genauer Ablauf für die Präsentation während der Aufführung muss erstellt werden, um festzulegen:

  • Welches Kind / welche Lernergruppe ist für welches Bühnenbild verantwortlich?
  • Wann müssen die Bühnenbilder auf die Bühne getragen oder ausgetauscht werden?

Bei den Requisiten handelt es sich vor allem um Gebrauchsgegenstände (Tische, Stühle, Geschirr), daher sind sie leicht zu beschaffen und können zum Beispiel von den Eltern mitgebracht werden. Außerdem muss im Ablaufplan vermerkt werden:

  • Welche Requisiten sind für die einzelnen Szenen notwendig und wann müssen sie auf die Bühne gebracht werden?
  • Wer übernimmt diese Aufgabe?

Musikalische Begleitung

Eine musikalische Begleitung rundet das szenische Spiel ab. Besonders schön ist es, wenn es gelingt, alle beteiligten Kinder und auch die Zuschauer zum gemeinsamen Singen zu animieren. Beim Hamburger-Wasserträger-Projekt wurde eigens ein schon bekanntes Lied durch passenden Text erweitert. Alle Kinder bekamen die Noten und Texte vorab zugeschickt, um ein bisschen damit zu üben. Um die Inszenierung musikalisch zu begleiten, engagiert man idealerweise einen Gitarrenspieler oder Pianisten. Preiswerter ist es natürlich, wenn eine Schüler-Musikgruppe oder ein musikalischer Vater oder eine Mutter diese Aufgabe übernimmt. In unserer Aufführung begleitete Reinhold Merta den gesamten Auftritt mit der Gitarre.

Musikalische Begleitung kann eingesetzt werden:

  • Zur Einstimmung
  • Zwischendurch
  • Als Ausklang

Für die Aufführung in der Akademie der Künste in Berlin wurden für das „Plitsch-Platsch-Lied“, das seit 2006 besteht, neue Strophen geschrieben; natürlich ist es auch möglich, gemeinsam mit den Kindern eine neue Melodie oder einen neuen Text zu erarbeiten. Außerdem kann auch das Publikum mit einbezogen werden und zum Beispiel spontan dazu aufgefordert werden, mitzusingen.
Download Symbol ♫ Plitsch-Platsch-Lied (PDF, 1,4 MB)

Aufführung

Nach vielen Tagen des Vorbereitens, Organisieren und Gestaltens wird das Theaterstück schließlich inszeniert. Damit alles klappt wie geplant, müssen szenisches Lesen, Pantomime und der Wechsel der Bühnenbilder gut aufeinander abgestimmt werden. Denn zum vorgelesenen Text muss zu passendem Zeitpunkt das richtige Bühnenbild erscheinen und die entsprechende pantomimische Darstellung erfolgen.

Dokumentation

Natürlich kann die Aufführung filmisch oder mit Fotos festgehalten und publiziert werden. Allerdings müssen dafür rechtliche Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. So darf zum Beispiel kein Kind ohne schriftliche Einverständniserklärung der Eltern im Internet abgebildet werden. Man muss also bedenken, dass rechtzeitig Einverständniserklärungen eingeholt werden müssen. Oft liegen in Schulen dafür fertige Formblätter vor.

Organisatorisches

Haben Sie wirklich an alles gedacht? Anbei eine kleine Checkliste, um Ihnen die Organisation ein wenig zu erleichtern:

Checkliste

  1. Betreuung der Kinder: Genügend Betreuer vor Ort oder müssen Eltern mit „einspringen“?
  2. Verpflegung der Kinder: vor Ort oder selbst zu organisieren?
  3. Versicherung: zusätzliche Versicherungen (z.B. Haftpflichtversicherung) nötig?
  4. Werbung: Flyer, Plakate, Mailinglisten?
  5. Einladungen an Eltern verschicken: eventuell auch mehrsprachig
  6. Einverständniserklärung
  7. Technik vor Ort: Lautsprecher zum Vorlesen, CD-Player für Musik oder ähnliches
  8. Sitzgelegenheiten: für Kinder, wartende Eltern, Zuschauer etc.
  9. Ersatzleser und -spieler, falls Kinder krank werden

