Sprache – Kultur – Kompetenz Martina Ducqué

Erzähle mir und ich vergesse, zeige mir und ich erinnere mich, lass mich tun und ich verstehe. (Konfuzius)

Beiträge mit Schlagwort Sprachförderung

Die letzen Vorbereitungen für Modul 5 sind abgeschlossen

 

Am  7/8.5.2015 werde ich in Bielefeld das letzte Modul mit einem Workshop beenden. Dabei wird das “Didaktik Komplet Paket” meine Grundlage bilden. Der “Reisebegleiter” und der “Erzählwürfel” werden mir ein treuer Wegbegleiter zur Multiplikatorin in alttagsintegrierter Sprachbildung und Beobachtung im Elementarbereich ( Grundlagen für NRW und Kita.NRW) sein. Ich freue mich schon jetzt auf die vielen Kitas und die gemeinsame Arbeit.

Zur Umsetzung der Alltagsintegrierten Sprachbildung und Beobachtung in NRW werden ab 2015 vertiefende Qualifizierungsmaßnahmen für Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege angeboten. Die Fortbildungen können mehrtätig und möglichst so gestaltet sein, dass sie sich an das gesamte Team der Einrichtung und nicht nur an einzelne Sprachförderkräfte richten.

Das Land und die Spitzenverbände der freien und öffentlichen Träger von Kindertageseinrichtungen wollen sich auf eine gemeinsame Fortbildungsvereinbarung verständigen. Die Landesregierung beabsichtigt, die Fortbildungsangebote zur Alltagsintegrierten Sprachbildung und Beobachtung zu bezuschussen, die von hierfür zertifizierten Multiplikatorinnen und Multiplikatoren durchgeführt werden.

Weiterbildung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren

Rund 200 Multiplikatorinnen und Multiplikatoren werden derzeit vom niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung – nifbe unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Renate Zimmer auf der Basis der fachlichen Grundlagen „Alltagsintegrierte Sprachbildung und Beobachtung im Elementarbereich – Grundlagen für Nordrhein-Westfalen“ geschult. Sie sind somit auch in den Beobachtungsverfahren SISMIK, SELDAK, LISEB und BaSiK qualifiziert. Die Multiplikatorinnen und Multiplikatoren stehen den Trägern und Kindertageseinrichtungen ab 2015 für Fortbildungen zur Verfügung. Sie sind darin ausgebildet, Teamqualifizierungen durchzuführen. Darüber hinaus können sie auch Weiterbildungsbedarfen für einzelne Fachkräfte oder Bedarfen in einzelnen Themen entsprechen. (https://www.kita.nrw.de/)                                                                                             

 

Alltagsintegriete Sprachbildung und Beobachtung im Elementarbereich für das Land Nordrhein-Westfalen

Martina Ducqué ist freie Fortbildungsreferentin in der Erwachsenenbildung und hat die vom Land NRW vorgeschriebene Multiplikatoren Weiterbildung absolviert. Sie ist somit berechtigt Kita-Teams sowie Inhouse Seminare nach dem Curriculum der Landes NRW fort zu bilden.

Gute sprachliche Fähigkeiten sind die wichtigsten Schlüsselkompetenzen für den Bildungserfolg und bilden den Grundstein Sprechfreude zu initiieren.

Die Förderung und bestmögliche Unterstützung und das kontinuierliche Beobachten und Dokumentieren der sprachen Entwicklung eines Kindes sind mit Eintritt in die Kita eine zentrale Bildungsaufgabe im pädagogischen Alltag.

Für eine gelungene Sprachbildung ist es wichtig, die frühkindliche Bildung zu stärken. Pädagogische Fachkräfte sind somit gefordert Möglichkeiten zu schaffen, Sprache zu praktizieren sowie, alltagsbasiert, authentisch , handlungsbegleitende Anlässe zu schaffen. Dies gelingt am besten immer dort wo immer dann wenn Kinder mit Kindern bzw. Kinder mit Erwachsen in einen Dialog treten.

Die Kinder geben uns durch ihr eigenes Handeln Aufschluss, die Kunst besteht nur darin zu wissen, was kann ich wann und wie beobachten und wie dokumentiere ich es.

Kinder haben ihre eigenen Wege sich die Sprache anzueignen. Die Wissenschaft spricht dabei von den Spracherwerbsstrategien.

Inwieweit sie sich dabei von anderen Kindern unterscheiden und ob dies altersgerecht ist, lässt sich durch die Beobachtung beurteilen.

Hilfestellungen geben dabei sogenannte Beobachtungsverfahren. Besonders hervorgetan haben sich BaSik , Sismik und für die Kinder deren Muttersprache nicht Deutsch ist seldak . Für die eigene Beobachtungen der pädagogischen Fachkräfte und die Aufstellung der Einrichtung steht und anderen Liseb 1+2 zur Verfügung.

Das Leitprinzip der sprachlichen Bildung und Förderung stellt eine Umwelt des Kindes in

den Mittelpunkt, die die Neugier des Kindes anregt und herausfordert und dabei auch Raum

und Schutz bietet, die Vielfalt der Sprache explorativ zu erleben. Kinder sind bestrebt, die

Welt zu erforschen und die Rolle der Pädagoginnen und Pädagogen besteht im Initiieren, Be

gleiten, Beobachten und Unterstützen der kindlichen Bildungsprozesse.

Sprachbildung und Sprachstandsfeststellung

Erklärtes Ziel der Landesregierung ist die Weiterentwicklung der Sprachförderung und Sprachstandserfassung in NRW. So hat der Gesetzgeber das zum 01.08.2014 in Kraft tretende KiBiz-Änderungsgesetz beschlossen. Das geänderte Kinderbildungsgesetz sieht vor, die Sprachstandsfeststellung sowie das Verfahren Delfin 4 für Kinder, die eine Kindertageseinrichtung besuchen, durch eine alltagsintegrierte Sprachbildung und Beobachtung abzulösen.

Alltagsintegrierte Sprachbildung

Künftig wird eine Sprachbildung angestrebt, die integriert im pädagogischen Alltag stattfindet und alle Kinder der Einrichtungen von Beginn an erreicht. Eine alltagsintegrierte Sprachbildung orientiert sich an der Lebenserfahrung, den Interessen und Ressourcen der Kinder und greift handlungsrelevante Sprachanlässe des pädagogischen Alltags auf. Sie wird sowohl von den pädagogischen Fachkräften in den Einrichtungen als auch von den Eltern und weiteren Bezugspersonen der Kinder gestaltet und umgesetzt.

Entwicklungs- und prozessbegleitende Beobachtungen

Eine alltagsintegrierte Sprachbildung berücksichtigt die individuelle Sprachentwicklung von Beginn an. Daher sollen die kindlichen Sprachkompetenzen künftig entwicklungs- und prozessbegleitend beobachtet werden. Punktuelle Messungen in Form von Test- oder Screening-Verfahren sind nur unzureichend geeignet, da sie den Verlauf der Sprachentwicklung nicht in angemessener Weise berücksichtigen.

Zur entwicklungs- und prozessbegleitenden Beobachtung stehen unterschiedliche Beobachtungsverfahren zur Auswahl, von denen eines verbindlich eingesetzt werden soll. Aus den Beobachtungsergebnissen leitet sich die Förderstrategie für das einzelne Kind ab. Kinder, die eine verstärkte Unterstützung benötigen, werden häufiger gezielt in sprachanregende Situationen eingebunden.

