Sprache – Kultur – Kompetenz Martina Ducqué

Erzähle mir und ich vergesse, zeige mir und ich erinnere mich, lass mich tun und ich verstehe. (Konfuzius)

Beiträge mit Schlagwort Lese- und Literaturpädagogik

 

Bilderbuchpreis HUCKEPACK 2018

Mit Bilderbüchern Kinder stärken!

Preisträgersiegel
Preisträgersiegel
© AG Bücher für Vorleser

Seit 2016 verleihen das Bremer Institut für Bilderbuchforschung (BIBF) und das Projekt „Vorlesen in Familien“ der Phantastischen Bibliothek Wetzlar den vom pädagogischen Verlag „das netz“ mit 1000 Euro dotierten Bilderbuchpreis HUCKEPACK an Bilderbücher, die nicht nur durch ihr Zusammenspiel von Text und Bild überzeugen, sondern darüber hinaus in besonderer Weise dazu geeignet sind, Kinder im Rahmen des Vorlesens emotional zu stärken. Auf der Shortlist für den HUCKEPACK-Preis 2018 stehen elf Bilderbücher, die nach Meinung der Jury in hohem Maße dazu geeignet sind, Kindern das Gefühl zu vermitteln, wertgeschätzte Mitglieder der Gesellschaft zu sein. In den Büchern würden sich Erwachsene und Kinder auf Augenhöhe begegnen, zudem regten die Geschichten dazu an, sich in andere hineinzuversetzen. Das Preisbuch 2018 wurde am 14. April 2018 im Rahmen der fachwissenschaftlichen Tagung „Mit dem Herzen beim Anderen – Mit Bilderbüchern Empathie fördern“ in Weimar bekannt gegeben.

HUCKEPACK-Preisträgerin 2018
Aus ins­ge­samt 209 vorliegenden Bilderbüchern wählte die HUCKEPACK-Jury ein­stimmig das Preisbuch 2018 aus:

Ich war’s nicht!, sagt Robinhund
Von Lima de Faria
Aus dem Dänischen von Kerstin Schöps
Mixtvision, 2017
Cover

„Das war ich nicht!“ – Wohl kaum ein anderer Satz kann in so ureigener kindlicher Empörung geäußert werden und dabei doch sofort auf Zweifel stoßen. Denn sehen Erwachsene in der Verleugnung einer Tat nicht fast automatisch ein kleines Schuld­eingeständnis? Robinhund jedenfalls stößt auf wenig Verständnis, als er in der Kita die Milch umstößt, beim Schaukeln zu wild ist und dann auch noch mit dem Fußball ein anderes Kind in den Bauch trifft. „Ich war’s nicht!“, sagt Robinhund jedes Mal aufs Neue, doch niemand glaubt ihm – alle haben ja genau gesehen, was er gemacht hat. Und sollte jemand nicht genau hin­geguckt haben, dann ist da ja noch der hilfsbereite kleine Tino, der immer mit dem Finger auf Robinhund zeigt, wenn etwas passiert.

Für Robinhund ist dieser Tag im Kinder­garten kein guter Tag. Und schaut man sich an, wie das Bilderbuch beginnt, dann gibt es wohl noch viele weitere Tage, die keine guten Tage für ihn sind.

Robinhund geht mit deutlichem Widerwillen in die Kita, muss von seinem großen Bruder regelrecht hingezerrt wer­den. „Die sind alle doof“, murmelt Robin­hund dabei vor sich hin, aber sein großer Bruder geht nicht weiter darauf ein.
Tatsächlich sind ja – objektiv betrachtet – auch gar nicht alle doof. Als Robinhund mit einiger Verspätung in der Kita eintrifft, wird er von der Erzieherin und ein paar Kindern schon an der Tür erwartet. Besonders Fritzi freut sich, ruft „Endlich!“ und wirft die Arme in die Luft. Fritzi ist es auch, der jubelt, als die Milch umfällt. Es sieht ja auch so lustig aus, wie sie Onno ins Gesicht spritzt und er dann so verdattert guckt. Erzieherin Hedda findet das weniger lustig, als sie Onno die Augen auswischt, und so schlägt sie vor, dass Fritzi und Robinhund doch draußen spielen könnten.

