Sprache – Kultur – Kompetenz Martina Ducqué

Erzähle mir und ich vergesse, zeige mir und ich erinnere mich, lass mich tun und ich verstehe. (Konfuzius)

Beiträge mit Schlagwort Literacy

Sprache lernt man nur durch Sprechen


Wie können Fachkräfte durch möglichst viele, erfolgreiche Kommunikationssituationen dieser Aufgabe gerecht werden?

Die Welt lässt sich über die Sprache erschließen und situative Zusammenhänge bieten die Grundlage für ein nachhaltiges Lernen. Das konkrete Handeln ist die Ausgangsbasis für die Erweiterung und Festigung des Wortschatzes und hilft den Kindern bei der Vernetzung und Differenzierung neuer Begriffe. Jede Einrichtung und jedes Projekt ist geprägt von den Kindern, die daran teilnehmen, deren Eltern , von den durchführenden Fachkräften und den örtlichen Gegebenheiten.

Ziel dieses Workshops ist es den Blick auf die Kinder zur richten, ihre Fähigkeiten zu erkennen und Möglichkeiten zu schaffen, die unterschiedlichsten Lernfenster zu nutzen unter Einbeziehung aller Beteiligten.

Inhalte:

  • Anhand von vielfältigen Praxisbeispielen werden Möglichkeiten und Ideen, zur Umsetzung dargestellt.
  • Mehrsprachige Bücher, werden vorgestellt, da sie als Bindeglied zu den Eltern eine wichtige Rolle übernehmen können.
  • Unterschiedliche Vorgehensweisen werden verglichen
  • Einblicke in die Lernstrategien der Kinder werden aufgezeigt
  • bereits gemachte Erfahrungen in der täglichen Sprachförderarbeit werden ausgetauscht und hinterfragt
  • Anhand unterschiedlichster Projekte wird die Durchführung einer ganzheitlichen Sprachförderarbeit in ihrer Vielfältigkeit verdeutlicht.

6. Wetzlarer Bibliothekstag

In vielen Sprachen zu Hause

31. Mai 2010
10.00 – 16.30 Uhr
Wetzlar
Stadthalle Wetzlar
Phantastische Bibliothek
Veranstalter:
Phantastische Bibliothek Wetzlar
Turmstraße 20

35578 Wetzlar
Zentrum für Literatur

https://www.phantastik.eu/index.php?option=com_weblinks&view=category&id=85&Itemid=159

Nun schon zum 6. Male laden die beiden Wetzlarer Bibliotheken und mit ihnen kooperierendeOrganisationen sowohl Bibliothekare als auch pädagogische Fachkräfte aus Kita, Tagespflege und Schule ein, um sich gemeinsameinen Tag lang einem bestimmten Thema in Vorträgen und Workshops zu widmen.
In diesem Jahr haben wir unter dem Motto „In vielen Sprachenzu Hause“ das weite Themenfeld
der Zwei- und Mehrsprachigkeit gewählt, um damit dessen Bedeutungals eine der Schlüsselkompetenzen in unserer globalisierten Welt herauszuheben.
Der 6. Wetzlarer Bibliothekstag möchte hierzu Anstöße zur Einschätzung der eigenen Haltungdiesem komplexen und vielschichtigen Thema gegenüber geben – zur weiteren Vertiefungbieten das Zentrum für Literaturund das Forum Sprache & Literacy ganzjährig sowohl eine Ringvorlesungsreihe als auch verschiedene Workshops an.

Stadthalle Wetzlar / Saal 2

Brühlsbachstraße 2 B

Tagesprogramm

ab 9.00 Uhr Einlass und Anmeldung

10:00– 10.15 Uhr Begrüßung und Einführung

10:15-10.45 Uhr Karin Bahlo, Bettina Twrsnick (Modulgruppe Sprache & Literacy für den Hessischen Bildungsplan, Offenbach und Wetzlar):

„Das Kind spricht nicht!“: Wissen und Haltung

pädagogischer Fachkräfte kindlicher Mehrsprachigkeit gegenüber

10.45 – 11.00 Uhr Patricia Hahne-Wolter (SchauHör-Verlag, Köln)

Warum ein „Netzwerk Mehrsprachigkeit“?