Das Land beabsichtigt, auch weiterhin jährlich 25 Millionen Euro für die zusätzliche Sprachförderung zur Verfügung zu stellen. Finanziert werden sollen pädagogische Fachkräfte in den Kindertageseinrichtungen, in denen ein hoher Anteil an Kindern mit verstärktem Unterstützungsbedarf die Einrichtungen besuchen.

Das PDF zum Beobachtungsverfahren “Alltagsintegrierte Sprachbildung im Elementarbereich – Grundlagen für Nordrhein-Westfalen” (PDF, 658 KB) steht Ihnen hier zur Verfügung.

 

Zur Information einige Auszüge:

 

Die Grundlagen der Alltagsintegrierten Sprachbildung werden nach drei Bereichen aufgegliedert,

 

  • Alltagsintegrierte Sprachbildung

 

 

Alltagsintegrierte Sprachbildung prägt den pädagogischen Alltag und erreicht alle Kinder der Einrichtung von Beginn an. Somit ist eine Alltagsintegrierte Sprachbildung auch immer eine inklusive Sprachbildung. Sie ist kein Konzept mit vorgegebenen Materialien und Zeiten. Vielmehr soll sie sich an den individuellen Interessen und

Ressourcen der Kinder von 0–6 Jahren orientieren und sich in den alltäglichen Ablauf integrieren. Dabei sind die

Eltern im Rahmen der Erziehungs- und Bildungspartner-schaft in die sprachliche Bildung einzubeziehen.

Sprachbildung umfasst alle Sprachbereiche:

Artikulation und Lautwahrnehmung (Phonetik und Phonologie), Wortschatz und Wortbedeutung (Lexikon und Semantik), Sprachmelodie (Prosodie), grammatikalische Regelbildung und Satzbau (Morphologie und Syntax) und sprachliches Handeln (Pragmatik). Sprachbildung versteht Sprache als Querschnittsaufgabe der pädagogischen Arbeit.

Eine Sprachbildung, die im pädagogischen Alltag statt-findet, orientiert sich an individuellen Sprachentwick-lungsverläufen.

Die pädagogischen Fachkräfte unterstützen den Bildungsprozess eines jeden Kindes bereits in

umfassender Weise. Sie greifen vielfältige Situationen im Alltag auf und stellen eine sprachanregende Umgebung

bereit. Bei der Auswahl von Themen und Angeboten orientieren sie sich an den Lebenswelten und den indivduellen Interessen der Kinder. Dabei ist von wesentlicher Bedeutung, dass sie sich ihrer Rolle als wichtiges Sprachorbild bewusst sind und jedes Kind ausgehend von seinen individuellen Sprachkompetenzen in seiner weiteren

sprachlichen Entwicklung unterstützen. Dementsprechend sind sie sensibel für Sprachanlässe, die sich in

unterschiedlichsten Situationen ergeben (beispielsweise bei musikalischen oder naturwissenschaftlichen Ange

-boten). Sprache ist nicht losgelöst vom pädagogischen Alltag zu betrachten, weshalb alle Bildungsbereiche im

Rahmen der Alltagsintegrierten Sprachbildung zum Tragen kommen.

Kinder, die mit einer anderen Erstsprache oder in spracharmen Verhältnissen aufwachsen, können einen zusätzlichen Sprachförderbedarf aufweisen. Für sie ist eine intensivere Unterstützung ihrer sprachlichen Entwicklung nötig. Künftig wird diese intensive Unterstützung nicht in einem additiven Setting, sondern im Rahmen Alltagsintegrierter Sprachbildung erfolgen….

 

  • geeignete Verfahren zur entwicklungs- und prozessbegleitenden Beobachtung,

…Für die Erfassung kindlicher Sprachkompetenzen sind punktuelle Messungen in Form von Test- oder Screening-

Verfahren nur unzureichend geeignet, da sie den Prozess der Sprachentwicklung nicht in angemessener Weise

berücksichtigen.Pädagogisch sinnvoll sind entwicklungs- und prozess-begleitende Beobachtungsverfahren, da sie eine Beurteilung der kindlichen Sprachkompetenzen im Alltag der Kindertageseinrichtungen ermöglichen…

 

  • nachhaltige Qualifizierungsmaßnahmen

Im Vordergrund steht die Umsetzung Alltagsintegrierter Sprachbildung, an der das gesamte Team und nicht nur

einzelne Sprachförderkräfte beteiligt sind.

 

 

Zur Professionalisierung der Fachkräfte im Sinne der Alltagsintegrierten Sprachbildung und Sicherung der

Nachhaltigkeit werden folgende Qualitätskriterien für Qualifizierungsmaßnahmen formuliert, die sich in zwei

Kategorien aufteilen lassen. Einerseits betrifft dies Aspekte, die die Ausgestaltung der Weiterbildungsmaß-

nahme thematisieren. Hierzu gehören die Praxisorientierung, die Intensität, der Methodeneinsatz, das Coaching

die kollegiale Beratung, die Supervision, die Nachhaltigkeit und die Selbstreflexion. Sie sind wichtige Bausteine

zur Verbesserung der Prozessqualität. Andererseits müssen inhaltliche Aspekte der Pädagogik und Linguistik

berücksichtigt werden, um den pädagogischen Fachkräften die nötigen theoretischen Kenntnisse zu vermitteln und ein breites Handlungsrepertoire zu bieten. …

 

 

Inhaltliche Aspekte

 

Theoretisches Grundwissen über Sprachentwicklung und Mehrsprachigkeit

  • Theoretische Kenntnisse über den Sprachentwicklungsverlauf ein- sowie mehrsprachig aufwachsender Kinder
  • Sprachdidaktisches Hintergrundwissen
  • differenziertes Wissen über die Sprachbereiche, Passung solchen Wissens zu den Ergebnissen der Beobachtung und Dokumentation als Basis für pädagogische Handlungsplanung

Module mit Bezug zu Sprachbeobachtung

 

  • Wissen über Wahrnehmung und Beobachtung als Grundlage
  • Qualifizierung für den Einsatz des jeweiligen Beobachtungsverfahrens der Einrichtung
  • Grundhaltung der Beobachtenden bei der Sprachbeobachtung
  • Umgang mit den gewonnenen Erkenntnissen

 

Module mit Bezug zu Sprachbildung

 

  • Sensibilisierung für die Sprachanlässe im Alltag
  • Situationswahrnehmung und daran anschließende Handlungsplanung, die sich direkt an dem Interesse und den Kompetenzen der Kinder orientiert
  • sprachförderliche Verhaltensweisen und die Gestaltung sprachanregender Interaktionen
  • Theoretische Kenntnisse und alltägliche Anwendung von gezielten Sprachlehrstrategien

 

Motivation,Haltung & Selbstreflexion

 

  • Vertiefung einer ressourcenorientierten Haltung gegenüber dem Kind
  • Fähigkeit zur Selbstreflexion

 

Name, Vorname Kontakt (Telefon, E-Mail, Homepage) Profil Voraussichtlich zertifiziert ab (Monat, Jahr) Bevorzugte Region (Bitte auswählen: Frei buchbar (Ja/Nein)
Ducqué, Martina Tel: 0173 30 38 6 38
E-Mail: info@sprache-kultur-kompetenz.dewww.sprache-kultur-kompetenz.de
Lese- und Literaturpädagogin, Erzieherin, seit 2004 Fachfrau für frühkindliche Sprachförderung und interkulturelle Kompetenz, Fortbildungsreferentin, Fachautorin, Mehsprachigkeit 01.04.15NRW-weit NRW-weit ja nein

 

 

 

frühstart legt bereits im Kindergarten den Grundstein für schulischen Erfolg und Integration.