Jetzt möchte Fritzi gern hoch und wild schaukeln, viel höher, als erlaubt ist (wie Tino hilfreich anmerkt). Und wieder ist es Onno, der alles abbekommt. Erst die Milch, und jetzt den ganzen Fritzi, der im hohen Bogen durch die Luft geflogen kommt, weil das Halteseil der Schaukel reißt.

„Er war’s schon wieder!“ erklärt der kleine Tino hilfreich, als Hedda nach dem Rechten sieht. „Aber das war ich nicht!“, sagt Robinhund, der betreten daneben steht.

Wenig später ist zum Glück schon wieder alles vergessen. Robinhund spielt weiter mit Fritzi. „Schieß so fest du kannst!“, ruft Fritzi und Robinhund schießt, voller Begeisterung!

Endlich fühlt er sich so richtig wohl!

Die Freude indes währt nur kurz, weil der arme Onno schon wieder im Weg steht und der Erzieherin nun die Geduld reißt. Robinhund muss zu Sonja ins Büro! Hier kommt er schon gar nicht mehr dazu, seine Unschuld zu beteuern. Es gibt in Sonjas kleinem Büro kaum Raum für ihn, der sich klein und elend fühlt. In Robinhunds Wahr­nehmung ragt Sonja bedrohlich und über­menschlich groß vor ihm auf. Da bleibt nur die Flucht! Robinhund versteckt sich – vor Sonja und Hedda, vor seinen Freunden, vor diesem ganzen dummen Tag und beschließt, nie mehr herauszukommen.

Es ist ein herzzerreißendes Bild über eine ganze Doppelseite, mit dem Alice Lima de Faria diesen anderen Robinhund einfängt.

Nicht den knurrigen der ersten Seiten, nicht den spielenden, sondern den, der sich so allein und unverstanden fühlt, dass ihm eine dicke Träne über die Wange rinnt. So ist es gut, dass diese Schwere gleich nach dem Umblättern aufgehoben wird: Robin­hunds Bruder ist da. Er ist da und findet und ver­steht den kleinen Robinhund, der das doch alles nicht war. Nicht das mit der Milch, nicht das mit der Schaukel und auch nicht das mit dem Ball – einfach weil er nichts, rein gar nichts von alledem mit Absicht gemacht hat!

Ich war’s nicht!, sagt Robinhund ist eines dieser besonderen Bilderbücher, in denen durch eine kaum wahrnehmbare kleine Drehung die kindliche Wahrnehmung in den Vordergrund gerückt wird. Alice Lima de Faria gibt damit all den Kindern eine Stimme, die es noch nicht vermögen, sich selbst mit Worten zu verteidigen. Sie trägt mit ihrem wunderbar warmherzigen und dabei so anrührend illustrierten Bilderbuch dazu bei, dass erwachsene Vorleser nach­denklich werden. Wie oft haben sie schon „Das war ich nicht!“ gehört, ohne sich zu fragen, was für tiefere Gedanken womöglich hinter diesen Worten steckten.

Das Bilderbuch trägt dazu bei, mehr Ver­ständnis für diejenigen Kinder zu schaffen, auf die immer irgendjemand mit dem Finger zeigt. Gleichzeitig regt es die Erwachsenen zur kritischen Reflexion an: Niemand von uns möchte so furcht­einflößend erscheinen, wie hier Sonja in ihrem Büro. Doch sollten wir Großen nicht vergessen, dass wir genau diese Wirkung haben können auf Kinder, die sich ohnehin schon klein und elend fühlen. Was hier im Ungleichgewicht gezeigt wird, rückt Robin­hunds Bruder wieder gerade: »Wenn er sich zu Robinhund hinunterbeugt, dann sind sie gleich groß«, heißt es zu Beginn des Bilderbuchs. Und es ist dieses Bild, das wir im Herzen bewahren sollten!