11:00– 11.30 Uhr Martina Ducqué (Erzieherin, Fachfrau für frühkindliche Sprachförderung und interkulturelle Kompetenz, Wertheim)

Vortrag in Köln

„Wer das erste Knopfloch verfehlt, kommt mit dem Zuknöpfen nicht zurecht“ (Goethe): Die Wahrnehmung von Sprache und die lautsprachlichen Grundfertigkeiten

11.30 – 12.00 Uhr

Kaffeepause

12.00 – 12.45 Uhr Fredrik Vahle (Lollar)

„Paule Puhmanns Paddelboot:

Lieder und Geschichten aus deiner, meiner und unserer Welt“

12.45 – 14.00 Uhr

Mittagspause

Stadthalle Wetzlar und

Phantastische Bibliothek

14.00 – 16.30 Uhr: Workshops

1.

Fredrik Vahle (Lollar):

„Paule Puhmanns Paddelboot“:

Übungen und Reflexionen mit Liedern und Geschichten aus deiner, meiner und unserer Welt

2. Aygen-Sibel Çelik (Neu Isenburg):

„Geheimnisvolle Nachrichten“

Lesung mit Gespräch: In der spannenden Erzählung findet Erik Zettel, die bei ihm eine

Grusel-Story auslösen, etwa: „bellek ayni karpuz inan“ – Was soll das heißen?

Phantasie und Sprache zum Mitraten

3.

Mihrican Cebi & Virginia Colomba (Offenbach):

Wie gelingen Erziehungspartnerschaften mit Frauen mit Migrationshintergrund in der Kindertagesstätte?

4.

Bettina Twrsnick (Wetzlar) und Lehrer aus Rumänien und Sizilien:

„Literacy“: Die Kompetenz der Zukunft.

Ein Leonardo-EU-Projekt für weiterführende Schulen:

mit Beispielen unterschiedlicher Schulbibliotheksprojekte

und -konzepte

5.

Martina Ducqué (Wertheim)

" Komm, lass uns Freunde sein – Arkadaslar elele"

Wie kann der Schriftspracherwerb ganzheitlich gefördert werden? Ein Praxisbeispiel zum eigenen Erkunden

Eigene Anmerkung:
Beispiel aus einem Projekt mit Senioren, bei dem die Kinder ihre eigenen Aufzeichnungen nutzten um den Liedtext zu vermitteln und die Merkfähigkeit der älteren Bewohner zu unterstützen.

6.

Kerstin Leis & Simone Vetter (IMeNS, Lahn-Dill-Kreis):

„Große Bilder für kleine Leute“: Wie das Bilderbuchkino Lust aufs Lesen

macht

Stadthalle Wetzlar / Gartensaal

Brühlsbachstraße 2

Veranstalter:

Phantastische Bibliothek Wetzlar
Turmstraße 20
35578 Wetzlar

Zentrum für Literatur
Turmstraße 20
35578 Wetzlar

Stadtbibliothek Wetzlar
Domplatz 15
35578 Wetzlar

Landesarbeitsgemeinschaft
Schulbibliotheken in Hessen e.V.
Dahlienweg 17
35396 Gießen

Staatliches Schulamt
für den Lahn-Dill-Kreis
und den Kreis Limburg-Weilburg
Frankfurter Straße 20-22
35781 Weilburg

Kreisausschuß des Lahn-Dill-Kreises
Abt. Bildung und Liegenschaften
IMeNS-Zentrale
Karl-Kellner-Ring 51
35576 Wetzlar

Stadtbibliothek
Wetzlar

Landesarbeitsgemeinschaft
Schulbibliotheken in Hessen e.V.