Das Projekt frühstart- Deutsch und interkulturelle Bildung im Kindergarten, das auch vom Hessischen Sozialministerium unterstützt wird, leistet in mittlerweile zwölf hessischen Städten einen wichtigen Beitrag zu Bildung und Integration.

Durch die systematische Verknüpfung der Sprachförderung mit den Bausteinen interkulturelle Bildung, intensiver Elternarbeit und Vernetzung der Akteure vor Ort werden Kinder erfolgreich und nachhaltig gefördert.

So gelingen ihre Integration und ihr Schulerfolg.

http://www.fruehstart-hessen.de/frames2.php

 

Und wieder hat ein Seminar für die Kitas im Rahmen von Frühstart stattgefunden. 2 Tage wurden dem Thema sprachliche Entwicklung und Mehrsprachigkeit gewidmet, Wissen vermittelt, Materialien und Bücher vorgestellt, damit die Alltagsintegrierte Sprachförderung ihre Umsetzung finden kann. Ein engagiertes Team, welches mit viel Interesse und Offenheit sich diesen Themen zugewendet hat.

 

Alltagsintegrierte Sprachförderung bedeutet, dass die pädagogischen Fachkräfte sich in allen Situationen gegenüber allen Kindern sprachfördernd verhalten. Ihnen ist bewusst, dass bestimmte Verhaltensweisen (sprach)fördernd sind und andere nicht, sie setzen gezielt spezifische Grundprinzipien sprachfördernden Verhaltens ein, um die Kinder in ihrer Entwicklung zu unterstützen.

Spielerisch Sprach- und Sprechanlässe schaffen

 

 

Der mit transparenten Taschen versehene Würfel hat einen Schaumstoffkern und misst 12,5 × 12,5 × 12,5 cm. Er ist bequem handhabbar, weich und ideal für die Bildkarten “Tägliches Leben” und “Natur”. Selbst Kindergartenkinder können die Karten einfach in die Taschen fügen.

 

 

 

Ideal für Grundschulen

Satzbau mit den drei Erzählwürfeln

Für die Arbeit mit größeren Gruppen oder älteren Kindern ist der Einsatz von drei Würfeln ideal.
Die Anzahl der Erzählmöglichkeiten erweitert sich. Hinzu kommt die auf einen Blick erfahrbare Struktur des Satzbaus. Außerdem spielen Rhythmik und Motorik mit drei Würfeln eine größere Rolle.

Wortschatzerweiterung

Anhand der speziell für den Erzählwürfel hergestellten Bildkarten lassen sich Wortschatzerweiterung, Mundmotorik, Rhythmik bis hin zum Satzbau einsetzen und verinnerlichen. Besonders hervorzuheben ist, dass sich auf der Rückseite der Karten sich nicht nur ein Wort, sondern oft verschiedene Wortvorschläge befinden.
Die ausführliche Spielanleitung wurde von Martina Ducqué, Erzieherin und Fachfrau für frühkindliche Sprachförderung verfasst. Sie nimmt sich der immer notwendigeren Förderung an und entwickelte zusammen mit Kindergarten- sowie Grundschulkindern Spiele und Anregungen für den Umgang mit den Bildkarten. Im Vordergrund stehen die Stärken der Kinder, die sich durch das Spiel mit Sprache vertiefen.

Gegensätze sichtbar machen: Natur und Kultur

Acker, Milchglas, Zootiere

Essen Tiere oder fressen sie? Welche Tiere leben frei, welche werden im Zoo besucht? Wie kommt die Milch im Glas? Gesprächs- und Sprechanlässe, Nonsens-Sätze, zusammengesetzte Substantive, all dies bieten die 42 Bildkarten der Kölner Künstlerin Christiane Strauss. Für den Einsatz in der Grundschule und im Kindergarten geeignet, zeigen die großen Karten erstaunliche Perspektiven, die sicher zu lustigen Wörtern und Sätzen führen.
Die dazugehörige Spielanleitung wurde von Martina Ducqué verfasst und bietet viele Möglichkeiten und Anregungen, langfristig mit den Karten zu arbeiten.

Didaktik-Komplettpaket

ab 3 Jahren
Enthält: Meine Wörter reisen, Meine Wörter reisen von Drinnen nach Draußen, Reisebegleiter für Eltern, Erzieher- und LehrerInnen (Sprachfördermaterialien), 3 Würfel, 1 Kartenset “Natur”, 1 Kartenset “Tägliches Leben”, jeweils in Aufbewahrungsbox.

SchauHoer Verlag

Literacy Sprachförderung Erzählanlässe

Passend zu den Würfeln ist im SchauHoer Verlag ein „Reisebegleiter“ von Martina Ducqué erschienen, in dem alle Aspekte der Sprachförderung Berücksichtigung finden sowie zahlreiche Praxisbeispiele, Lieder und Spiele konkrete Anregungen bieten.
Wer alles komplett einsetzen möchte, arbeitet mit den Würfeln und zusätzlich mit den großformatigen „Meine Wörter reisen“- Büchern, welche das spielerische und sprachfördernde Konzept abrunden.

Alle Elemente des Baukastensystems sind einzeln erhältlich und können je nach Anforderungen – Einzelarbeit, Gruppenarbeit, Kindergarten, Grundschule etc. – individuell zusammengestellt werden.

 

 

 

Wie bereits in den vergangenen Jahren können Sie uns auch in diesem Jahr wieder, auf der didacta in Köln, vom 19. – 23. Februar 2013, am Gemeinschaftsstand persönlich antreffen. Wir freuen uns auf einen regen Austausch.

Halle: 07.1      F- 042

Reisebegleiter für Eltern, Erzieher- und LehrerInnen

Sprachfördermaterialien zur Reihe “Meine Wörter reisen”

Erscheinungsdatum: 10.2011

Wie ist es möglich, aktuelle Sprachförderung fantasievoll und kindgerecht umzusetzen? Mithilfe der Materialsammlung sind sowohl pädagogische Fachleute als auch Eltern in der Lage, ihre Kinder ganzheitlich zu fördern.Rhythmik, Gesang, Reime und Spiele wurden von Kindern erprobt und erdacht. Sie wurden dabei begleitet und inspiriert durch die Illustrationen der Kölner Künstlerin Christiane Strauss in ihren Büchern “Meine Wörter reisen” und “Meine Wörter reisen von Drinnen nach Draußen”. Aus dieser Inspiration heraus entstand der Titel “Reise”begleiter für dieses Arbeitsheft.

1. Aufl. 10.2011, Englisch Broschur (SchauHör.Kfr.)

Produktinfo
26 S., Maße: 14,8 x 21,0 cm, Buch, Kindergarten- und Vorschulpädagogik
ISBN: 978-3-940106-09-4, Preis A: ca. € 7,95

Weiteres didaktisches Material : Der Erzählwürfel

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Martina Ducqué

Welt aus Sicht der Kinder entdecken und Eltern einbeziehen

Martina Ducqué ist in Wertheim geboren, verheiratet und hat einen Sohn. Sie arbeitet seit 24 als Erzieherin, bildete sich 2004 mit dem Schwerpunkt frühkindliche Sprachförderung fort und arbeitet seit einigen Jahren als Fachkraft für interkulturelle Kompetenz. Sie veranstaltet zahlreiche Fortbildungen und Vorträge rund umn das Thema Sprachförderung. 2008 entwickelte sie das Konzept Komm in Aktion, ein Sprachförderprojekt für Eltern und Kinder der Stadt Wertheim. Kontinuierlich entwickelt sie dieses Konzept weiter und ist für die Durchführung von Elternworkshops verantwortlich. Außerdem begleitet Martina Ducqué pädagogische Fachkräfte in ihrer Arbeit und bildet sie fort.