Über die Autorin
Alice Lima de Faria, 1968 geboren, ist eigentlich eine norwegisch-schwedische Büh­nen­bild­ne­rin und Illustratorin, die ihre Ausbildung an der Hochschule für Design und Kunsthandwerk in Göteborg/Schweden und der Danmarks Designskole in Kopen­hagen absolvierte.

„Ich war’s nicht!, sagt Robinhund“ ist ihr Debüt als Bilderbuchautorin. Seither hat sie weitere Geschichten verfasst, die vom schwedischen Fernsehen umgesetzt wer­den. Auch ein weiteres Bilderbuch hat sie in der Zwischenzeit publiziert.

Robinhund wird im Bilderbuch immer wieder beschuldigt, etwas getan zu haben, an dem er sich unschuldig fühlt. „Ich war’s nicht!“, sagt er, wenn wieder mit dem Finger auf ihn gezeigt wird. Der berührende Wendepunkt tritt ein, wenn klar wird, dass er sich unschuldig an allem fühlt, das er nicht absichtlich angestellt hat – ein Umstand, den die meisten Erwachsenen wohl anders sehen. Das Bilderbuch regt dazu an, zweimal nachzudenken, bevor man mit einem Kind schimpft und zwischen Missgeschicken, die einfach so passieren, und anderen Situationen, in denen vorsätzlich gehandelt wurde, zu unterscheiden.

HUCKEPACK-Bestenliste 2018 (die Reihenfolge entspricht keiner Wertung):

Zwei Meter bis zum Meer
Von Bruna Barros
Edition Orient, 2017

Haselnusstage
Von Emmanuel Bourdieu (Text) & Zaü (Illustration)
Aus dem Französischen von Maren Illinger
MinEdition, 2017

Stromer
Von Sarah V. & Claude Dubois
Aus dem Französischen von Tobias Scheffel
Moritz Verlag, 2017

Meine neue Mama und ich
Von Renata Galindo
Aus dem Englischen von Thomas Bodmer
NordSüd Verlag, 2017

Wut
Von Susana Gomez-Redondo (Text) & Aparicio Català (Illustration)
Aus dem Spanischen von Mona Steigerwald
Alibri, 2017

Alfonso, das macht man nicht
Von Daisy Hirst
Aus dem Englischen von Sophie Birkenstädt
Aladin, 2017

Von der Kostbarkeit des Wassers
Von Anne Jonas (Text) & Marie Desbons (Illustration)
Tintentrinker, 2017

Walter kriegt Besuch
Von Paula Metcalf
Aus dem Englischen von Meike Blatzheim
Magellan, 2017

Otto war nicht begeistert
Von Jutta Richter (Text) & Jacky Gleich (Illustration)
Hanser, 2017

Anton auf dem Baum
Von Michael Wrede
minEdition, 2017

HUCKEPACK – Jury 2018
Die HUCKEPACK-Jury setzt sich alternierend aus den Mitgliedern der „AG Bücher für Vorleser“ zusammen, einer Arbeitsgruppe, die jedes Jahr die besten Bilderbücher für das Projekt „Vorlesen in Familien“ auswählt.

Maren Bonacker
Kinder- und Jugendabteilung der Phantastischen Bibliothek Wetzlar

Sabine Coldehoff
Buchhändlerin

Martina Ducqué
Erzieherin, Fachkraft für frühkindliche Sprachförderung und interkulturelle Kompetenz

Prof. Dr. Jochen Hering
Bremer Institut für Bilderbuchforschung (BIBF), Universität Bremen

Prof. Dr. Sven Nickel
Bremer Institut für Bilderbuchforschung (BIBF), Universität Bremen

Angelika Nitschke
Projektleiterin und Koordinatorin des Projekts »Vorlesen in Familien«, Wetzlar

Svenja Partheil
Projektmanagerin des Projekts »Vorlesen in Familien«, Wetzlar

Dipl. Bibl. Bettina Twrsnick
Lese- und Literaturpädagogin, Leiterin der Phantastischen Bibliothek Wetzlar

Hanne Verloh
ehem. Gesamtschullehrerin und Päd. Leitung des Zentrums für Literatur, Rezensentin der AJuM der GEW

