Sprache – Kultur – Kompetenz Martina Ducqué

Erzähle mir und ich vergesse, zeige mir und ich erinnere mich, lass mich tun und ich verstehe. (Konfuzius)

Beiträge mit Schlagwort Netzwerk Mehrsprachigkeit

24. – 28. Februar 2015 – Hannover

Auch in diesem Jahr auf der didacta:

In Halle 17,  Kindergartenhalle.

Am Stand vom Netzwerk Mehrsprachigkeit e.V. Halle 17 E 28/1

 

 


http://www.didacta-hannover.de/dynmaps_didacta15/map

 

Auch in diesem Jahr gab es einen Gemeinschaftsstand!

Dieser bot die Möglichkeit sich über mehrsprachige Bücher und deren Einsetzungs- und Umsetzungsmöglichkeiten zu informieren.

Viele Gespräche und ein reger Austausch begleiteten uns die letzten Tage.

 

 

 

 

 

 

Pressemitteilung  28.5.2014

 

 

Fünf Jahre Netzwerk Mehrsprachigkeit e.V.

 

Alles Gute zum Geburtstag! Happy Birthday! ¡Feliz Cumpleaños! Поздравляем с днём рождения!

 

 

Am 29. Mai feiert das Netzwerk Mehrsprachigkeit e.V. mit Sitz in Köln sein fünfjähriges Bestehen. Das überregionale Netzwerk ist ein Zusammenschluss von Verlegern, Wissenschaftlern, Pädagogen, Leseförderern, Buchhandlungen, Bibliothekaren, Institutionen, Übersetzern und Autoren. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen die interdisziplinäre Verknüpfung und der Austausch zwischen Theorie und Praxis. Mehrsprachigkeit soll nicht als Problem, sondern als Chance verstanden werden. Ziel ist es außerdem, fremdsprachige Familien mit dem richtigen Lesematerial zu versorgen, denn oft ist ihnen nicht bewusst, welche Möglichkeiten sich ihnen bieten.

Das Netzwerk Mehrsprachigkeit ist regelmäßig auf den beiden Buchmessen in Frankfurt und Leipzig sowie auf der Bildungsmesse Didacta mit einem Gemeinschaftsstand vertreten.

Auch der „Aktionstag Mehrsprachigkeit“, bei dem die Mitglieder an unterschiedlichen Orten in Deutschland Lesungen und Vorträge halten, sowie auf einem Markt der Möglichkeiten Materialien präsentieren, hat sich etabliert. Rückblickend waren die Aktionstage in Köln, Wertheim, Nürnberg und Berlin sehr erfolgreich, denn der große Zuspruch von Fachkräften, Studenten, Lehrern, mehrsprachigen Eltern und Kindern zeigt, wie groß das Interesse am Thema Mehrsprachigkeit an.

Einen Überblick über die mehrsprachige Kinderliteratur fand in der Bildungsregion Paderborn und Hildesheim, in der Bibliothek am Luisenbad (Berlin) sowie in den Workshops Mehrsprachigkeit und Kinderliteratur“ der Universitäten Tübingen und Mannheim wie auch auf den Podiumsdiskussionen der SK Stiftung in Köln und auf der Frankfurter Buchmesse statt. Auch die seit vier Jahren gute Zusammenarbeit mit dem Verein für frühe Mehrsprachigkeit an Kitas und Schulen FMKS e.V.in Kiel für den Fachtag Mehrsprachigkeit auf der Bildungsmesse Didacta gestaltet sich kompetent und erfreulich. Es konnten in den vergangenen Jahren viele Fachkräfte mit dem Thema vertraut gemacht werden.

Inzwischen stieg die Anzahl der Mitglieder auf fast 50 Aktive, von denen auch einige aus dem nahen Ausland kommen.

Es ist schön, dass das Thema Mehrsprachigkeit immer weitere Kreise zieht und immer häufiger als Chance für die Gesellschaft wahrgenommen wird“, betont die 1. Vorsitzende, Patricia Hahne-­‐Wolter. „Es gibt natürlich auch weiterhin viel Raum für Arbeit an dem Thema.

Zu oft wird von Seiten der Politik noch polemisiert und verallgemeinert. Zu oft mündet ein Gespräch mit kommunalen Vertretern noch in der Aussage: „Die sollten erst mal Deutsch lernen“. Wir betonen immer wieder, dass uns Deutsch am Herzen liegt. Der Weg dorthin – das bestätigen Studien aus aller Welt – führt über einen kompetenten Umgang mit der Muttersprache – auch der Schriftsprache. Diesen Weg wollen wir mit unserer Arbeit unterstützen.“

Unsere nächsten Aktionen: Veranstaltung auf der Frankfurter Buchmesse aus Anlass des 5-jährigen Bestehens; Vortrag an der Akademie für Kinderliteratur im Herbst ; Aktionstag in Mannheim Anfang nächsten Jahres.

Für die Zukunft wünscht sich das Netzwerk Mehrsprachigkeit e.V., neue Mitglieder begrüßen zu können. Weitere Informationen, Formulare sowie eine Kurzvorstellung der Mitglieder sind auf der Homepage einsehbar.

 

Weitere Infos:

Netzwerk Mehrsprachigkeit e.V.

c/o Patricia Hahne-­‐Wolter (1. Vorsitzende)

Barbarastraße 27

50996 Köln

Tel: 02238/47 48 26

Fax: 02238/47 48 27

Ansprechpartnerin für die Presse:

Inés María Jiménez

Tel: 0231 483833

info@netzwerk-­‐mehrsprachigeit.de

www.netzwerk-­‐mehrsprachigkeit.