Allen an der Erziehung Beteiligten legt Martina Ducqué die Stärken der Kinder ans Herz, um sie ganzheitlich in ihrer Entwicklung zu unterstützen.

http://www.schauhoer-verlag.de/


Einige Bezugsquellen:

http://neuebuecher.de

http://www.amazon.de

http://www.mental-leaps.de/images/pdf/Kataloge/kiga-katalog-herbst-winter-2011.pdf

 

Erste Eindrücke von der Frankfurter Buchmesse 2011

Martina Ducqué und Ihr Mann Dirk Jüttner mit Patricia Hahne-Wolter SchauHör Verlag

 

Für die Fränkische Nachrichten schrieb Elmar Keller 21. Oktober 2011
Buchvorstellung: Martina Ducqué brachte “Reisebegleiter für Eltern, Erzieher- und LehrerInnen” heraus

Anleitungen für die Sprachförderung

Wertheim. Sie gilt schon seit geraumer Zeit bundesweit als Expertin für frühkindliche Sprachförderung, hält Vorträge und Kurse und tritt regelmäßig auf der Bildungsmesse “didacta” auf. Jetzt ist Martina Ducqué unter die Autorinnen gegangen. Auf der Frankfurter Buchmesse stellte sie jüngst ihr Buch vor. Es nennt sich “Reisebegleiter für Eltern, Erzieher- und LehrerInnen” und enthält Sprachfördermaterialien zur Reihe “Meine Wörter reisen”, die im Schauhör-Verlag erschienen ist.

“Meine Wörter reisen” und “Meine Wörter reisen von Drinnen nach Draußen” sind Bücher, mit denen Ducqué als Erziehrin täglich arbeitet. “Die Grundidee, dazu ein Buch mit Praxisbeispielen zu schreiben, kam vor etwa zwei Jahren”, erzählte die Wertheimerin nun in einem Pressegespräch. Sie sei “begeistert von der Art, wie die Kinder das alles sehen und damit umgehen”, während Erwachsene sich häufig wunderten, dass man in den Büchern “ja gar nicht lesen, daraus nichts vorlesen kann”.

Mit ihrem “Reisebegleiter” wolle sie Erziehern, Lehrern und Eltern einen Plan für die Sprachförderung an die Hand geben. “Ich versuche, eigene Erfahrungen und wissenschaftliche Erkenntnisse zusammenzubringen”, und sich dabei an Konfuzius zu orientieren. Der hatte gesagt: “Erzähle mir, und ich vergesse, zeige mir, und ich erinnere mich, lass mich tun, und ich verstehe.”

Eingeteilt ist das Buch in vier Hauptkapitel. Jedes beginnt mit einer kurzen theoretischen Einführung, um dann aber schnell zur Praxis überzugehen. Dabei geht es zunächst um das Thema “Wortschatzerweiterung”, danach um die “Schriftlichkeit”, die “Sprach- und Erzählkompetenz” und schließlich um “Rhythmik in Liedern und Reimen”.

Soweit es ihr möglich war, “habe ich alle Fachbegriffe eingedeutscht, so dass auch jede und jeder den Inhalt verstehen kann”, versicherte die Autorin. Die einzelnen Kapitel könnten aufeinander aufbauend abgearbeitet, aber auch jedes für sich genutzt werden.

Und auch wenn es die Überschriften der einzelnen Abschnitte vielleicht nicht auf Anhieb vermuten lassen, so besticht der “Reisebegleiter” doch vor allem durch seinen Praxisbezug und seine “Anleitungen zum Tun”. Eine wichtige Voraussetzung aller pädagogischen Maßnahmen sei es, “dass Kinder Freude am Sprechen und an Kommunikation allgemein entwickeln.

Dazu gehört, dass sie die Fähigkeit erwerben, sich mit anderen auszutauschen”, schreibt Martina Ducqu im Vorwort. “Lernprozesse werden von Kindern und Fach- und Lehrkräften gemeinsam gestaltet.” Und, an die Erwachsenen gerichtet, vermerkt sie, “dass das Gedächtnis am besten funktioniert, wenn mehrere Lernwege (das Hören, Sehen/Lesen, Sprechen, Malen und Schreiben) benutzt werden. Noch besser, wenn sie miteinander verknüpft werden”. Ihr Ziel sei es, “dass die Nutzer das Buch in die Hand nehmen, und sofort loslegen können. Die meisten Aktionen lassen sich mit alltäglichen Materialien, wie sie im Kindergarten, in der Schule oder zuhause vorhanden sind, vornehmen”. Das in ihrem Buch vorgestellte Konzept sei wissenschaftlich geprüft und für gut befunden, so die Autorin.

Die Resonanz während der Frankfurter Buchmesse bezeichnete sie als ermutigend. Und während sie am Telefon bereits die nächsten Termine für die “didacta 2012″ bespricht, wo sie das in Wertheim entwickelte Modell “Komm in Aktion” vorstellen soll, ist es Martina Ducqué noch ein Anliegen, Martina Neuhaus und Margarete Koch zu danken, die wesentlich zum Zustandekommen des “Reisebegleiters” beigetragen hätten.

Ein weiteres Buch ist auch bereits zumindest in der gedanklichen Planung. Eine Handreichung für die Förderung der Mehrsprachigkeit soll es voraussichtlich werden, wie die Autorin berichtet.

 

 

Sprachförderaktion der Wertheimer Kindergärten in Anlehnung an den Tag der Muttersprache

Bereits im vergangen Jahr wurde mit Unterstützung des Netzwerk Mehrsprachigkeit e.V der Aktionstag Mehrsprachigkeit in den Wertheimer Kindergärten durchgeführt.
Die vielfältigen Aktionen im Rahmen dieses Tages haben weite Kreise gezogen. Die Nachhaltigkeit zeigte sich besonders in den Sprachfördermaßnahmen, die darauf in den Einrichtungen folgten.
Auch in diesem Jahr stellt der Tag der Muttersprache in vielen Wertheimer Kindergärten den Höhepunkt der Sprachföderinitative dar.
Er findet am 16.03 2011 in etlichen Einrichtungen statt.
Die Aktionen, die im Rahmen dieses Tages durchgeführt werden, sollen das Bewusstsein für sprachliche und kulturelle Traditionen stärken, den Gebrauch der Muttersprache fördern und die Sprachenvielfalt in unserer Gesellschaft würdigen.
Unterstützung erhalten die Einrichtungen von Martina Ducqué, die eine Projektmappe im Zuge des Sprachförderprojektes der Stadt Wertheim,  „Komm In Aktion“, erarbeitete hat und die Kindergärten fachlich begleitet.
Intensiviert wird die Arbeit im Rahmen der Sprachförderung durch den Einsatz eines mehsprachigen Medienkoffers, der Dank großzügiger Spenden im letzten Jahr angeschafft werden konnte.
Auch in diesem Jahr finden in den Einrichtungen zahlreiche Aktionen statt, die über den Tag der Muttersprache hinaus einen großen Beitrag zur Integration und Sprachförderung unserer Kindern leisten werden.