Kontakt:
Angelika Nitschke
Projektleitung „Vorlesen in Familien“
Phantastische Bibliothek Wetzlar
Turmstraße 20
35578 Wetzlar
Tel.: (06441) 4001-46
E-Mail: vif@phantastik.eu
www.phantastik.eu/projekte/vorlesen-in-familien.html

Bremer Institut für Bilderbuchforschung (BIBF)
Universität Bremen, Fachbereich 12
Universitäts-Boulevard 11/13
28359 Bremen
Tel.: (0421) 218-69430 (tgl. 12-13 Uhr)
E-Mail: bibf@uni-bremen.de
www.bibf.uni-bremen.de

Empathie im Bilderbuch

Messen wir den Wert einer Gesellschaft an ihrem Umgang mit Schwächeren, beispielsweise am Umgang mit Kindern und Armen, dann gehört Empathie, die Fähigkeit zu Mitgefühl und Mitleid, zu den wichtigsten Erziehungszielen in der frühen Kindheit. In der Schule kommt die Pflege dieser Fähigkeit eher zu kurz, weil sie zum Erbringen hoher Leistungen nicht notwendig ist. Umso wichtiger ist es, in der frühkindlichen Erziehung hier einen Schwerpunkt zu setzen.

Bilderbücher mit ihren Geschichten und emotionsstarken Illustrationen helfen, die kindliche Fähigkeit zur Empathie zu pflegen und zu fördern. Und der Huckepack-Bilderbuchpreis zeichnet genau solche Geschichten und Bilder aus, die Kinder in besonderer Weise in ihrer inneren Entwicklung unterstützen.

Elf Huckepack-Bilderbücher stellt dieses Betrifft KINDER Extraheft vor, nämlich die, in denen sich nach Meinung der HUCKEPACK-Jury für Kinder in besonderer Weise die Fähigkeit zur Empathie spiegelt. Verbunden sind die Beitäge zu den Bilderbüchern mit wissenschaftlichen Erklärungen und praktischen Anregungen für die Arbeit in der Kita, wo das Thema Empathie immer eine Rolle spielt.

 

Jochen Hering (Hrsg.)
Mit dem Herzen beim anderen
Empathie im Bilderbuch
42 Seiten, Weimar 2018
ISBN 978-3-86892-148-9

 

Mit einem Beitrag von mir zum Bilderbuch “ Wut“.

WETTERAUKREIS – (ihm).

Die Ernst-Ludwig-Buchmesse steht in Bad Nauheim wieder auf dem Programm.

Besucher erwartet am Wochenende ein modernes Angebot rund ums Thema Buch.

Ort ist die Trinkuranlage (Ernst-Ludwig-Ring 1), der Eintritt ist frei.
Meine Kollegin Claudia Lang  von der Leseflotte ist vor Ort und steht Rede und Antwort.

https://www.kreis-anzeiger.de/lokales/wetteraukreis/landkreis/rund-ums-geschriebene-wort-am-wochenende-ernst-ludwig-buchmesse-in-bad-nauheim_18611976.htm

Und wieder mal Programm studieren, Termine vereinbaren und mit großer Freude Koffer packen. Auf nach Leipzig!

Das Team von Abenteuer Buch begrüßt seine neue Kollegin Martina Ducqué.

Martina ist seit 27 Jahren als Erzieherin tätig, bildete sie sich 2004 mit dem Schwerpunkt frühkindlicher Sprachförderung fort und arbeitet seit einigen Jahren als Fachkraft für interkulturelle Kompetenz. Außerdem ist sie ausgebildete Lese- und Literaturpädagogin. Für Martinas Arbeit ist die frühkindliche (Sprach-)Entwicklung und der Themenkomplex Mehrsprachigkeit zentral. Dem folgend entwickelt sie für verschiedene öffentliche und private Einrichtungen Projekte und Konzepte, etwa für Kindertagesstätten – hier speziell im Rahmen von „Frühe Chancen“. Als Autorin zahlreicher Publikationen und Referentin in der Erwachsenenbildung wirkt sie im gesamten deutschsprachigen Raum.

