Sprache – Kultur – Kompetenz Martina Ducqué

Erzähle mir und ich vergesse, zeige mir und ich erinnere mich, lass mich tun und ich verstehe. (Konfuzius)

Beiträge mit Schlagwort Weiterbildung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

39 Kolleginnen und ein Kollege setzten sich einen Tag lang mit dem Schwerpunkt: “Beobachten und Dokumentieren” im pädagogischen Alltag auseinander. Vorgestellt und diskutiert wurden unterschiedliche Beobachtungsverfahren um den “richtigen” für die eigenen Einrichtung und der dort zu betreuenden Kinder zu finden. Anstregend – aber wieder ein weiterer Schritt um den Fokus in Sachen Bildung auf die Kinder zu richten. Ein großes Danke an die Teilnehmer!

Die letzen Vorbereitungen für Modul 5 sind abgeschlossen

 

Am  7/8.5.2015 werde ich in Bielefeld das letzte Modul mit einem Workshop beenden. Dabei wird das “Didaktik Komplet Paket” meine Grundlage bilden. Der “Reisebegleiter” und der “Erzählwürfel” werden mir ein treuer Wegbegleiter zur Multiplikatorin in alttagsintegrierter Sprachbildung und Beobachtung im Elementarbereich ( Grundlagen für NRW und Kita.NRW) sein. Ich freue mich schon jetzt auf die vielen Kitas und die gemeinsame Arbeit.

Zur Umsetzung der Alltagsintegrierten Sprachbildung und Beobachtung in NRW werden ab 2015 vertiefende Qualifizierungsmaßnahmen für Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege angeboten. Die Fortbildungen können mehrtätig und möglichst so gestaltet sein, dass sie sich an das gesamte Team der Einrichtung und nicht nur an einzelne Sprachförderkräfte richten.

Das Land und die Spitzenverbände der freien und öffentlichen Träger von Kindertageseinrichtungen wollen sich auf eine gemeinsame Fortbildungsvereinbarung verständigen. Die Landesregierung beabsichtigt, die Fortbildungsangebote zur Alltagsintegrierten Sprachbildung und Beobachtung zu bezuschussen, die von hierfür zertifizierten Multiplikatorinnen und Multiplikatoren durchgeführt werden.

Weiterbildung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren

Rund 200 Multiplikatorinnen und Multiplikatoren werden derzeit vom niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung – nifbe unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Renate Zimmer auf der Basis der fachlichen Grundlagen „Alltagsintegrierte Sprachbildung und Beobachtung im Elementarbereich – Grundlagen für Nordrhein-Westfalen“ geschult. Sie sind somit auch in den Beobachtungsverfahren SISMIK, SELDAK, LISEB und BaSiK qualifiziert. Die Multiplikatorinnen und Multiplikatoren stehen den Trägern und Kindertageseinrichtungen ab 2015 für Fortbildungen zur Verfügung. Sie sind darin ausgebildet, Teamqualifizierungen durchzuführen. Darüber hinaus können sie auch Weiterbildungsbedarfen für einzelne Fachkräfte oder Bedarfen in einzelnen Themen entsprechen. (https://www.kita.nrw.de/)                                                                                             

 

Alltagsintegriete Sprachbildung und Beobachtung im Elementarbereich für das Land Nordrhein-Westfalen

Martina Ducqué ist freie Fortbildungsreferentin in der Erwachsenenbildung und hat die vom Land NRW vorgeschriebene Multiplikatoren Weiterbildung absolviert. Sie ist somit berechtigt Kita-Teams sowie Inhouse Seminare nach dem Curriculum der Landes NRW fort zu bilden.

Gute sprachliche Fähigkeiten sind die wichtigsten Schlüsselkompetenzen für den Bildungserfolg und bilden den Grundstein Sprechfreude zu initiieren.

Die Förderung und bestmögliche Unterstützung und das kontinuierliche Beobachten und Dokumentieren der sprachen Entwicklung eines Kindes sind mit Eintritt in die Kita eine zentrale Bildungsaufgabe im pädagogischen Alltag.

Für eine gelungene Sprachbildung ist es wichtig, die frühkindliche Bildung zu stärken. Pädagogische Fachkräfte sind somit gefordert Möglichkeiten zu schaffen, Sprache zu praktizieren sowie, alltagsbasiert, authentisch , handlungsbegleitende Anlässe zu schaffen. Dies gelingt am besten immer dort wo immer dann wenn Kinder mit Kindern bzw. Kinder mit Erwachsen in einen Dialog treten.