Die Stadtverwaltung Wertheim informiert unter folgendem Link:

http://www.wertheim.de/servlet/PB/menu/1353116_l1/index.html

Eine besondere Form der Umsetzung, die gleichzeitg die Auftaktveranstaltung für das vom Bund ausgeschriebene Sprachförderprogramm “Schwerpunkt Kitas – Sprache und Integration” darstellt, wird von Robert Weisensee für die  Fränkischen Nachrichten wie folgt beschrieben:

18.03.2011

Nimmersatte Raupe in fremder Diktion

Tag der Muttersprache: Evangelische Kindertagesstätte Bestenheid feierte ein internationales Fest unter reger Beteiligung von Eltern aus unterschiedlichen Nationen

Bestenheid. “Viele Sprachen hat die Welt” sangen die Kinder der evangelischen Kindertagesstätte (Kita) Bestenheid zu Beginn eines großen Festes der Nationen in ihrer Einrichtung. In ihrer Muttersprache wurden Kinder, Eltern, Großeltern und die Gäste des Festes begrüßt und dann zum Besuch der verschiedenen nationalen und internationalen Treffpunkte in der Einrichtung eingeladen. Man feierte am 16. März den “Tag der Muttersprache” der Unesco in Wertheim.

Auftakt für Sprachförderung

Für die Kindertagesstätte in der Breslauer Straße war es gleichzeitig die Auftaktveranstaltung zum Sprachförderprogramm “Schwerpunkt Kitas – Sprache und Integration.” Groß war die Freude bei Pfarrerin Stefanie Fischer-Steinbach und Heike Schaible, der Leiterin der Kita, über den Zuschlag des Förderprogramms des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Zum ersten April kann eine Fachkraft für Sprachförderung zu 50 Prozent angestellt werden.

Heike Schaible meinte, dies sei ein guter Anlass, den “Tag der Muttersprache” als tolles Fest von verschiedenen Nationen, von denen die Kita besucht wird, miteinander zu feiern. Familien aus sieben Nationen hatten sich, teils gewandet in typische Landeskleidung, darauf eingelassen und kreativ auf den Gästeansturm vorbereitet.

Sieben Stationen

Bei den sieben Stationen in den Gruppenräumen und auf den Fluren der Kita herrschte buntes Treiben. Überall war große Gastfreundschaft und Herzlichkeit zu spüren. Liebevoll angerichtet waren bei allen Nationen die kulinarischen Köstlichkeiten. Landestypisches konnte probiert werden.

“Es geht zu wie auf einem Basar,” sagte ein türkischer Vater und verteilte seinen Tee zu türkischer Musik. In einem Zelt der Station “Türkei”, in dem ältere Frauen saßen, konnte man sich niederlassen oder sich an den Plakatwänden über die Geschichte des Landes informieren.

“Typisch Französisch” ging es an anderer Stelle zu. Hier fand man auch deutsche Wörter, die in Frankreich, und französische Wörter, die in Deutschland gesprochen werden. Bei der Station “USA” stellte man Sportarten des Landes vor und wie überall an den Stationen auch Kinderbücher, Spiele und Info-Material.

Voller Begeisterung erzählte eine Frau über Bräuche in ihrem Land Portugal. An anderer Stelle konnte man das albanische Alphabet lernen oder erfuhr etwas über die Geschichte dieses Landes oder über Mutter Teresa. Die Russlanddeutschen Frauen hatten ihre Station “Russland” bunt dekoriert und eine gemütliche Teestube eingerichtet.

Auch Deutschland war gut vertreten mit typischer Kleidung, Informationen über Land und Leute und, wie überall, mit einem köstlichen Imbiss. Bei jeder Nation gab es einen Maltisch, an dem die Kinder die Flagge des jeweiligen Landes malen konnten. Wer es geschafft hatte, konnte am Schluss des Tages sieben Flaggen mit nach Hause nehmen. Dazwischen gab es für Interessenten an zwei Terminen mehrsprachiges Vorlesen im Turnraum. Jung und Alt konnten sich hier die Bilderbuchgeschichte “Die kleine Raupe Nimmersatt” in deutscher, englischer, türkischer, portugisischer, französischer, russischer und albanischer Sprache anhören. Beim Überraschungstheater spielten die Erzieherinnen zusammen mit begeisterten Kindern die Geschichte “Eine Flaschenpost reist die um die Welt.” Auch hier besuchte man viele Länder und gewann neue Freunde.

Die Fränkische Nachrichten berichtet am 24. März 2011 von einer weiteren Aktion:

Rotkäppchen auf Russisch

Im Kindergarten St. Venantius Wertheim fand kürzlich zum zweiten Mal ein internationales Lesefest statt. In Anlehnung an den Tag der Muttersprache haben Mütter und Erzieherinnen – in ihrer Muttersprache oder einer Fremdsprache – Bilderbücher, Geschichten und Märchen vorgelesen. Es wurde unter anderem Petterson und Findus auf Schwedisch und parallel auf Deutsch vorgelesen, der “Grüffelo” fand in der englischen Sprache großen Anklang bei den Kindern, und die russische Version vom Rotkäppchen wurde von einer Mutter vorgelesen. Nach dem Vorlesen hatten die Kinder die Möglichkeit, die Flaggen der einzelnen Länder anzumalen, die sie am Ende stolz als Flaggenkette mit nach Hause nehmen konnten.

Elmar Kellner schreib für die Fränkischen Nachrichten

Familiennnetzwerk: Vom Seniorenbeirat über Lesepaten bis hin zur “Willkommenskultur” für Neubürger und der “Familienpatenschaft”

Wertheim. An neuen Ideen mangelt es ganz offensichtlich nicht. Vier Projektvorschläge wurden bei der ersten Vollversammlung des Familiennetzwerkes Wertheim am Mittwochabend in der Aula Alte Steige vorgestellt und diskutiert.

So gibt es Gedanken, einen Seniorenbeirat ins Leben zu rufen, eine, laut Oberbürgermeister Stefan Mikulicz, “wunderbare Idee”, für die als Ansprechpartner Jürgen Küchler benannt war. Der sah “offensichtlich einen Bedarf, die Interessen älterer Menschen zu vertreten” und suchte dafür weitere Mitstreiterinnen und – streiter. Einige potenzielle Unterstützer fanden sich offenbar im späteren lockeren Beisammensein, wie Küchler zum Abschluss der Vollversammlung berichtete. Wie zu Beginn schon von ihm eingeräumt, herrschte aber auch nach der Diskussionsrunde noch etwas Unklarheit “über Sinn und Zweck eines Seniorenbeirates”. Darüber wolle man sich bei einem ersten Treffen weiter austauschen.

Ihre Praxistauglichkeit längst unter Beweis gestellt haben die “Lesepaten”, von deren Tätigkeit Andrea Schwitt-Graf sehr anschaulich und lebendig erzählte. “Sie lesen gerne? Sie lesen gerne vor? Und wenn Sie dann auch noch kontaktfreudig sind, dann sind Sie dafür geeignet”, warb sie für weitere Mitstreiterinnen und – vor allem – Mitstreiter, denn Vorleser sind bislang rar.

Paten werden nicht enttäuscht

14 aktive Lesepaten sind laut Schwitt-Graf derzeit vor allem in der Grundschule Wertheim aktiv. Aber “wir lesen auch in höheren Klassen vor”. Und “ich habe bislang keine Lesepaten getroffen, die enttäuscht gewesen wären. Kinder mögen es, vorgelesen zu bekommen”. Ausgebaut und vertieft werden, so Schwitt-Graf, soll die Kooperation mit der Stadtbücherei.