Wir freuen uns, mit Martina eine vielseitig begabte Kollegin im Team zu haben, die mit ihren Ideen und Angboten Abenteuer Buch um neue Fortbildungen und kreative Projekte bereichern wird.

Herzlich Willkommen im Team!

 

„Integranz“ (ein Wortspiel aus Integration und Toleranz) und der Mosaik Verein Wertheim haben das Theater “ Blinklichter“ aus St. Leon Rot eingeladen um das türkische Märchen “ die verliebte Wolke“ in Wertheim, in der Aula alten Steige, am 14.11.14 um 15:50 Uhr, auf zu führen.

Die Pressemitteilung aus der Wertheimer Zeitung

20 Kinder im Alter von 10 -13 Jahren trafen erwartungsvoll auf der Burg zu Wertheim ein.

Heute sollte es soweit sein, die jährlich stattfindende Burggruselnacht im Rahmen des FidS Programmes wird gleich beginnen.

 

Als erstes wurden die Quartiere im alten Archiv in Beschlag genommen und die Lager für die Nacht gerichtet. Nach und nach zog es die Kinder in den Burggraben wo ein Lagerfeuer deutlich den Treffpunkt markierte. Horst Lotz nahm alle Kinder in Empfang und als ob sie ahnten, was gleich passieren würde, setzten sie sich in „Grüppchen“ ganz nah zu einander. Und dann startet die Burgruselnacht mit folgenden Worten:

Billy Harper hat einen Totenkopf auf dem linken Handrücken tätowiert – einen grinsenden Schädel, eingeätzt in seine lederne Haut. Es war die Hand, die er zu Töten brauchte, so sagte er zumindest….(aus „Schauergeschichten vom schwarzen Schiff“, Pitch, von Chris Priestley)

 

Es wurde ganz still und alle Kinder lauschten der 30 minütigen Lesung von Lese- und Literaturpädagogin Martina Ducquè, die es verstand eindrucksvoll, spannend und gruselig den Text zu intonieren.

 

 

Anschließend zogen die Kinder mit Fackeln auf ihren Erkundungsgang durch den Wald – ob ihnen Pitch, der Schiffskater wohl begegnen würde? Nach 1stündiger Wanderung, sicher geführt durch E. Reuer, kamen die Kinder erleichtert wieder in den Mauern der Burg an. Dort stand zur Stärkung warmen Punsch und der Grill bereit, auf dem sofort die mitgebrachten Speisen zu bereit wurden.

Während die Kinder wieder zu Kräften kamen baute Bousch Bararossa seine Materialien für die mit Geräuschen eindrucksvollen Erzählungen und die musikalischen Darbietungen auf. Und wieder war das Grauen da. Diesmal durch die Lieder, Geräusche und das Schauspiel. Doch ein gemeinsames Lied zum Abschluss sorgte dafür, dass alle Kinder mit einem Lachen ihre Nachtquartiere bezogen.

Nach einer kurzen Nacht wurden die Kinder alle wohlbehalten von ihren Eltern abgeholt.

Ob Sie Pitch wohl nochmal begegnen?

 

 

 

 

 

In der „Wertheimer Zeitung“ erschien am 27.10.2014 folgender Artikel:

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Das Kernthema des Verbandes ist die Einrichtung der bundesweiten Weiterbildungsmaßnahme

Lese- und Literaturpädagoge/in

zur Qualitätssicherung lesefördernder Maßnahmen für Kinder und Jugendliche

Die Weiterbildung  Lese- und Literaturpädagoge/in wendet sich an alle, die sich individuell und passgenau qualifizieren oder auf eine veränderte berufliche Tätigkeit vorbereiten wollen, insbesondere

  • Erzieher/innen

  • Lehrer/innen

  • Sozialpädagogen/innen

  • Buchhändler/innen

  • Bibliothekare/innen

Die Weiterbildung umfasst insgesamt 600 Stunden (inkl. Selbststudienzeiten) sowie 400 Praxisstunden in den Bereichen:

  • Pädagogik und Entwicklungspsychologie [40 UE]
  • Kinder- und Jugendliteratur [164 UE]
  • Planung, Organisation, PR und Management [36 UE]
  • Erzählen, Vorlesen und Schreiben [40 UE]
  • Literacy und Lesedidaktik [76 UE]

[Mindestens 356 UE; 56 UE sind frei wählbar.]