Die Kinder geben uns durch ihr eigenes Handeln Aufschluss, die Kunst besteht nur darin zu wissen, was kann ich wann und wie beobachten und wie dokumentiere ich es.

Kinder haben ihre eigenen Wege sich die Sprache anzueignen. Die Wissenschaft spricht dabei von den Spracherwerbsstrategien.

Inwieweit sie sich dabei von anderen Kindern unterscheiden und ob dies altersgerecht ist, lässt sich durch die Beobachtung beurteilen.

Hilfestellungen geben dabei sogenannte Beobachtungsverfahren. Besonders hervorgetan haben sich BaSik , Sismik und für die Kinder deren Muttersprache nicht Deutsch ist seldak . Für die eigene Beobachtungen der pädagogischen Fachkräfte und die Aufstellung der Einrichtung steht und anderen Liseb 1+2 zur Verfügung.

Das Leitprinzip der sprachlichen Bildung und Förderung stellt eine Umwelt des Kindes in

den Mittelpunkt, die die Neugier des Kindes anregt und herausfordert und dabei auch Raum

und Schutz bietet, die Vielfalt der Sprache explorativ zu erleben. Kinder sind bestrebt, die

Welt zu erforschen und die Rolle der Pädagoginnen und Pädagogen besteht im Initiieren, Be

gleiten, Beobachten und Unterstützen der kindlichen Bildungsprozesse.

Sprachbildung und Sprachstandsfeststellung

Erklärtes Ziel der Landesregierung ist die Weiterentwicklung der Sprachförderung und Sprachstandserfassung in NRW. So hat der Gesetzgeber das zum 01.08.2014 in Kraft tretende KiBiz-Änderungsgesetz beschlossen. Das geänderte Kinderbildungsgesetz sieht vor, die Sprachstandsfeststellung sowie das Verfahren Delfin 4 für Kinder, die eine Kindertageseinrichtung besuchen, durch eine alltagsintegrierte Sprachbildung und Beobachtung abzulösen.

Alltagsintegrierte Sprachbildung

Künftig wird eine Sprachbildung angestrebt, die integriert im pädagogischen Alltag stattfindet und alle Kinder der Einrichtungen von Beginn an erreicht. Eine alltagsintegrierte Sprachbildung orientiert sich an der Lebenserfahrung, den Interessen und Ressourcen der Kinder und greift handlungsrelevante Sprachanlässe des pädagogischen Alltags auf. Sie wird sowohl von den pädagogischen Fachkräften in den Einrichtungen als auch von den Eltern und weiteren Bezugspersonen der Kinder gestaltet und umgesetzt.

Entwicklungs- und prozessbegleitende Beobachtungen

Eine alltagsintegrierte Sprachbildung berücksichtigt die individuelle Sprachentwicklung von Beginn an. Daher sollen die kindlichen Sprachkompetenzen künftig entwicklungs- und prozessbegleitend beobachtet werden. Punktuelle Messungen in Form von Test- oder Screening-Verfahren sind nur unzureichend geeignet, da sie den Verlauf der Sprachentwicklung nicht in angemessener Weise berücksichtigen.

Zur entwicklungs- und prozessbegleitenden Beobachtung stehen unterschiedliche Beobachtungsverfahren zur Auswahl, von denen eines verbindlich eingesetzt werden soll. Aus den Beobachtungsergebnissen leitet sich die Förderstrategie für das einzelne Kind ab. Kinder, die eine verstärkte Unterstützung benötigen, werden häufiger gezielt in sprachanregende Situationen eingebunden.

Das Land beabsichtigt, auch weiterhin jährlich 25 Millionen Euro für die zusätzliche Sprachförderung zur Verfügung zu stellen. Finanziert werden sollen pädagogische Fachkräfte in den Kindertageseinrichtungen, in denen ein hoher Anteil an Kindern mit verstärktem Unterstützungsbedarf die Einrichtungen besuchen.

Das PDF zum Beobachtungsverfahren “Alltagsintegrierte Sprachbildung im Elementarbereich – Grundlagen für Nordrhein-Westfalen” (PDF, 658 KB) steht Ihnen hier zur Verfügung.