 

 

 

Sprachförderung mit allen Sinnen: Aus der Praxis für die Praxis

Die Erzieherin und Referentin Martina Ducqué hat ein ganzheitliches Sprachförderpaket entwickelt, entstanden bei alltäglichen Situationen in pädagogischen Einrichtungen. Initiiert durch Kinder aus unterschiedlichen sozialen Kontexten bilden die daraus entwickelten Materialien ein didaktisches Ganzes, das von Martina Ducqué vorgestellt und mit den Teilnehmern ausprobiert wird. Die gemeinsam entwickelten Anregungen sind nachhaltig auf die Sprachförderung in der eigenen Einrichtung anwendbar.

Veranstalter
Netzwerk Mehrsprachigkeit

Referent
Frau Martina Ducqué (Lese- und Literaturpädagogin, Erzieherin, Referentin u. Fachfrau für frühkindliche Sprachförderung und interkulturelle Kompetenz)

Moderator
Frau Patricia Hahne-Wolter

Zeit / Raum
28.03.2014, 16:00 – 16:45 Uhr / ICS, Raum C3.1

http://www.messe-stuttgart.de/didacta/besucher/rahmenprogramm/programmsuche/

 

Unsere Kinder wachsen in einer Welt auf,
die sich in jeder Beziehung ständig weiter entwickelt und vernetzt. Spielen mit verschiedenen Sprachen bereitet viel Freude und Spaß. Sie erfinden neue Wörter, benutzen gerne auch „Geheimsprachen“, um sich untereinander zu verständigen. Kinder lieben es, mit fremden Wörtern zu spielen, sie genießen Klang und Melodie von Sprachen und experimentieren damit.
Die frühe Mehrsprachigkeit sollte allen Kindern ermöglicht werden. Es ist ein großer Vorteil. Sie entwickeln dadurch mehr Verständnis für andere Menschen, Länder und Kulturen und lernen leichter andere Fremdsprachen.
Alle diese Fragen und noch mehr werden wir als mehrsprachige Verlage, Autoren, Übersetzer, Bibliotheken, Pädagogen und Wissenschaftler gerne mit Fachleuten und interessierten und offenen Menschen besprechen – also mit Ihnen!

 

Netzwerk Mehrsprachigkeit e.V.
Barbarastr. 27
50996 Köln
Telefon: 02238-474826
Telefax: 02238-474827
www.verein-mehrsprachigkeit.de

 

Gründung des Vereins „Netzwerk Mehrsprachigkeit e.V.“

26. Mai 2009

(Pressemitteilung)

So wie in Deutschland in den letzten Jahrzehnten der Erwerb von Fremdsprachen eine immer größere Bedeutung gewonnen hat, so gibt es auch aufgrund von Migration und Wanderungsbewegungen immer häufiger mehrsprachige Umgebungen. In vielen Kindertagesstätten, Schulen, Universitäten oder Arbeitsstellen ist Deutsch nicht mehr der einzige oder selbstverständliche sprachliche Referenzpunkt. So mancher ist im Ausland geboren und lebt nun hier, so mancher ist zwar in Deutschland geboren, aber Deutsch ist nicht die Muttersprache, weil die Eltern nicht mit Deutsch als Muttersprache aufgewachsen sind. Mehrsprachige Lebenswelten existieren im Umfeld des Diplomatenviertels und im Einzugsbereich international agierender Konzerne, sie sind Realität in Stadtteilen mit deutschen Zuwanderern aus Osteuropa und in traditionellen Wohnvierteln von Arbeitsmigranten aus der Türkei, Tunesien, Marokko etc. Und in Ländern, die per se mehrsprachig sind, wie die Schweiz, waren solche Situationen nie unbekannt.
Eine ganze Reihe von Personen, Unternehmen oder Institutionen, die sich professionell mit dieser Entwicklung auseinandersetzen, schließt sich nun zu einem „Netzwerk Mehrsprachigkeit“ zusammen. Dieser überregional tätige Verein wird am 29. Mai 2009 auf Einladung und unter tätiger Mithilfe der SK Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn in Köln gegründet und soll auch seinen Sitz in Köln haben.

Der Verein sieht seine Aufgaben wie folgt:

  • Chancen und Herausforderungen von Mehrsprachigkeit herauszuarbeiten
  • Materialien und pädagogische Konzepte für einen Einsatz in mehrsprachigen Umgebungen zu entwickeln
  • den Austausch zwischen unterschiedlichen Berufsgruppen zu fördern, insbesondere zwischen Verlagen, Buchhandlungen, Bibliotheken, Institutionen der Leseförderung, Pädagogen und Wissenschaftlern.

Der Verein baut dabei auf einer Reihe sporadischer Kooperationen auf:

  • die Medienkiste Mehrsprachigkeit
  • Gemeinschaftskatalog zweisprachiger Verlagsneuerscheinungen
  • Bibliographie mehrsprachiger Bücher „Read more“
  • Gemeinschaftspräsentationen auf den Buchmessen in Leipzig, Frankfurt, Saarbrücken und der didacta.

So wie diese konkreten Projekte einen Rahmen bekommen sollen, so sollen Aktivitäten wie Buchausstellungen, Vorträge und Seminare, Vor-Ort-Veranstaltungen wie auf den Türkischen Kinderund Jugendbuchwochen Köln koordiniert hinzukommen. Wir möchten Integrationsprojekten wie beispielsweise „Rucksackmüttern“ zur Seite zu stehen und Projekte der Leseförderung intensiver unterstützen.

Hallo NetzWerkler!

Heute kommt eine ganz dringende Bitte aus Wertheim an Euch alle.
Wir brauchen dringend Eure Unterstützung, da wir uns bei einem Wettbewerb beteiligen, welcher eine interkulturelle Begegnungsstätte ermöglichen soll.

http://www.radioton.de/nc/funktionsseiten/projekte/projekte-details/article/wertheim.html

Wertheim

Projekt: Interkulturelle und generationsübergreifende Begegnungsstätte

Im Wertheimer Stadtteil Wartberg soll eine Bürgerbegegnungsstätte zu einem Treffpunkt für die Menschen des Stadtteils werden. Bei diesem Projekt steht der Mensch im Mittelpunkt. Nicht nur friedlich nebeneinander, sondern miteinander Leben ist das Ziel, das für die Menschen aus über 15 Nationen der Erde verfolgt wird.