Um eine mögliche Projektgruppe zur Begrüßung von neu zugezogenen Bürgerinnen und Bürgern kümmert sich Volker Klein. Es gehe darum, eine Art “Willkommenskultur” zu schaffen, führte er aus und Menschen, die aus beruflichen oder anderen Gründen nach Wertheim kommen, eventuell auch dazu zu ermuntern, sich hier zu engagieren.

Bislang erhalten die Neubürger ein umfangreiches Informationspaket. Und auch die seit der Wiedereinführung ausgesprochene Einladung zum Neujahrsempfang findet, so OB Mikulicz, guten Anklang. Spontan, freute sich Klein nach der Gesprächsrunde, hätten sich einige Interessierte zur Mitarbeit bereitgefunden und es gebe auch bereits weitere Ideen.

In einem weiteren Projekt geht es schließlich um die Ferienbetreuung. “Die Herbstferien stehen vor der Tür, was passiert mit den Kindern?”, nannte Rektorin Alice Jäger einen aktuellen Anlass. Nicht nachvollziehen konnte sie, dass es auf Umfragen nach Betreuungswünschen so wenig Resonanz gab, nachdem das Thema in verschiedenen Veranstaltungen als Wunsch und Bedürfnis immer wieder genannt worden ist. Dem will man nun nachgehen.

In der Diskussionsrunde wurden weitere Vorschläge gemacht. So brachte Pfarrerin Cornelia Wetterich eine Familienpatenschaft ins Gespräch.

Susanne Engelhardt vom Migrationsdienst des Roten Kreuzes knüpfte Verbindungen zum Frauenverein, da sie von Frauen, die an den Integrationskursen der VHS teilnehmen weiß, dass diesen anschließend meist Kontakte fehlen.

Martina Ducqué, Erzieherin und Fachfrau  für frühkindliche Sprachförderung und interkulturelle Kompetenz bot ihre Mitarbeit und Unterstützung bei entsprechenden Projekten an. ek

Fränkische Nachrichten
29. Oktober 2010

Ziele frühen Fremdsprachenunterrichts

1. Der frühe Fremdsprachenunterricht soll dem Kind Anfangsgründe einer Fremdsprache und ihres kommunikativen Gebrauchs vermitteln.

2. Der frühe Fremdsprachenunterricht soll dem Kind eine zusätzliche Chance bieten, andere Sichtweisen von Welt kennen zu lernen, sich für fremde Kulturen zu öffnen und sich in der Welt zu orientieren.

3. Im frühen Fremdsprachenunterricht soll das Kind eine andere Kultur und die damit verbundenen Sozialisationsfaktoren erfahren. Dadurch kann dem Kind auch seine eigene Sozialisation bewusst gemacht werden. Der Fremdsprachenunterricht gewinnt durch den Blick auf das Eigene und das Fremde eine interkulturelle Dimension.

4. Der frühe Fremdsprachenunterricht soll einen wichtigen Beitrag zur Gesamtentwicklung des Kindes leisten und dadurch seine emotionalen, kreativen, sozialen, kognitiven und sprachlichen Fähigkeiten gleichermaßen fördern.

5. Der frühe Fremdsprachenunterricht soll Interesse an Sprachen wecken und Freude an ihrem Lernen entwickeln.

6. Im frühen Fremdsprachenuntericht soll das Kind Sprache als Kommunikationsmittel erleben und verwenden. Kommunikation vollzieht sich im Rahmen bestimmter Konventionen. Das Kind soll entsprechend diesen Konventionen handeln können, so dass eine Verständigung gelingt. Damit sie gelingt, ist ein Mindestmaß an Korrektheit notwendig.

7. Der frühe Fremdsprachenunterricht soll das Kind motivieren, sich auch in einer anderen als der eigenen Sprache zu verständigen. Durch die Begegnung mit einer fremden Sprache kann dem Kind auch seine Muttersprache bewusster gemacht werden.

8. Durch den frühen Fremdsprachenunterricht soll das Kind Lerntechniken erfahren, die ihm helfen, auch zunehmend selbstständig zu arbeiten.

Inhalte frühen Fremdsprachenlernens

Die Inhalte sollen den Interessen des Kindes entsprechen und sie erweitern, seine Gefühle ansprechen, sein Engagement, seine Fantasie und Kreativität fördern und ihm Spaß machen.

1. Durch den Fremdsprachenunterricht wird das in der Muttersprache aufgebaute Weltbild des Kindes erweitert, es wird differenziert und problematisiert. Damit folgt der frühe Fremdsprachenunterricht vornehmlich einer semantischen und pragmatischen Progression; die morpho-syntaktische tritt in den Hintergrund.

2. Die Inhalte für frühen Fremdsprachenunterricht kommen aus der Kinderkultur, der Sachkunde und der Landeskunde; sie sind abhängig von den Interessensbereichen des Kindes.

Der Vorrang von Sachen gegenüber der Sprache wird durch fächerübergreifenden Unterricht verstärkt.

3. In sach- und partnerbezogener Kommunikation soll das Kind Sprache erleben, verstehen und gebrauchen. Hören und Sprechen sind vorrangig, Lesen und Schreiben haben dabei unterstützende Funktion, aber auch ihren Eigenwert.

4. Bei der Sprachverwendung haben paraverbale Kommunikationsmittel wie Aussprache, Sprachrhythmus und Intonation und nonverbale wie die der Körpersprache einen festen Platz.

5. Der Umgang mit Sprache hilft dem Kind implizit, die Gesetzmäßigkeit der Sprache zu erfahren. Damit wird ein Fundament für zukünftige Sprachreflexion gelegt.

6. Der Umgang mit Sprache im Unterricht dient auch dazu, neue Lerntechniken zu erwerben, sie und bereits bekannte zu erproben und weiterzuentwickeln.

Methoden frühen Fremdsprachenunterrichts

Bei der Auswahl der Methoden sind die folgenden Kriterien zu berücksichtigen:

1. Methoden sollen eine Atmosphäre schaffen, in der Kinder sich wohl fühlen. Sie sollen Kinder herausfordern, Lernlust fördern und damit Lernzuwachs ermöglichen.

2. Methoden sollen das Kind in seiner Ganzheit ansprechen. Sie sollen dazu verhelfen, dass das Kind mit allen Sinnen lernt.

3. Bei der Auswahl der Methoden sollen die Bedürfnisse des Kindes berücksichtigt werden. Methodenvielfalt und häufiger Methodenwechsel sollen daher den Unterricht kennzeichnen.

4. Methoden sollen Kinder zum Handeln bringen. Das Spiel bietet dazu die besten Möglichkeiten.

5. Auch Narration macht Kinder zu handelnden Personen. Sie erfahren dabei zugleich, dass das Lernen einer fremden Sprache mehr mit der eigenen Person und ihrer Biographie zu tun hat und weniger mit dem von einer Sprachdidaktik vorgegebenen Weg.

6. Methoden sollen zunehmend dazu führen, Lehrerzentriertheit abzubauen und die Kinder zur Mitgestaltung des Unterrichts und zur Kommunikation untereinander zu motivieren. Dadurch wird es möglich, dass Lehrerinnen und Lehrer mehr zu Beobachtern, Beratern und Mitspielern werden.

7. Methoden sollen zunehmend zu selbstständigem Lernen führen und Binnendifferenzierung ermöglichen.

8. Methoden sollen schließlich alle möglichen Arbeitsformen, wie Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit berücksichtigen.