 

Zur Information einige Auszüge:

 

Die Grundlagen der Alltagsintegrierten Sprachbildung werden nach drei Bereichen aufgegliedert,

 

  • Alltagsintegrierte Sprachbildung

 

 

Alltagsintegrierte Sprachbildung prägt den pädagogischen Alltag und erreicht alle Kinder der Einrichtung von Beginn an. Somit ist eine Alltagsintegrierte Sprachbildung auch immer eine inklusive Sprachbildung. Sie ist kein Konzept mit vorgegebenen Materialien und Zeiten. Vielmehr soll sie sich an den individuellen Interessen und

Ressourcen der Kinder von 0–6 Jahren orientieren und sich in den alltäglichen Ablauf integrieren. Dabei sind die

Eltern im Rahmen der Erziehungs- und Bildungspartner-schaft in die sprachliche Bildung einzubeziehen.

Sprachbildung umfasst alle Sprachbereiche:

Artikulation und Lautwahrnehmung (Phonetik und Phonologie), Wortschatz und Wortbedeutung (Lexikon und Semantik), Sprachmelodie (Prosodie), grammatikalische Regelbildung und Satzbau (Morphologie und Syntax) und sprachliches Handeln (Pragmatik). Sprachbildung versteht Sprache als Querschnittsaufgabe der pädagogischen Arbeit.

Eine Sprachbildung, die im pädagogischen Alltag statt-findet, orientiert sich an individuellen Sprachentwick-lungsverläufen.

Die pädagogischen Fachkräfte unterstützen den Bildungsprozess eines jeden Kindes bereits in

umfassender Weise. Sie greifen vielfältige Situationen im Alltag auf und stellen eine sprachanregende Umgebung

bereit. Bei der Auswahl von Themen und Angeboten orientieren sie sich an den Lebenswelten und den indivduellen Interessen der Kinder. Dabei ist von wesentlicher Bedeutung, dass sie sich ihrer Rolle als wichtiges Sprachorbild bewusst sind und jedes Kind ausgehend von seinen individuellen Sprachkompetenzen in seiner weiteren

sprachlichen Entwicklung unterstützen. Dementsprechend sind sie sensibel für Sprachanlässe, die sich in

unterschiedlichsten Situationen ergeben (beispielsweise bei musikalischen oder naturwissenschaftlichen Ange

-boten). Sprache ist nicht losgelöst vom pädagogischen Alltag zu betrachten, weshalb alle Bildungsbereiche im

Rahmen der Alltagsintegrierten Sprachbildung zum Tragen kommen.

Kinder, die mit einer anderen Erstsprache oder in spracharmen Verhältnissen aufwachsen, können einen zusätzlichen Sprachförderbedarf aufweisen. Für sie ist eine intensivere Unterstützung ihrer sprachlichen Entwicklung nötig. Künftig wird diese intensive Unterstützung nicht in einem additiven Setting, sondern im Rahmen Alltagsintegrierter Sprachbildung erfolgen….

 

  • geeignete Verfahren zur entwicklungs- und prozessbegleitenden Beobachtung,

…Für die Erfassung kindlicher Sprachkompetenzen sind punktuelle Messungen in Form von Test- oder Screening-

Verfahren nur unzureichend geeignet, da sie den Prozess der Sprachentwicklung nicht in angemessener Weise

berücksichtigen.Pädagogisch sinnvoll sind entwicklungs- und prozess-begleitende Beobachtungsverfahren, da sie eine Beurteilung der kindlichen Sprachkompetenzen im Alltag der Kindertageseinrichtungen ermöglichen…

 

  • nachhaltige Qualifizierungsmaßnahmen

Im Vordergrund steht die Umsetzung Alltagsintegrierter Sprachbildung, an der das gesamte Team und nicht nur

einzelne Sprachförderkräfte beteiligt sind.

 

 

Zur Professionalisierung der Fachkräfte im Sinne der Alltagsintegrierten Sprachbildung und Sicherung der

Nachhaltigkeit werden folgende Qualitätskriterien für Qualifizierungsmaßnahmen formuliert, die sich in zwei

Kategorien aufteilen lassen. Einerseits betrifft dies Aspekte, die die Ausgestaltung der Weiterbildungsmaß-

nahme thematisieren. Hierzu gehören die Praxisorientierung, die Intensität, der Methodeneinsatz, das Coaching

die kollegiale Beratung, die Supervision, die Nachhaltigkeit und die Selbstreflexion. Sie sind wichtige Bausteine

zur Verbesserung der Prozessqualität. Andererseits müssen inhaltliche Aspekte der Pädagogik und Linguistik

berücksichtigt werden, um den pädagogischen Fachkräften die nötigen theoretischen Kenntnisse zu vermitteln und ein breites Handlungsrepertoire zu bieten. …