Aufführung in Berlin

Für die große Aufführung in Berlin kamen Kinder aus München, Berlin und Hamburg zusammen. Jede der Gruppen hatte im Vorfeld einen eigenen Aufgabenbereich bekommen. So waren die Kinder aus München per Bahn nach Berlin gereist, um dort in ihrer Muttersprache (deutsch, bosnisch, englisch, französisch, spanisch oder türkisch) den „Hamburger Wasserträger“ szenisch vorzulesen. Die Organisation für diese Gruppe übernahmen Prof. Claudia Ueffing, damals Fachberaterin für interkulturelle Pädagogik der Stadt München“, und Andreas Wünnenberg, Leiter einer Kindertageseinrichtung in München und freiberuflich Schauspieler. Es war nicht leicht, Kinder zu finden, die mitfahren durften und wollten und die auch ganz gut lesen konnten. Es musste vor allem ein genauer Plan angefertigt werden, welcher Textteil in welcher Sprache vorgelesen wird. Für das überwiegend deutschsprachige Publikum wurde beschlossen, den Anfangs- und Schlusstext auf Deutsch vorzulesen.

Für die pantomimische Umsetzung waren Schüler aus Hamburg zuständig. Sie kannten die Geschichte bereits und übten in einem zweiwöchigen Workshop mit ihrer Betreuerin Ulla Moser von der SpielScheune Neu Allermöhe und mit der Erzieherin Martina Ducqué aus Wertheim, damit sie den Inhalt des Stücks auch überzeugend pantomimisch darstellen konnten. Für die Inszenierung waren jedoch auch Kostüme nötig. Dazu nutzen die Kinder die Bilder im Buch als Anregungen. Ein professioneller Schneider, der Hamburger Modedesigner Till Hagemann, fertigte sie dann in seinem Atelier.

Damit die Zuschauer alles gut verstehen konnten, musste das Bühnenbild sorgfältig gestaltet werden. Das wurde von Kindern aus insgesamt drei Berliner Schulen übernommen, die mit Hilfe des Berliner Senats gefunden wurden. Dafür erhielten sie von einer Zeichnerin aus Hamburg Entwürfe, die sie dann im Werkunterricht auf große Spanplatten malten. Diese Bilder waren so groß, dass sie für die große Aufführung in der Freien Akademie der Künste mit einem großen Lieferwagen transportiert werden mussten – in ein normales Auto passten sie nicht.

Der große Tag der Aufführung war für alle Teilnehmer aufregend, die Kinder aus München und Hamburg reisten per Kleinbus mit Begleitung an, die Berliner Kinder mussten dafür sorgen, dass alles heil transportiert wurde. Spannend war es auch deshalb, weil es zuvor – wegen der großen räumlichen Entfernung – keine gemeinsame Probe gab. Die Geschichte des „Hamburger Wasserträgers“ wurde vorgelesen, pantomimisch, musikalisch und mit Bildelementen unterstützt. Die Kinder lieferten Großartiges und zeigten, wie spontan sie waren. Denn niemand hatte zuvor bedacht, wie unterschiedlich das Lesetempo der Kinder sein kann. Darauf mussten die Pantomimen-Darsteller spontan reagieren – an manchen Stellen sorgte das für große Erheiterung.

Dank der Bilder konnte man auch die fremdsprachigen Textstellen ganz gut verstehen! Und wenn Sprachenlernen so viel Spaß macht, dann lohnt sich auch der ganze Aufwand. Ein mehrsprachiges Projekt, das Kinder, Organisatoren und Zuschauer gleichermaßen motivierte.

Quelle :http://www.goethe.de/lhr/mat/ffl/fms/tpr/de6553170.htm

Weitere Informationen:  http://www.yasni.de/ext.php?url=http%3A%2F%2Fwww.goethe.de%2Fges%2Fspa%2Fprj%2Fsog%2Ffms%2Fdit%2Ftdw%2Fde6518671.htm&name=Jusuf+Hujdur&cat=book&showads=1

Mehr:

http://www.goethe.de/lhr/mat/ffl/fms/deindex.htm

Autor und Buch© Goethe-Institut
Michael Moellers, Jahrgang 1967, absolvierte seine kaufmännische Lehre und arbeitete dann als Gästeführer in Hamburg, auf Malta und in der Bretagne. Seine erste Publikation war das Comicbuch „Die Spielchen des Olymp“, ein Beitrag zur Bewerbung Hamburgs als Austragungsstätte für die Olympischen Spiele 2012.