Die Transparenz des Unterrichts und eine angstfreie Atmosphäre sollen dem Bedürfnis des Kindes nach Information über den eigenen Lernfortschritt entgegenkommen.

Evaluation im frühen Fremdsprachenunterricht

Im frühen Fremdsprachenunterricht soll der Lernfortschritt des Kindes eher festgestellt als bewertet werden. Grundsätzlich gilt, dass Verfahren zur Feststellung der Lernfortschritte den vorangegangenen Lernschritten entsprechen müssen. Evaluationsverfahren im frühen Fremdsprachenunterricht beziehen sich aber nicht nur auf die Lernfortschritte des Kindes, sondern auch auf den Unterricht selbst.

1. Die Verfahren zur Feststellung der Lernfortschritte im frühen Fremdsprachenunterricht sollen die ganzheitliche Entwicklung des Kindes berücksichtigen, also sein Ausdrucksvermögen, seine Kreativität, sein soziales und sprachliches Handeln. Formale sprachliche Aspekte stehen dabei nicht im Vordergrund. Die Fortschritte in der Leistung sollen für alle Beteiligten erkennbar sein:

Die Lehrerin, der Lehrer

  • beobachten die Entwicklung der emotionalen, kreativen, sozialen, kognitiven und sprachlichen Fähigkeiten des Kindes,
  • reflektieren ihre eigene Arbeit,
  • können dadurch Lernziele differenzierter formulieren,
  • können ihr weiteres Vorgehen entsprechend planen, den Unterricht binnendifferenzierend gestalten und auf diese Weise das Kind individuell fördern.

Das Kind

  • lernt seine Entwicklung kennen und daraus neue Motivation schöpfen,
  • lernt seine eigene und die Leistung der anderen einschätzen,
  • lernt seine eigene Leistung als Hilfe für andere einsetzen.

Die Eltern sollen regelmäßig die Möglichkeit erhalten,

  • sich über die Entwicklung ihres Kindes zu informieren,
  • aktiv am Schulleben teilzunehmen.

2. Es ist angeraten, mit Noten zurückhaltend umzugehen und, wenn möglich, in den ersten Lernjahren auf eine Leistungsbewertung zu verzichten.

Eine Bewertung, die sich ausschließlich auf messbare Leistung ausrichtet, ist nicht wünschenswert, da sie nicht dem pädagogischen Auftrag der Primarstufe entspricht. Demgegenüber ist eine verbale Beurteilung vorzuziehen, die die individuelle Entwicklung des Kindes berücksichtigt: Fehler gelten nicht als defizitäre Leistungen, sondern als notwendige Schritte des Lernprozesses.

3. Lehrerinnen und Lehrer können ihren Fremdsprachenunterricht auch als Forschungsfeld verstehen. Ergebnisse daraus können einen Beitrag zur Revision des Curriculums leisten.

Kompetenzen

Im Achteck der curricularen Wechselbeziehungen spielen die Lehrerin, der Lehrer eine entscheidende Rolle.

Obwohl die organisatorischen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen im frühen Fremdsprachenunterricht außerordentlich verschieden sind, ergibt sich die Notwendigkeit folgender Kompetenzen für eine Fremdsprachenlehrerin, einen Fremdsprachenlehrer, unabhängig vom Einsatz als Klassenlehrerin oder Fachlehrerin oder -lehrer.

1. Die Fremdsprachenlehrerin, der Fremdsprachenlehrer sollen praktisch wie theoretisch mit der Fremdsprache umgehen können. Sie sollen in der Fremdsprache so gut handeln können, dass der gesamte Unterricht fremdsprachlich gestaltet werden kann.

Ihr sprachliches Ausdrucksvermögen soll phonetisch, sprachrhythmisch und intonatorisch vorbildlich sein.

Sie sollen über ein Repertoire von Unterrichtssprache verfügen, die Ausdruck partnerschaftlichen Lernens ist und zu interkulturellem, spielerischem und narrativem Lernen ermuntert (vgl. A,4). Das Repertoire umfasst auch außer- und parasprachliche Elemente wie Gestik und Mimik, Musizieren und Tanzen sowie spielerische und schauspielerische Fähigkeiten.

2. Die Fremdsprachenlehrerin, der Fremdsprachenlehrer sollen Erkenntnisse der Linguistik und Kulturwissenschaften mit Blick auf die Unterrichtspraxis reflektieren können.

3. Die Fremdsprachenlehrerin, der Fremdsprachenlehrer sollen Erkenntnisse der allgemeinen Fremdsprachendidaktik, der Primarschulpädagogik und anderer Referenzwissenschaften mit Blick auf die Bedingungen des frühen Fremdsprachenunterrichts anwenden können.

4. Die Fremdsprachenlehrerin, der Fremdsprachenlehrer sollen Lehr- und Lernmaterial bis hin zu Computerprogrammen auf ihre unterrichtliche Brauchbarkeit analysieren können.

5. Die Fremdsprachenlehrerin, der Fremdsprachenlehrer sollen landeskundliche Texte und Materialien sowie die der zielsprachigen Kinderkultur, recherchieren, analysieren und für die Vermittlung im Fremdsprachenunterricht didaktisieren können.

6. Die Ausbildung von Fremdsprachenlehrerinnen und Fremdsprachenlehrern für die Primarschule muss im engen Wechselspiel mit der Praxis geschehen.

Die Studierenden sollen durch Unterrichtsbeobachtung und eigenen Unterricht früh schon Theorie und Praxis miteinander verbinden können.

Die Studieninhalte sollen nicht nur in traditionellen Veranstaltungen, wie Vorlesungen und Seminaren, gelehrt und theoretisch präsentiert, sie sollen auch im Studium praktisch erfahren und erlebt werden.

7. Nicht nur der unterschiedliche Ausbildungsstand von Fremdsprachenlehrerinnen und Fremdsprachenlehrern in der Primarstufe der einzelnen Länder, das Defizit an spezifischen Studiengängen und Mängel in den bestehenden Studiengängen erfordert eine kontinuierliche Fort- und Weiterbildung, sie ist prinzipiell im Lehrerberuf notwendig, weil er ständig auf Veränderungen im curricularen Achteck reagieren muss.

8. Von den Fremdsprachenlehrerinnen und Fremdsprachenlehrern wird erwartet, dass sie bereit sind, sich selbstständig fort- und weiterzubilden.

9. Die zuständigen Behörden müssen für ein vielfältiges Angebot an Fort- und Weiterbildung Sorge tragen und ermöglichen, das Angebot wahrzunehmen und für den Unterricht zu nutzen.

(Quelle: Goethe Institut ” Nürnberger Empfehlungen zum Frühen Fremdsprachenlernen)

Kindergarten St. Venantius: Lesefest

Sprachförderung bereichert

Wertheim. Für die Kinder des katholischen Kindergarten St. Venantius in Wertheim fand am Freitag ein Lesefest zur Mehrsprachigkeit statt.

Angeregt durch den “Aktionstag  Mehrsprachigkeit“  im Februar und in Zusammenarbeit mit Martina Ducquè vom Kinderhaus Reinhardshof wurde dieses Fest zu einer Bereicherung der Sprachförderung im Kindergarten.

Mit der Unterstützung von Kindergartenmüttern wurden in der Mutter- oder in einer vertrauten Fremdsprache Bilderbücher und Geschichten in verschiedenen Sprachen vorgelesen. Parallel zur Fremdsprache wurde den Kindern der Text in Deutsch übersetzt. Da gab es zum Beispiel das Bilderbuch “Die kleine Raupe Nimmersatt” in Französisch, oder “Pettersson und Findus” in Norwegisch. Außerdem wurde in Russisch, Englisch, Türkisch und Spanisch vorgelesen.