Pro Tag kann über eine IP Adresse eine Stimme abgegeben werden, der Gewinner erhält 10000 Euro als Startschuss.

http://www.radioton.de/nc/funktionsseiten/buergerinitiative-uebersicht-projekte/browse/8.html

Wenn es euch möglich ist und ihr der Meinung seid, dass dies eine unterstützenswerte Aktion ist, helft uns bitte mit eurer Stimmabgabe.

Vielen Dank für Eure Unterstützung

 

23.05.2011 Wartberg geht mit Bürgertreff ins Rennen

Eine große Bürgerinitiative startet Radio Ton zur Förderung von Maßnahmen und Projekten, die einem guten Zweck dienen. 65 Projekte landesweit haben sich zur Radio Ton Bürgerinitiative 2011 angemeldet. Aus Wertheim geht der Stadtteil Wartberg mit einem Bürgertreff in den Wettbewerb um die Stimmen der Rundfunkhörer.

Vom 23. Mai bis 9. Juni können die Bürger für ein Projekt ihrer Wahl abstimmen. Welches Projekt am 9. Juni die meisten Punkte bekommen hat, gewinnt den Wettkampf mit 10.000 Euro. Der 2. Platz erhält 3.000 Euro, der 3. Platz 2.000 Euro.

 

Der Wartberg ist bei diesem Wettbewerb dabei, um eine Unterstützung für einen Bürgertreff zu gewinnen. Die Einrichtung soll für alle Altersklassen und Kulturen am Wartberg geschaffen werden. Es könnte z.B. ein Treffpunkt für (alleinerziehende) Mütter, Kinder, Jugendliche, Familien, Senioren oder ein buntes Miteinander im Wechsel entstehen. Das Begegnungszentrum soll zugänglich für alle sein und das Zusammenwachsen im Stadtteil fördern. Der Schwerpunkt liegt auf der Beteiligung von Ehrenamtlichen zum aktiven Engagement im Begegnungszentrums.

 

Abgestimmt werden kann vom 23. Mai bis 9. Juni auf zwei Arten:

Erstens im Internet einmal alle 24 Stunden unter http://radioton.de/start/buergerinitiative.html. Dort steht das Wartberg-Projekt unter Wertheim (Projekt: Interkulturelle und generationsübergreifende Begegnungsstätte), dafür kann täglich ein Punkt vergeben werden.

 

Zweitens telefonisch: Der Radio Ton Moderator ruft im Programm zur „Live-Runde“ auf, dann können die Hörer auf der kostenlosen Studio-Hotline 0800/5065000 anrufen und der vierte Anrufer gewinnt 20 Punkte für sein Projekt.

 

Oberbürgermeister Stefan Mikulicz, Stadtteilbeiratsvorsitzende Renate Gassert und die Stadtteilkoordinatorin Daniela Kölle rufen gemeinsam auf: „Liebe Wertheimer, zeigen Sie Ihre Unterstützung für den Wartberg und stimmen Sie täglich mit uns ab!“

http://radioton.de/nc/funktionssseiten/projekte/projekte-details/article/wertheim.html

Viele Kinder wachsen zwei- oder mehrsprachig auf oder beginnen früh mit dem Erlernen von fremden Sprachen. Es ist wichtig, dass Kinder mit Migrationshintergrund frühzeitig über gute Deutschkenntnisse verfügen, ohne jedoch ihre Muttersprache zu verlernen. Viele Eltern, Lehrer und Erzieher wollen die Mehrsprachigkeit der Kinder fördern, wissen aber zum Teil nicht, wie sie das tun sollen. Am Aktionstag können sich Eltern, Erzieher/-innen, Lehrer/-innen und andere Multiplikator/innen aus Bildung, Weiterbildung, Kultur und Politik über die Chancen und die Herausforderungen von Mehrsprachigkeit und über zweisprachige Kindermedien informieren.

Ort: Katharinensaal der Stadtbibliothek Nürnberg

Freitag, 20. Mai 2011: 20.00 Uhr

Praxisorientierter Vortrag:
Arkadaşlar elele – Lasst uns Freunde sein!

Vom Umgang mit zweisprachigen Medien in der Praxis

Referentin: Martina Ducquè, Erzieherin, Fachfrau für frühkindliche Sprachförderung und interkulturelle Kompetenz.

Veranstalter:
Bildungscampus Nürnberg in Zusammenarbeit mit Netzwerk Mehrsprachigkeit e.V.

Download Faltblatt (PDF-Datei, 1,23 MB)

Samstag, 21. Mai 2011: 13.00 bis 17.00 Uhr

“Marktplatz der Möglichkeiten” im Foyer des Katharinensaals mit Infoständen, Buchausstellungen, Medienpräsentationen und Kurzvorträgen rund um mehrsprachige Medien.

Vor einigen Jahren schien es noch unmöglich zu sein, dass mehrsprachige Medien – insbesondere für Kinder – sich ihren Raum in der Buchproduktion erobern. Inzwischen gibt es eine Fülle von Materialien zur Zwei- und Mehrsprachigkeit, vom Bilderbuch für die Allerkleinsten bis zur Lieder-CD. Diese Angebote fristen im normalen Buchhandel ein Schattendasein. Zahlreiche Verlage zwei- und mehrsprachige Medien präsentieren ihre Produktion im Foyer des Katharinensaals.

Teilnehmer: Edition bi:libri, Edition Orient, Edition Lingua Mundi, Georg Olms Verlag, Talisa Verlag, Amiguitos, SchauHoer-Verlag u.v.a.