Die Seminare können bei verschiedenen in einem Modulsystem absolviert werden.Auf diese Weise können Sie Ihre Weiterbildung zeitlich individuell gestalten. Dder Bundesverband empfiehlt, diese in maximal 3 Jahren zum Abschluss zu bringen.

Die Weiterbildung schließt mit einer zentralen Prüfung ab, bestehend aus einer schriftlichen Abschlussarbeit sowie einem Kolloquium. Die bestandene Prüfung berechtigt zur Führung des Titels Lese- und Literaturpädagoge/in und wird mit einem Zertifikat bestätigt, welches der Bundesverband Leseförderung e.V. ausstellt.

 

Die detalierten Seminarbeschreibungen:

Grundkenntnisse alters- und geschlechtsspezifischer Entwicklungs- und Bildungsphasen

Wer das erste Knopfloch verfehlt, kommt mit dem Zuknöpfen nicht zu Rande“ (Goethe). In keiner anderen Lebensphase lernt der Mensch mit gleicher Intensität und Geschwindigkeit wie im Kleinkindalter. Welche Fähigkeiten ein Kind wann erlangt, bestimmen sogenannte Entwicklungsfenster. Kinder brauchen eine an ihren Entwicklungsverläufen orientierte Gestaltung von Bildungs- und Lernmöglichkeiten. Sie brauchen für ihre Entwicklung Anregungen und Erwachsene, die sich dieser Aufgabe stellen. Diese Fragen werden Inhalt dieses Seminars sein:  Was sind sensible Entwicklungsfenster und Selbstbildungspotentiale? Woran erkenne ich, was die  Kinder brauchen? Wie kann ich sie fördern, um ihre Entwicklung zu unterstützen? In Gesprächen und mit Filmsequenzen befassen wir uns mit dem Thema und überlegen, wie wir unsere  Erkenntnisse in die Praxis umsetzen können.

Referentin: Martina Ducqué

Termin: Samstag, 23. März 2013 von 10.00 bis 17.00 Uhr

Deine – meine – unsere Sprache: das Thema Mehrsprachigkeit

Diversität – und damit Multilingualität – ist Normalität, fast überall in unserer globalisierten Welt. Aber (noch) führt dies in einem monolingualen Deutschland nicht überall zu den erforderlichen Konsequenzen. Welche Chancen sich jedoch aus dem Umgang mit vielen Kulturen und deren Sprachen ergeben können, wird in diesem Workshop gemeinsam erarbeitet.

Referentin: Martina Ducqué

Termin: Samstag, 13. April 2013 von 10.00 bis 17.00 Uhr

Ein Buch ist mehr als ein Buch

Nutzen Sie die vielfältigen Angebote der Bilderbücher und erfahren Sie, welche Auswahlkriterien hierbei besonders wichtig sind und wie Sie das Vorlesen in Ihrem täglichen Miteinander in den Tagesablauf einbringen. Es werden vielfältige Umsetzungsmodelle vorgestellt.

Referentin: Martina Ducqué

Termin: Samstag, 27. April 2013 von 10.00 bis 17.00 Uhr

Erstellung eines Projektplanes

Die Durchführung eines Projektes bietet vielfältige Möglichkeiten, die geleistete Arbeit in die Öffentlichkeit zu tragen und den jeweiligen Schwerpunkt zu positionieren. Das Wort „Öffentlichkeitsarbeit“ steht in engem Zusammenhang mit den Begriffen Öffnung, sich öffnen, hereinlassen, Einblick gewähren. Ziel des Workshops :Erarbeitung einer Aktion zum Tag der Muttersprache – um sie dann der Öffentlichkeit zum gegebenen Anlass präsentieren zu können.

Referentin: Martina Ducqué

Termin: 1. Halbjahr 2014

 

Einen detalierten Überblick aller Veranstaltungen erhalten Sie hier:

https://www.phantastik.eu/index.php/weiterbildung