 

 

Inhaltliche Aspekte

 

Theoretisches Grundwissen über Sprachentwicklung und Mehrsprachigkeit

  • Theoretische Kenntnisse über den Sprachentwicklungsverlauf ein- sowie mehrsprachig aufwachsender Kinder
  • Sprachdidaktisches Hintergrundwissen
  • differenziertes Wissen über die Sprachbereiche, Passung solchen Wissens zu den Ergebnissen der Beobachtung und Dokumentation als Basis für pädagogische Handlungsplanung

Module mit Bezug zu Sprachbeobachtung

 

  • Wissen über Wahrnehmung und Beobachtung als Grundlage
  • Qualifizierung für den Einsatz des jeweiligen Beobachtungsverfahrens der Einrichtung
  • Grundhaltung der Beobachtenden bei der Sprachbeobachtung
  • Umgang mit den gewonnenen Erkenntnissen

 

Module mit Bezug zu Sprachbildung

 

  • Sensibilisierung für die Sprachanlässe im Alltag
  • Situationswahrnehmung und daran anschließende Handlungsplanung, die sich direkt an dem Interesse und den Kompetenzen der Kinder orientiert
  • sprachförderliche Verhaltensweisen und die Gestaltung sprachanregender Interaktionen
  • Theoretische Kenntnisse und alltägliche Anwendung von gezielten Sprachlehrstrategien

 

Motivation,Haltung & Selbstreflexion

 

  • Vertiefung einer ressourcenorientierten Haltung gegenüber dem Kind
  • Fähigkeit zur Selbstreflexion

 

Name, Vorname Kontakt (Telefon, E-Mail, Homepage) Profil Voraussichtlich zertifiziert ab (Monat, Jahr) Bevorzugte Region (Bitte auswählen: Frei buchbar (Ja/Nein)
Ducqué, Martina Tel: 0173 30 38 6 38
E-Mail: info@sprache-kultur-kompetenz.dewww.sprache-kultur-kompetenz.de
Lese- und Literaturpädagogin, Erzieherin, seit 2004 Fachfrau für frühkindliche Sprachförderung und interkulturelle Kompetenz, Fortbildungsreferentin, Fachautorin, Mehsprachigkeit 01.04.15NRW-weit NRW-weit ja nein

 

 

 

Zertifikatskurs

Oktober 2014 bis März 2015

 

Katholische Fachschule für Sozialpädagogik Ulm

 

 

Sprachpädagogik und Kommunikation bei Kindern von 0-6 Jahren

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Das Thema Mehrsprachigkeit findet in Fachkreisen erneut Beachtung!

Ich freue mich sehr mit Praxisideen in der Ausgabe „Kleinstkinder in Kitas und Tagespflege“, Ausgabe 1/15, einen Beitrag dazu leisten zu können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mehrsprachige Kinder begleiten

Die eigene Identität ist stark mit der Sprache verwoben, die ein Mensch spricht. Deshalb gilt es, Kinder mit Migrationshintergrund in ihrer Mehrsprachigkeit besonders zu stärken und ihre Sprachen in den Gruppenalltag zu integrieren.

Fachthema

  • Zwei Sprachen im Kopf – Mehrsprachigkeit bei Kindern unter drei
    Tobias Ruberg
  • In(ter)Aktion – Wie binden Sie Eltern und ihre Sprachen in die Kita ein?
    Miriam Weilbrenner

Praxisideen

  • Viele Sprachen, eine Kita – Mehrsprachigkeit im Gruppenalltag verankern
    Martina Ducqué

 

http://www.kleinstkinder.de/zeitschrift/ausgabe/aktuelle_ausgabe_html

Nutzen Sie die vielfältigen Angebote der Bilderbücher, welche druckfrisch von der Frankfurter Buchmesse vorgestellt werden.

Sie erfahren welche Auswahlkriterien für eine kreative Umsetzung hilfreich sind und schulen ihren Blick .

Bücher können Impulse geben, die es zu erkennen gilt. Das Kind als Betrachter und Zuhörer ein zu binden ist die beste Möglichkeit, die Welt aus der Sicht der Kinder zu erfahren. Ihre Fragen und Anmerkungen können für den erfahrenen Lese- und Literaturpädagogen das Grundgerüst für die Erstellung eines literaturpädagogischen Projektes dartstellen.Wie ein Buch seinen Platz im tägliche Miteinander finden kann und welche Projektideen in ihm stecken werden wir in diesem Seminar gemeinsam entdecken.