Kurzvorträge von & mit:

  • 13:00 Uhr
    Ines Maria Jimenez/Autorin:
    “Tipps und Tricks bei der fremdsprachlichen Erziehung von Kindern”
  • 13:45 Uhr
    Kristy Koth / Edition bi:libri:
    Warum zweisprachige Kinderbücher?
  • —————
  • 15:00 Uhr
    Iris Wolf / Buchwolf:
    Der Einsatz mehrsprachiger Kinderbücher in Gruppen
  • 15:30 Uhr
    Stephan Trudewind / Ed. Orient:
    Kreativer Umgang mit Daumen-Druck und Fingerfarbe – Künstlerisches Gestalten mit dem deutsch-türkischen Bilderbuch „Gukki, dem kleinen Raben“
  • 16:00 Uhr
    Aylin Keller / Talisa-Verlag: Klipp-Klapp, die musikalische Klapperschlange – Şıkırdak’ın cıngırağı und andere zweisprachige Kinderbücher
  • 16:30 Uhr
    Claudia von Holten und Juliane Buschhorn-Walter / Amiguitos Verlag:
    Ideen für die spielerische Sprachvermittlung bei Kindern und Erwachsenen und Einbindung von zweisprachigen Kinderbüchern in den Unterricht

 

http://www.stadtbibliothek.nuernberg.de/aktuell_mehrsprachigkeit.html

Presse:

http://www.nordbayern.de/nuernberger-zeitung/nuernberg-region/mehrsprachigkeit-fordern-1.1241796/kommentare-7.889243/kommentare-7.889243

 

http://kulturstimmen.de/2011/05/aktionstag-mehrsprachigkeit/

http://www.bibliotheksforum-bayern.de/fileadmin/archiv/2011-3/BFB_0311_23_Kurznotiert_V04.pdf

Sprachförderaktion der Wertheimer Kindergärten in Anlehnung an den Tag der Muttersprache

Bereits im vergangen Jahr wurde mit Unterstützung des Netzwerk Mehrsprachigkeit e.V der Aktionstag Mehrsprachigkeit in den Wertheimer Kindergärten durchgeführt.
Die vielfältigen Aktionen im Rahmen dieses Tages haben weite Kreise gezogen. Die Nachhaltigkeit zeigte sich besonders in den Sprachfördermaßnahmen, die darauf in den Einrichtungen folgten.
Auch in diesem Jahr stellt der Tag der Muttersprache in vielen Wertheimer Kindergärten den Höhepunkt der Sprachföderinitative dar.
Er findet am 16.03 2011 in etlichen Einrichtungen statt.
Die Aktionen, die im Rahmen dieses Tages durchgeführt werden, sollen das Bewusstsein für sprachliche und kulturelle Traditionen stärken, den Gebrauch der Muttersprache fördern und die Sprachenvielfalt in unserer Gesellschaft würdigen.
Unterstützung erhalten die Einrichtungen von Martina Ducqué, die eine Projektmappe im Zuge des Sprachförderprojektes der Stadt Wertheim,  „Komm In Aktion“, erarbeitete hat und die Kindergärten fachlich begleitet.
Intensiviert wird die Arbeit im Rahmen der Sprachförderung durch den Einsatz eines mehsprachigen Medienkoffers, der Dank großzügiger Spenden im letzten Jahr angeschafft werden konnte.
Auch in diesem Jahr finden in den Einrichtungen zahlreiche Aktionen statt, die über den Tag der Muttersprache hinaus einen großen Beitrag zur Integration und Sprachförderung unserer Kindern leisten werden.

Die Stadtverwaltung Wertheim informiert unter folgendem Link:

http://www.wertheim.de/servlet/PB/menu/1353116_l1/index.html

Eine besondere Form der Umsetzung, die gleichzeitg die Auftaktveranstaltung für das vom Bund ausgeschriebene Sprachförderprogramm “Schwerpunkt Kitas – Sprache und Integration” darstellt, wird von Robert Weisensee für die  Fränkischen Nachrichten wie folgt beschrieben:

18.03.2011

Nimmersatte Raupe in fremder Diktion

Tag der Muttersprache: Evangelische Kindertagesstätte Bestenheid feierte ein internationales Fest unter reger Beteiligung von Eltern aus unterschiedlichen Nationen

Bestenheid. “Viele Sprachen hat die Welt” sangen die Kinder der evangelischen Kindertagesstätte (Kita) Bestenheid zu Beginn eines großen Festes der Nationen in ihrer Einrichtung. In ihrer Muttersprache wurden Kinder, Eltern, Großeltern und die Gäste des Festes begrüßt und dann zum Besuch der verschiedenen nationalen und internationalen Treffpunkte in der Einrichtung eingeladen. Man feierte am 16. März den “Tag der Muttersprache” der Unesco in Wertheim.

Auftakt für Sprachförderung

Für die Kindertagesstätte in der Breslauer Straße war es gleichzeitig die Auftaktveranstaltung zum Sprachförderprogramm “Schwerpunkt Kitas – Sprache und Integration.” Groß war die Freude bei Pfarrerin Stefanie Fischer-Steinbach und Heike Schaible, der Leiterin der Kita, über den Zuschlag des Förderprogramms des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Zum ersten April kann eine Fachkraft für Sprachförderung zu 50 Prozent angestellt werden.

Heike Schaible meinte, dies sei ein guter Anlass, den “Tag der Muttersprache” als tolles Fest von verschiedenen Nationen, von denen die Kita besucht wird, miteinander zu feiern. Familien aus sieben Nationen hatten sich, teils gewandet in typische Landeskleidung, darauf eingelassen und kreativ auf den Gästeansturm vorbereitet.

Sieben Stationen

Bei den sieben Stationen in den Gruppenräumen und auf den Fluren der Kita herrschte buntes Treiben. Überall war große Gastfreundschaft und Herzlichkeit zu spüren. Liebevoll angerichtet waren bei allen Nationen die kulinarischen Köstlichkeiten. Landestypisches konnte probiert werden.