Mehr:

http://www.goethe.de/lhr/mat/ffl/fms/tpr/de6553189.htm

Aufführung in Berlin© Goethe-Institut
Die Idee zu diesem multikulturellen Theaterprojekt für Kinder basiert auf dem zweisprachigen Buch „Der Hamburger Wasserträger“. Das Buch ist sprachlich so einfach gehalten und reich bebildert, dass diese typische Stadtgeschichte lebendig wird. Mit Bildern aus der szenischen Umsetzung in Berlin.

Anschauungsmaterial zum Theaterprojekt© Goethe-Institut
Leseprobe, Textausschnitte des Theaterstücks, Musiknoten sowie den Ablaufplan des Projekts in Hamburg zum Herunterladen.

Mehr:

http://www.goethe.de/lhr/mat/ffl/fms/tpr/de6556486.htm

(Quelle: Goethe Institut)

Einige Kommentare von Einrichtungen, in denen Veranstaltungen vom

Netzwerk Mehrsprachigkeit e.V.,

am Aktionstag Mehrsprachigkeit in Wertheim,

durchgeführt wurden.

Treffpunkt Mehrsprachigkeit am Mittwoch, 17. März 2010

didacta 2010
Halle 7.1 – Stand A 57

  • 09:00     Morgencafé
  • 10:00     Mustafa Cebe: Schneeball (DE/TR)
  • 11:00     Präsentation von Martina Ducqué:

Komm in Aktion

Sprachförderprojekt Stadt Wertheim - KOMM in AKTIONKomm in Aktion ist ein Sprachförderprojekt, das speziell auf die Situation der Kinder und deren Eltern, in Wertheim, konzipiert wurde. Die Erkenntnis, dass die Entwicklung der Sprache durch die sozialen Alltagskontakte mit den Bezugspersonen maßgeblich beeinflusst werden und Eltern natürliche Bedürfnisse und Fähigkeiten haben ihre Kinder in dieser Entwicklung zu begleiten, ist ein wichtiger Aspekt der Elternworkshops. Zu den Schulungen und der Stärkung der Erziehungkompetenz werden die Inhalte des Orientierungsplans und dessen Ziele an die Eltern verständlich weitergeben.

Eine zusätzliche Förderung der Kinder in der vertrauten Einrichtung wird durchgeführt, da die Kinder zu Beginn der Maßnahme in einem Alter von 3,5 Jahren sind. Wesentliche Ziele sind, die Eltern für die Gestaltung spracherwerbswirksamer Kommunikation zu sensibilisieren und sie in ihren Kompetenzen zu stärken. Dabei wird auf das aktive Erarbeiten sprachfördernder Verhaltensweisen und die Auseinandersetzung mit dem eigenen Kommunikationsverhalten besonderen Wert gelegt. Diese Schwerpunkte zeigen sich in den Themen (vgl. Bender-Körber, B.; Hochlehnert, H., Elternzentriertes Konzept zur Förderung des Spracherwerbs) der einzelnen Elternveranstaltungen:
- Die Basisfunktionen des Spracherwerbs
- Die sprachförderliche Grundhaltung
- Die verbesserte Rückmeldung
- Die Handlungsorientierung
- Das aktive Zuhören
- Die Ich-Botschaft

  • 12:00     Mustafa Cebe: Schneeball (deutsch/polnisch)
  • 14:00     Vortrag in Türkisch: Mustafa Cebe (Autor von Schneeball, wer bin ich):  Zweisprachig lesen in der Grundschule  an einem muttersprachlichen Unterricht und zu Hause mit Eltern / Gespräch mit Türkischen Lehrern, Erziehern und Eltern
  • 15:00     Lesung Zweisprachig: Engin Korelli: Die Fledermaus, die keine war (Deutsch/Türkisch)
  • 16:00     Gül Kurtulus: Musikalische Lesung
  • 18:00     Happy Hour