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Erschienen in: Fränkische Nachrichten
10. Mai 2010

Praxisbeispiele zu Sprachförderung im Kindergartenalltag

Allgemeine Übungen zur Sprachförderung in der Kindertagesstätte und im Elternhaus

KAFASO Akademie für Fortbildung in Ulm
http://www.kafaso.de/
Zertifkatskurs: Sprachförderung
2009_ 20010_Sprachfoerderung_Flyer_Ulm
(wegen Terminverschiebung fand die Veranstaltung am12.02.2010 statt)
Konzeption: Dr. Brigitte Thewalt, Diplom-Psychologin, Ulm
http://www.pfau-ulm.de/

Der Schwerpunkt dieser Fortbildung lag in der Vermittlung einer gelingenden Elternarbeit an hand von Praxisbeispielen durch das Projekt “Komm in Aktion“,Vorstellung ganzheitlicher Angebote zur Sprachförderung mit verschiedenen Themenschwerpunkten und die Vorstellung und der gezielte Einsatz von mehrsprachigen Bilderbüchern.

Sprachförderung in der pädagogischen Arbeit mit Kindern
im Institut für pädagogische Weiterbildung Kinder&Jugendarbeit e.V
Werner-von-Siemens-Str.53

97076 Würzburg

Diese Weiterbildung mit Zertifikat richtet sich an alle, die mit sprachauffälligen Kindern arbeiten oder durch die spielerische Förderung von Sprache Kinder in Ihrer Bildung und Gesamtentwicklung fördern wollen. Neben den Grundlagen der ganzheitlichen Sprachförderung werden unterschiedliche Angebote und Anregungen für die Praxis vermittelt und gemeinsam erprobt.

Die Bausteine können einzeln gebucht werden, wobei wir empfehlen, diese Reihe innerhalb von längstens zwei Jahren abzuschließen. Für die Teilnahme an allen Bausteinen erhalten Sie eine gesonderte Bestätigung in Form eines Zertifikates.

Sprachförderung 1: Sprachentwicklung
Referent: Carsten Weller

Sprachförderung 2: Mundmotorik „Um den Mund geht’s rund“
Referentin: Martina Ducqué

Sprachförderung 3: Sprache und Wahrnehmung (Sinn-liche Sprache)
Referentin: Martina Ducqué

Sprachförderung 4: Die Sprechwirkstatt
Sprech- und Stimmbildung im Kindergarten und in der Schule
Die Sprechwirkstatt ist ein didaktisches Konzept zu Elementarprozessen wie Stimmbildung und Sprachentwicklung. Diese Prozesse fördern das gestaltende Sprechen wie Erzählen, Körpersprache, Stimmklang… Gestaltendes Sprechen ist ein wichtiger Bestandteil menschlicher Kommunikation.
Durch zahlreiche Übungen und Sprechspiele werden neue Möglichkeiten eröffnet, um mit Kindern im Vorschulalter und mit SchülerInnen gemeinsam etwas für die Stimme und den persönlichen Sprechausdruck zu tun.
Inhalte:

* Theoretische Grundlagen zur Stimmbildung und Sprachentwicklung
* Mit dem ganzen Körper sprechen: die Körpersprache
* Der Ton macht die Musik: Stimmklang als Ausdrucksform
* Aussprache und Artikulation

Referent: Carsten Weller

Sprachförderung 5: Sprachstanderhebungen

Bildung fängt mit Sprache an, und deswegen müssen wir dafür sorgen, dass Kinder Deutsch sprechen können – und zwar nicht erst in der Schule, sondern noch bevor sie ihre „Bildungskarriere“ beginnen. Gerade im Bereich der Linguistik und der Entwicklungspsychologie wird immer wieder darauf verwiesen, dass die Zahl der Kinder mit Lese- und/oder Rechtschreibschwierigkeiten sowie anderen Lern- und Leistungsstörungen in den letzten Jahren signifikant gestiegen ist. Nach neuesten Untersuchungen ist jedes fünfte deutschsprachige Kind sprachauffällig, bei den Kindern mit ausländischer Muttersprache sogar jedes zweite Kind. Aufgrund der Migrationssituation in Deutschland, aber auch in Verbindung mit biographischen, sozialen und kulturellen Faktoren in den Familien lassen sich erhebliche Unterschiede der Sprachkompetenzen dieser Kinder beim Eintritt in die Schule beobachten.

Diese unterschiedlichen Eingangsvoraussetzungen werden im System Schule kaum aufgehoben, sondern wie Pisa aufzeigt, tendenziell eher verstärkt. Daher ist eine möglichst frühe, gezielte Förderung des Spracherwerbs in Kindertagesstätten und in Zusammenarbeit mit den Eltern wichtig. In immer mehr Städten und Gemeinden werden Vorschulkinder auf ihre Sprachfähigkeit getestet. Aufgrund der Erhebungen soll festgestellt werden, welche Kinder zusätzliche Förderung brauchen.

Sprachstanderhebungen sind Diagnoseverfahren zur Feststellung des Sprachstandes von Kindern im Vorschulalter (Entwicklung und Güte der Lautsprache, des Wortschatzes, der Grammatik, des Sprachverständnisses, der Merkfähigkeit). In diesem Seminar werden wir uns mit unterschiedlichen Sprachstandserhebungen auseinandersetzen und anschließend gemeinsam gezielte Fördermöglichkeiten erarbeiten.

Sprachförderung 6: Literacy – Leih mir Dein Ohr

„Nicht das Werkzeug hat den Menschen zum Menschen gemacht, sondern das Wort.
Nicht der aufrechte Gang und der Stock, um damit nach Nahrung zu graben oder zu
kämpfen, machen den Menschen zum Menschen, sondern die Sprache.“
(Literaturpreisträgerin Nadine Gordimer)

Literacy – ein englisches Wort, für das es keine deutsche Entsprechung gibt – ist ein Sammelbegriff für kindliche Erfahrungen rund um die Buch-, Erzähl- und Schriftkultur. Schon seit der Steinzeit sind Bilder und Geschichten ein „menschentypisches“ Handwerkszeug, um die Sprache zu erlernen. Erwiesenermaßen haben Kinder, die reichhaltig Literacy-Erfahrung sammeln, langfristige Entwicklungsvorteile sowohl im Bereich sprachliche Kompetenz, als auch beim Lesen und Schreiben.

In diesem Seminar werden Sprachanreize und Förderchancen im pädagogischen Alltag anhand von Bildern, Bilderbüchern und Geschichten vorgestellt.
Das Seminar will Ihnen:

* Orientierungshilfe im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur geben
* Grundlagen für die Buch- und Geschichtenauswahl an die Hand geben
* Vorlese- und Erzählmethoden vermitteln
* Tipps und Tricks verraten, wie Sie Kinder zum „Lesen“ verführen können
* Ein Austauschforum für eigene Erfahrungen und Wissen im Bereich der Leseförderung bieten
Des weiteren sammeln Sie Erfahrung im Umgang mit Ihrer Stimme und Ihrem Körper, denn Mimik, Gestik, Artikulation sind Schwerpunkte der Weiterbildung.

Referentin: Karin Kotsch

http://www.ko-libri.de

Sprachförderung 7: Bewegte Sprache

 

 

„Bewegung ist Antrieb und Grundlage für körperliche, geistige und seelische Entwicklung“
Referentin: Martina Ducqué