“Es geht zu wie auf einem Basar,” sagte ein türkischer Vater und verteilte seinen Tee zu türkischer Musik. In einem Zelt der Station “Türkei”, in dem ältere Frauen saßen, konnte man sich niederlassen oder sich an den Plakatwänden über die Geschichte des Landes informieren.

“Typisch Französisch” ging es an anderer Stelle zu. Hier fand man auch deutsche Wörter, die in Frankreich, und französische Wörter, die in Deutschland gesprochen werden. Bei der Station “USA” stellte man Sportarten des Landes vor und wie überall an den Stationen auch Kinderbücher, Spiele und Info-Material.

Voller Begeisterung erzählte eine Frau über Bräuche in ihrem Land Portugal. An anderer Stelle konnte man das albanische Alphabet lernen oder erfuhr etwas über die Geschichte dieses Landes oder über Mutter Teresa. Die Russlanddeutschen Frauen hatten ihre Station “Russland” bunt dekoriert und eine gemütliche Teestube eingerichtet.

Auch Deutschland war gut vertreten mit typischer Kleidung, Informationen über Land und Leute und, wie überall, mit einem köstlichen Imbiss. Bei jeder Nation gab es einen Maltisch, an dem die Kinder die Flagge des jeweiligen Landes malen konnten. Wer es geschafft hatte, konnte am Schluss des Tages sieben Flaggen mit nach Hause nehmen. Dazwischen gab es für Interessenten an zwei Terminen mehrsprachiges Vorlesen im Turnraum. Jung und Alt konnten sich hier die Bilderbuchgeschichte “Die kleine Raupe Nimmersatt” in deutscher, englischer, türkischer, portugisischer, französischer, russischer und albanischer Sprache anhören. Beim Überraschungstheater spielten die Erzieherinnen zusammen mit begeisterten Kindern die Geschichte “Eine Flaschenpost reist die um die Welt.” Auch hier besuchte man viele Länder und gewann neue Freunde.

Die Fränkische Nachrichten berichtet am 24. März 2011 von einer weiteren Aktion:

Rotkäppchen auf Russisch

Im Kindergarten St. Venantius Wertheim fand kürzlich zum zweiten Mal ein internationales Lesefest statt. In Anlehnung an den Tag der Muttersprache haben Mütter und Erzieherinnen – in ihrer Muttersprache oder einer Fremdsprache – Bilderbücher, Geschichten und Märchen vorgelesen. Es wurde unter anderem Petterson und Findus auf Schwedisch und parallel auf Deutsch vorgelesen, der “Grüffelo” fand in der englischen Sprache großen Anklang bei den Kindern, und die russische Version vom Rotkäppchen wurde von einer Mutter vorgelesen. Nach dem Vorlesen hatten die Kinder die Möglichkeit, die Flaggen der einzelnen Länder anzumalen, die sie am Ende stolz als Flaggenkette mit nach Hause nehmen konnten.

6. Wetzlarer Bibliothekstag

In vielen Sprachen zu Hause

31. Mai 2010
10.00 – 16.30 Uhr
Wetzlar
Stadthalle Wetzlar
Phantastische Bibliothek
Veranstalter:
Phantastische Bibliothek Wetzlar
Turmstraße 20

35578 Wetzlar
Zentrum für Literatur

http://www.phantastik.eu/index.php?option=com_weblinks&view=category&id=85&Itemid=159

Nun schon zum 6. Male laden die beiden Wetzlarer Bibliotheken und mit ihnen kooperierendeOrganisationen sowohl Bibliothekare als auch pädagogische Fachkräfte aus Kita, Tagespflege und Schule ein, um sich gemeinsameinen Tag lang einem bestimmten Thema in Vorträgen und Workshops zu widmen.
In diesem Jahr haben wir unter dem Motto „In vielen Sprachenzu Hause“ das weite Themenfeld
der Zwei- und Mehrsprachigkeit gewählt, um damit dessen Bedeutungals eine der Schlüsselkompetenzen in unserer globalisierten Welt herauszuheben.
Der 6. Wetzlarer Bibliothekstag möchte hierzu Anstöße zur Einschätzung der eigenen Haltungdiesem komplexen und vielschichtigen Thema gegenüber geben – zur weiteren Vertiefungbieten das Zentrum für Literaturund das Forum Sprache & Literacy ganzjährig sowohl eine Ringvorlesungsreihe als auch verschiedene Workshops an.

Stadthalle Wetzlar / Saal 2

Brühlsbachstraße 2 B

Tagesprogramm

ab 9.00 Uhr Einlass und Anmeldung

10:00– 10.15 Uhr Begrüßung und Einführung

10:15-10.45 Uhr Karin Bahlo, Bettina Twrsnick (Modulgruppe Sprache & Literacy für den Hessischen Bildungsplan, Offenbach und Wetzlar):

„Das Kind spricht nicht!“: Wissen und Haltung

pädagogischer Fachkräfte kindlicher Mehrsprachigkeit gegenüber

10.45 – 11.00 Uhr Patricia Hahne-Wolter (SchauHör-Verlag, Köln)

Warum ein „Netzwerk Mehrsprachigkeit“?

11:00– 11.30 Uhr Martina Ducqué (Erzieherin, Fachfrau für frühkindliche Sprachförderung und interkulturelle Kompetenz, Wertheim)

Vortrag in Köln

„Wer das erste Knopfloch verfehlt, kommt mit dem Zuknöpfen nicht zurecht“ (Goethe): Die Wahrnehmung von Sprache und die lautsprachlichen Grundfertigkeiten

11.30 – 12.00 Uhr

Kaffeepause

12.00 – 12.45 Uhr Fredrik Vahle (Lollar)

„Paule Puhmanns Paddelboot:

Lieder und Geschichten aus deiner, meiner und unserer Welt“

12.45 – 14.00 Uhr

Mittagspause

Stadthalle Wetzlar und

Phantastische Bibliothek

14.00 – 16.30 Uhr: Workshops

1.

