Bas Böttcher auf der didacta Köln 2010

Für all jene die „Verbalakkrobatik “ lieben und sich schon öfters mal Gefanken über die Art der gesprochen Worte und deren Bedeutung gemacht haben, dürfte diese  Darstellung ein Hochgenuss sein!

Ich persönlich bedanke mich, für die Begegnung und das persönliche

Gespräch, hochachtungsvoll.

Diese Leistung zollt meinen vollsten Respekt!

Leider konnte ich diesen Moment nicht festhalten, doch hier der link zu einer anderen Veranstaltung

https://www.youtube.com/watch?v=Ydhxo4DyPFc

https://www.basboettcher.de/


Die Macht der Sprache           Bas Böttcher

Und lerne ich eine Sprache neu kennen,
dann lehrt mich die Sprache, mich neu zu kennen.

Das macht die Sprache – die Macht der Sprache.

Und glaube ich, ich beherrsche meine Sprache,
beherrscht wohlmöglich meine Sprache mich.

Das macht die Sprache – die Macht der Sprache.

Und denke ich, ich spiele mit meiner Sprache,
dann spielt noch viel mehr meine Sprache mit mir!

Das macht die Sprache – die Macht der Sprache.

Und erweitert der Mensch die sprachlichen Möglichkeiten,
dann erweitert die Sprache die menschlichen Möglichkeiten.

Das macht die Sprache – die Macht der Sprache.

Und wenn ich meine Sprache verrotten lasse,
dann lässt am Ende meine Sprache mich verrotten.

Das macht die Sprache – die Macht der Sprache.

Und liebe ich meine Sprache,
dann liebt ganz sicherlich die Sprache mich.

Das macht die Sprache – die Macht der Sprache.

Und wenn ich denke, ich spreche jetzt hier – in diesem Text – über die Spreche,
dann spricht die Sprache eigentlich viel mehr noch über mich!

Das macht die Sprache – ich kenn die doch!

© 2007 Bas Böttcher
(Der Text ist für den verbalen Vortrag bestimmt und entwickelt erst auf der Bühne Rhythmik, Dynamik und Tonalität.)