Staatliches  Schulamt
für den Lahn-Dill-Kreis
und den Kreis
Limburg-Weilburg

IMeNS
Lahn-Dill-Kreis


https://www.wetzlar.de/media/custom/370_10188_1.PDF

Eigener Kommentar:

Wer das erste Knopfloch verfehlt, kommt mit dem Zuknöpfen nicht zu Recht

Eine runde Sache!

Eine informative und rundrum gelunge Veranstaltung.

Vielen Dank für die Einladung,

die interessanten Fragen und die ausgezeichnete Zusammenarbeit.

Mein besonderer Dank geht an die Teilnehmer des Workshops, die mir neue Impulse gaben und mit denen die Durchführung sehr fruchtbar war.Kommt lasst uns Freunde sein

Liebe Frau Ducqué,
ich möchte Ihnen für Ihren Einsatz gestern danken.
Hier die Auswertung des Workshops:
Alle Teilnehmer haben für folgende Punkte die Bestwertung gegeben:
– Die Veranstaltung bot Anregungen für meine Arbeit
– Die Veranstaltung enthielt für mich neue Informationen
– Die Inhalte wurden gut und verständlich präsentiert
– Die Arbeitsatmosphäre war gut
– Ich bin mit der Veranstaltung insgesamt zufrieden

Viele Grüße

Sprachförderung in der pädagogischen Arbeit mit Kindern
im Institut für pädagogische Weiterbildung Kinder&Jugendarbeit e.V
Werner-von-Siemens-Str.53

97076 Würzburg

Diese Weiterbildung mit Zertifikat richtet sich an alle, die mit sprachauffälligen Kindern arbeiten oder durch die spielerische Förderung von Sprache Kinder in Ihrer Bildung und Gesamtentwicklung fördern wollen. Neben den Grundlagen der ganzheitlichen Sprachförderung werden unterschiedliche Angebote und Anregungen für die Praxis vermittelt und gemeinsam erprobt.

Die Bausteine können einzeln gebucht werden, wobei wir empfehlen, diese Reihe innerhalb von längstens zwei Jahren abzuschließen. Für die Teilnahme an allen Bausteinen erhalten Sie eine gesonderte Bestätigung in Form eines Zertifikates.

Sprachförderung 1: Sprachentwicklung
Referent: Carsten Weller

Sprachförderung 2: Mundmotorik „Um den Mund geht’s rund“
Referentin: Martina Ducqué

Sprachförderung 3: Sprache und Wahrnehmung (Sinn-liche Sprache)
Referentin: Martina Ducqué

Sprachförderung 4: Die Sprechwirkstatt
Sprech- und Stimmbildung im Kindergarten und in der Schule
Die Sprechwirkstatt ist ein didaktisches Konzept zu Elementarprozessen wie Stimmbildung und Sprachentwicklung. Diese Prozesse fördern das gestaltende Sprechen wie Erzählen, Körpersprache, Stimmklang… Gestaltendes Sprechen ist ein wichtiger Bestandteil menschlicher Kommunikation.
Durch zahlreiche Übungen und Sprechspiele werden neue Möglichkeiten eröffnet, um mit Kindern im Vorschulalter und mit SchülerInnen gemeinsam etwas für die Stimme und den persönlichen Sprechausdruck zu tun.
Inhalte:

* Theoretische Grundlagen zur Stimmbildung und Sprachentwicklung
* Mit dem ganzen Körper sprechen: die Körpersprache
* Der Ton macht die Musik: Stimmklang als Ausdrucksform
* Aussprache und Artikulation