Fredrik Vahle (Lollar):

„Paule Puhmanns Paddelboot“:

Übungen und Reflexionen mit Liedern und Geschichten aus deiner, meiner und unserer Welt

2. Aygen-Sibel Çelik (Neu Isenburg):

„Geheimnisvolle Nachrichten“

Lesung mit Gespräch: In der spannenden Erzählung findet Erik Zettel, die bei ihm eine

Grusel-Story auslösen, etwa: „bellek ayni karpuz inan“ – Was soll das heißen?

Phantasie und Sprache zum Mitraten

3.

Mihrican Cebi & Virginia Colomba (Offenbach):

Wie gelingen Erziehungspartnerschaften mit Frauen mit Migrationshintergrund in der Kindertagesstätte?

4.

Bettina Twrsnick (Wetzlar) und Lehrer aus Rumänien und Sizilien:

„Literacy“: Die Kompetenz der Zukunft.

Ein Leonardo-EU-Projekt für weiterführende Schulen:

mit Beispielen unterschiedlicher Schulbibliotheksprojekte

und -konzepte

5.

Martina Ducqué (Wertheim)

" Komm, lass uns Freunde sein – Arkadaslar elele"

Wie kann der Schriftspracherwerb ganzheitlich gefördert werden? Ein Praxisbeispiel zum eigenen Erkunden

Eigene Anmerkung:
Beispiel aus einem Projekt mit Senioren, bei dem die Kinder ihre eigenen Aufzeichnungen nutzten um den Liedtext zu vermitteln und die Merkfähigkeit der älteren Bewohner zu unterstützen.

6.

Kerstin Leis & Simone Vetter (IMeNS, Lahn-Dill-Kreis):

„Große Bilder für kleine Leute“: Wie das Bilderbuchkino Lust aufs Lesen

macht

Stadthalle Wetzlar / Gartensaal

Brühlsbachstraße 2

Veranstalter:

Phantastische Bibliothek Wetzlar
Turmstraße 20
35578 Wetzlar

Zentrum für Literatur
Turmstraße 20
35578 Wetzlar

Stadtbibliothek Wetzlar
Domplatz 15
35578 Wetzlar

Landesarbeitsgemeinschaft
Schulbibliotheken in Hessen e.V.
Dahlienweg 17
35396 Gießen

Staatliches Schulamt
für den Lahn-Dill-Kreis
und den Kreis Limburg-Weilburg
Frankfurter Straße 20-22
35781 Weilburg

Kreisausschuß des Lahn-Dill-Kreises
Abt. Bildung und Liegenschaften
IMeNS-Zentrale
Karl-Kellner-Ring 51
35576 Wetzlar

Stadtbibliothek
Wetzlar

Landesarbeitsgemeinschaft
Schulbibliotheken in Hessen e.V.

Staatliches  Schulamt
für den Lahn-Dill-Kreis
und den Kreis
Limburg-Weilburg

IMeNS
Lahn-Dill-Kreis


http://www.wetzlar.de/media/custom/370_10188_1.PDF

Eigener Kommentar:

Wer das erste Knopfloch verfehlt, kommt mit dem Zuknöpfen nicht zu Recht

Eine runde Sache!

Eine informative und rundrum gelunge Veranstaltung.

Vielen Dank für die Einladung,

die interessanten Fragen und die ausgezeichnete Zusammenarbeit.

Mein besonderer Dank geht an die Teilnehmer des Workshops, die mir neue Impulse gaben und mit denen die Durchführung sehr fruchtbar war.Kommt lasst uns Freunde sein

Liebe Frau Ducqué,
ich möchte Ihnen für Ihren Einsatz gestern danken.
Hier die Auswertung des Workshops:
Alle Teilnehmer haben für folgende Punkte die Bestwertung gegeben:
- Die Veranstaltung bot Anregungen für meine Arbeit
- Die Veranstaltung enthielt für mich neue Informationen
- Die Inhalte wurden gut und verständlich präsentiert
- Die Arbeitsatmosphäre war gut
- Ich bin mit der Veranstaltung insgesamt zufrieden

Viele Grüße

Peter Riffenach schrieb:”Aktionstag Mehrsprachigkeit”:

Interessierte bei einer deutsch/türkischen Lesung

Arkadensaal in einen “Marktplatz der Möglichkeiten” verwandelt / Bedeutung von Sprache(n) herausgestellt
Förderung von Intelligenz und Identität

Wertheim. Sie hatte schon etwas von einem “Marktplatz”, die Szenerie am Freitagnachmittag im Arkadensaal der Wertheimer Hofhaltung. Man stand in kleineren und größeren Gruppen zusammen, es wurde geredet, diskutiert, erzählt, man blätterte in Büchern, aß und trank. Und genau so war es auch geplant, beim “Marktplatz der Möglichkeiten” anlässlich des “Aktionstages Mehrsprachigkeit”. Den hatte das “Netzwerk Mehrsprachigkeit” geplant und organisiert, mit zahlreichen Veranstaltungen in Kindergärten und Schulen und mit eben diesem großen Zusammentreffen am Nachmittag im Arkadensaal (wir berichteten).

Dirk Jüttner, gemeinsam mit Martina Ducque federführend in der Main-Tauber-Stadt, begrüßte “alle Sprachbegeisterten” – und das waren eine ganze Menge. Ihnen erzählte er von einem seiner Kindheitsträume, nämlich mit allen Menschen in ihrer Sprache reden zu können. “Aber die Wunschfee ist leider nicht vorbeigekommen.” Zu 100 Prozent erfüllt werden kann der Wunsch wohl auch nicht vom “Netzwerk Mehrsprachigkeit”. Aber einen Teil dazu beitragen schon.

Die Vorsitzende des im Mai vergangenen Jahres gegründeten gleichnamigen Vereins, Patrizia Hahne-Wolter aus Köln, lobte in ihrem Grußwort erst einmal alle Verantwortlichen, die in der Tat Beachtliches auf die Beine gestellt hatten. Wertheim, sagte sie, sei in der Vergangenheit auch für revoltierende demokratische Buchdrucker interessant gewesen und habe heute einen Namen als Standort für vielfältige Industriebetriebe.

“Die Arbeitnehmer kommen aus unterschiedlichen Herkunftsländern, und die Anbindung an den globalen Markt fordert alle Bürger und Unternehmer. Wie in einem Brennglas bündeln sich hier Bedürfnisse, Anspruch und Herausforderungen, denen sich auch andere Städte Deutschlands gegenübersehen.” Fremdsprachenkenntnisse seien ebenso gefragt, wie allgemeine Deutschkenntnisse. “Aber das allein reicht nicht.” Nötig sei auch eine Offenheit gegenüber kulturellen Hintergründen und babylonischer Sprachenvielfalt.

Für das Netzwerk sei es stimmig, den Aktionstag gerade in Wertheim zu begehen. Mit der Übernahme der Schirmherrschaft durch Oberbürgermeister Stefan Mikulicz “bezeugen Sie, dass sie den neuen Ideen der Mehrsprachigkeit unvoreingenommen gegenüberstehen”.

Die Rednerin stellte den Verein vor, dessen Vorsitzende sie ist, und sagte, der Respekt vor der Herkunftssprache und die Förderung der Verkehrssprache Deutsch bestimme dessen Diskurs. “Wir möchten den oft einseitigen und aufgeheizten Diskussionen um Integration und Migration eine zukunftsorientierte und sachlich geführte Debatte entgegensetzen.”

Oberbürgermeister Mikulicz stellte fest, es würden “viele Register gezogen, um Kindern Sprache und Mehrsprachigkeit zu vermitteln”. Dies fördere nicht nur die Intelligenz, sondern auch die eigene Identität und das Einfinden in die neue Heimat. In frühester Kindheit bereits würden die Pfade angelegt, die Jugendliche später befähigten, im Leben und im Beruf zu bestehen. “Als Kommune sind wir sehr stark bemüht, Sprache und Sprachkompetenz zu fördern”, versicherte der Oberbürgermeister. Dies geschehe auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und sei nicht zuletzt im Interesse der heimischen Wirtschaft. Jedes Kind müsse befähigt sein, später einmal eine Ausbildung erfolgreich zu absolvieren.

Mikulicz dankte insbesondere Martina Ducque, die dem Netzwerk beigetreten sei und die Bedeutung eines Aktionstages herausgestellt und verankert habe. “Das Thema wird in Wertheim sehr ernst genommen und bestimmt den Kurs der Kommunalpolitik mit”, so der OB abschließend.

Dann war es Zeit für “Geschenke”. Blumen gab es für Patrizia Hahne-Wolter und von ihr für Martina Ducque. Ihr überreichte die Vorsitzende des Vereins auch einen “Wanderpokal für besonders gelungene Projekte”. Dank der Unterstützung des Lions Club Wertheim konnten mehrere Bücherkisten zum Thema Mehrsprachigkeit angeschafft werden. Eine davon überreichten der amtierende Präsident Alois Sans und Sekretärin Susanne Eberhard an Nimet Seker, Öffentlichkeitsbeauftragte der türkisch-islamischen Gemeinde. Eine weitere Bücherkiste geht an die Stadtbücherei Wertheim, die an diesem Nachmittag durch Doris Neugebauer vertreten war. Und eine dritte wird eine “wandernde Bücherkiste”, die verschiedenen Einrichtungen zur Verfügung steht. Großzügige Unterstützung gewährte dem “Aktionstag Mehrsprachigkeit” das Fürstenhaus zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg.

Zahlreiche Mitglieder der türkisch-islamischen Gemeinde sorgten für das leibliche Wohl der Besucher des “Marktplatz der Möglichkeiten”. ek

Fränkische Nachrichten
01. März 2010

Die Wertheimer Zeitung schrieb am 1 März 10 :

http://www.main-netz.de/nachrichten/region/wertheim/wertheim/art4003,1111616

Kinder entdecken fremde Sprachen
Mehrsprachigkeit: Aktionstag mit Lesungen in Grundschulen und Kindergärten – Literaturpräsentationen im Rathaus
Wertheim In Zeiten zunehmender Globalisierung wird es immer wichtiger, Kinder früh mit Fremdsprachen vertraut zu machen. Andererseits ist es für das Gelingen von Integration wichtig, dass Kinder mit Migrationshintergrund über gute Deutschkenntnisse verfügen. Zu beidem will das Netzwerk Mehrsprachigkeit beitragen, das am Freitag einen Aktionstag in Wertheim veranstaltet hat.