Referent: Carsten Weller

Sprachförderung 5: Sprachstanderhebungen

Bildung fängt mit Sprache an, und deswegen müssen wir dafür sorgen, dass Kinder Deutsch sprechen können – und zwar nicht erst in der Schule, sondern noch bevor sie ihre „Bildungskarriere“ beginnen. Gerade im Bereich der Linguistik und der Entwicklungspsychologie wird immer wieder darauf verwiesen, dass die Zahl der Kinder mit Lese- und/oder Rechtschreibschwierigkeiten sowie anderen Lern- und Leistungsstörungen in den letzten Jahren signifikant gestiegen ist. Nach neuesten Untersuchungen ist jedes fünfte deutschsprachige Kind sprachauffällig, bei den Kindern mit ausländischer Muttersprache sogar jedes zweite Kind. Aufgrund der Migrationssituation in Deutschland, aber auch in Verbindung mit biographischen, sozialen und kulturellen Faktoren in den Familien lassen sich erhebliche Unterschiede der Sprachkompetenzen dieser Kinder beim Eintritt in die Schule beobachten.

Diese unterschiedlichen Eingangsvoraussetzungen werden im System Schule kaum aufgehoben, sondern wie Pisa aufzeigt, tendenziell eher verstärkt. Daher ist eine möglichst frühe, gezielte Förderung des Spracherwerbs in Kindertagesstätten und in Zusammenarbeit mit den Eltern wichtig. In immer mehr Städten und Gemeinden werden Vorschulkinder auf ihre Sprachfähigkeit getestet. Aufgrund der Erhebungen soll festgestellt werden, welche Kinder zusätzliche Förderung brauchen.

Sprachstanderhebungen sind Diagnoseverfahren zur Feststellung des Sprachstandes von Kindern im Vorschulalter (Entwicklung und Güte der Lautsprache, des Wortschatzes, der Grammatik, des Sprachverständnisses, der Merkfähigkeit). In diesem Seminar werden wir uns mit unterschiedlichen Sprachstandserhebungen auseinandersetzen und anschließend gemeinsam gezielte Fördermöglichkeiten erarbeiten.

Sprachförderung 6: Literacy – Leih mir Dein Ohr

„Nicht das Werkzeug hat den Menschen zum Menschen gemacht, sondern das Wort.
Nicht der aufrechte Gang und der Stock, um damit nach Nahrung zu graben oder zu
kämpfen, machen den Menschen zum Menschen, sondern die Sprache.“
(Literaturpreisträgerin Nadine Gordimer)

Literacy – ein englisches Wort, für das es keine deutsche Entsprechung gibt – ist ein Sammelbegriff für kindliche Erfahrungen rund um die Buch-, Erzähl- und Schriftkultur. Schon seit der Steinzeit sind Bilder und Geschichten ein „menschentypisches“ Handwerkszeug, um die Sprache zu erlernen. Erwiesenermaßen haben Kinder, die reichhaltig Literacy-Erfahrung sammeln, langfristige Entwicklungsvorteile sowohl im Bereich sprachliche Kompetenz, als auch beim Lesen und Schreiben.

In diesem Seminar werden Sprachanreize und Förderchancen im pädagogischen Alltag anhand von Bildern, Bilderbüchern und Geschichten vorgestellt.
Das Seminar will Ihnen:

* Orientierungshilfe im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur geben
* Grundlagen für die Buch- und Geschichtenauswahl an die Hand geben
* Vorlese- und Erzählmethoden vermitteln
* Tipps und Tricks verraten, wie Sie Kinder zum „Lesen“ verführen können
* Ein Austauschforum für eigene Erfahrungen und Wissen im Bereich der Leseförderung bieten
Des weiteren sammeln Sie Erfahrung im Umgang mit Ihrer Stimme und Ihrem Körper, denn Mimik, Gestik, Artikulation sind Schwerpunkte der Weiterbildung.

Referentin: Karin Kotsch

https://www.ko-libri.de

Sprachförderung 7: Bewegte Sprache

 

 

„Bewegung ist Antrieb und Grundlage für körperliche, geistige und seelische Entwicklung“
Referentin: Martina Ducqué