Dabei kamen mehrere hundert Kinder in Wertheimer Grundschulen und Kindergärten am Vormittag in den Genuss einer kostenlosen Veranstaltung. »Die Nachfrage war so groß, das wir pro Referentin zwei Termine anbieten mussten«, sagt Martina Ducque. Sie ist Erzieherin und Fachkraft für frühkindliche Sprachförderung und interkulturelle Kompetenz bei der Stadt Wertheim. Gemeinsam mit Dirk Jüttner von JP Design aus Wertheim organisierte sie die Veranstaltungen.
So las beispielsweise die Illustratorin Gül Kurtulus in den Kindergärten Waldenhausen und Reicholzheim in Deutsch und Englisch aus ihren Umweltbüchern zu den vier Elementen Feuer, Wasser, Luft und Erde vor. Dafür hatte sie sich kostümiert und neben den Büchern auch großformatige Bilder mitgebracht, die die Hauptakteure ihrer Werke zeigten. Die Kinder lauschten ihren Ausführungen mit großer Aufmerksamkeit.
Eigene Geschichte ausgedacht
Keine Lesung im klassischen Sinne hatte sich Patricia Hahne-Wolter für die Kinder der Kindergärten Urphar und Grünenwört ausgedacht. »Meine Wörter reisen« lautete der Titel des Buches, anhand dessen Bilder sich die Kinder eine eigene Geschichte ausdachten. Wer von Hahne-Wolter einen Ball zugeworfen bekam, durfte die Geschichte weiter erzählen.
In allen Einrichtungen waren die Kinder eifrig bei der Sache. »Aus ruhigen werden aktive Kinder und das Bilderbuch regt zum Sprechen an«, kommentierte eine Erzieherin des Kindergartens Urphar. Ihre Kolleginnen aus Bettingen und Lindelbach sagten zu dem Buch »Wer spricht denn da«: »Die Kinder lernten in der kurzen Zeit vier Sprachen kennen und waren total begeistert.«
Der Nachmittag stand beim sogenannten Marktplatz der Möglichkeiten im Arkadensaal ganz im Zeichen von Mehrsprachigkeit und der Präsentation zahlreicher Bücher. »Hier wird eindrucksvoll gezeigt, wie alle Register gezogen werden können, um Kindern mehrsprachige Kompetenz zu vermitteln«, sagte Oberbürgermeister Stefan Mikulicz, der Schirmherr der Veranstaltung war. »Mehrsprachigkeit fördert den Intellekt der Kinder«, sagte der OB. Gemeinsam müssten neben dem Elternhaus vor allem Kindergärten und Schulen Anstrengungen unternehmen, um Sprachkompetenz zu fördern, meinte Mikulicz. Er versicherte, dass das Thema von der Stadt, Schulen und Kindergärten sehr ernst genommen werde.
Die Herausforderung eines globalen Marktes forderten Bürger und Unternehmen gleichermaßen, sagte die Vorsitzende des Netzwerkes Mehrsprachigkeit, Patrizia Hahne-Wolter. »Fremdsprachenkenntnisse sind deshalb so wichtig, wie Deutschkenntnisse«, erklärte sie. Nötig sei auch Offenheit gegenüber kulturellen Hintergründen. Eine wichtige Voraussetzung dafür sei, Kindern die Freude am Lesen zu vermitteln. »Alles andere kommt von alleine.«
Patrizia Hahne-Wolter freute sich über eine Spende des Lions-Clubs und des Fürstenhauses für das Netzwerk. Dank der großherzigen finanziellen Unterstützung sei es möglich, der Stadtbücherei und dem türkisch-islamischen Verein drei Kisten mit mehrsprachigen Büchern zur Verfügung zu stellen. Zudem werde eine Bücherkiste bereit gestellt, die von Schulen und Kindergärten ausgeliehen werden können. Symbolisch nahm Nimet Seker von der türkisch-islamischen Gemeinde eine Bücherkiste entgegen.
Neben dem Kennenlernen mehrsprachiger Druck-Erzeugnisse für Kinder und dem Erfahrungsaustausch standen am Nachmittag auch verschiedene Seminare auf dem Programm. So erklärte Iris Wolf von der Agentur für Leseförderung Eulenwolf, wie man das richtige zweisprachige Buch findet. Corina Schuhkraft-Wadle von »Ibambiboo« präsentierte einige zweisprachige Bildwörterbücher.
Lesungen für Jungen und Mädchen
Dirk Jüttner stellte unterschiedlichste Wörterbücher und deren Einsatzmöglichkeiten im Grundschulunterricht und in Kindertagesstätten vor. Darüber hinaus fanden für die kleinen Besucher auch noch diverse Lesungen aus zweisprachigen Büchern statt.
Peter Riffenach
(Fotos/ quelle privat)

“Treffpunkt Mehrsprachigkeit” auf der didacta Köln 2010


Unsere Kinder wachsen in einer Welt auf, die sich in jeder Beziehung ständig weiter entwickelt und vernetzt. Spielen mit verschiedenen Sprachen bereitet viel Freude und Spaß. Sie erfinden neue Wörter, benutzen gerne auch „Geheimsprachen“, um sich untereinander zu verständigen. Kinder lieben es, mit fremden Wörtern zu spielen, sie genießen Klang und Melodie von Sprachen und experimentieren damit.
Die frühe Mehrsprachigkeit sollte allen Kindern ermöglicht werden. Es ist ein großer Vorteil. Sie entwickeln dadurch mehr Verständnis für andere Menschen, Länder und Kulturen und lernen leichter andere Fremdsprachen.
Alle diese Fragen und noch mehr werden wir als mehrsprachige Verlage, Autoren, Übersetzer, Bibliotheken, Pädagogen und Wissenschaftler gerne mit Fachleuten und interessierten und offenen Menschen besprechen – also mit Ihnen!
Am Treffpunkt Mehrsprachigkeit erleben Sie Diskussionen und (musikalische) Lesungen für Kitas, Schulen, Bibliotheken und andere interessierte Messebesucher.

Herzlich Willkommen beim Netzwerk Mehrsprachigkeit e.V.
Wann und Wo:
16.03. – 20.03.2010
09:00 – 18:00 Uhr
Halle 7, Stand A57
Veranstalter:
Netzwerk Mehrsprachigkeit e.V.
Barbarastr. 27
50996 Köln
Telefon: 02238-474826
Telefax: 02238-474827
www.verein-mehrsprachigkeit.de

http://www.didacta-koeln.de/diemesse/kindergarten.php#treffpunkt

Eigene Anmerkung:
Großes Interess zeigte der Veranstalter an der Vorstellung des Sonderprogrammes “KOMM in AKTION”, ein Sprachförderprojekt der Stadt Wertheim, welches ich im Rahmen unseres Auftritts auf der didacta, präsentieren werde.

“KOMM in AKTION”

“KOMM in AKTION” auf der didacta Köln 2010