 

Dass in einem Buch mehr steckt, das haben die Teilnehmer eindrucksvoll von Referentin Martina Ducqué erfahren. Voller neuer Eindrücke und Impulse starten sie weiter durch in ihren Projekten.
Einige Rückmeldungen:

Fachtag Sprache

Sprachbildung und Sprachförderung in Kindertageseinrichtung und Grundschule

Mittwoch, 17. September 2014

Dietrich-Keuning-Haus, Leopoldstraße 50–58

Fachtag Sprache

Sprachbildung und Sprachförderung in Kindertageseinrichtung und Grundschule

 

Gute Erstsprachentwicklung und fundierte deutsche Sprachkenntnisse sind der wesentliche Schlüssel zur Persönlichkeitsentwicklung, zur guten Integration, zum schulischen und beruflichen Erfolg. Sie sind neben der motorischen, kognitiven und sozial-emotionalen Bildung die wesentlichen Bildungskomponenten als tragende Säulen zu einer gelingenden Teilhabe an der Gesellschaft.

 

Die Revision des Kinderbildungsgesetzes NRW zur Sprachentwicklung mit weitreichenden Veränderungen macht eine Neuorientierung „vor Ort“ notwendig. Der Wegfall des „Delfin“-Verfahrens für Kinder, die eine Tageseinrichtung besuchen, und die Implementierung von Beobachtung und Dokumentation in die Kindertageseinrichtung stellt die Kooperation zwischen Primar- und Elementarpädagogik vor neue Herausforderungen. Der Fachtag soll weitere Vernetzungs- und Kooperationsstrukturen in Dortmund vorbereiten. Wir laden Sie zu einem breit angelegten Fachaustausch und zur Mitarbeit in Arbeitsgruppen im Feld der Sprachbildung und Sprachförderung ein.

 

Kindertageseinrichtungen und Grundschulen stehen in der Verantwortung – neben träger- und schulspezifischen Besonderheiten – die Bildungsbiografie von Kindern in enger Zusammenarbeit mit den Eltern zu gestalten, zu fördern und zu garantieren. Alltagsintegrierte Sprachbildung in beiden Bildungseinrichtungen müssen für einen nachhaltigen Erfolg aufeinander aufbauen.

 

Die Kooperation zwischen Kindertageseinrichtungen und Grundschulen muss diesen veränderten Rahmenbedingungen angeglichen werden. Dieser Fachtag soll als Auftaktveranstaltung dienen, den Diskurs in Dortmund zwischen allen Bildungsverantwortlichen und die Grundlagen für die Zusammenarbeit der kommenden Jahre zu entwickeln. Dabei soll der persönliche Austausch der beteiligten Fachkräfte im Sozialraum einen breiten Raum einnehmen.

 

 

Veranstalter:

KoKiGS Kooperation Kindergarten Grundschule

Redaktion Arbeitsgruppe KoKiGS

Verantwortlich: Klaus Burkholz, Jugendamt

 

Veranstaltungstermin und -ort:

Mittwoch, 17. September 2014

Dietrich-Keuning-Haus, Leopoldstraße 50–58, 44147 Dortmund

 

 

 

Programm
9.00 Uhr Anmeldung, Stehkaffee

9.30 Uhr Begrüßung

Klaus Burkholz, Leiter des Jugendamtes

9.45 Uhr Sprache bewegt - Sprachbildung und Sprachförderung im Alltag von Kita und Grundschule Prof. Dr. Renate Zimmer, Uni Osnabrück

11.00 Uhr Experimentieren als neuer Weg zur Sprachförderung?

Dr. Rupert Scheuer, Uni Dortmund

12.00 Uhr Begegnung in moderierten Stadtbezirksgruppen

13.00 Uhr Mittagspause

14.00 Uhr Arbeitsgruppenblock 1

15.15 Uhr Arbeitsgruppenblock 2

16.30 Uhr Ende des Fachtages

 

Die Arbeitsgruppen finden in zwei Durchgängen im Wechsel mit dem Besuch des Forums statt.

Forum

Durchgängige Sprachförderung von 0–10 Jahren: Erfahrungsbericht aus dem Arbeitskreis der LibellenGS, der Awo Kita Burgholzstraße und des FABIDO Familienzentrum Eberstraße.

Ich  werde an diesem Tag zwei Workshops mit dem Thema:

“Mehrsprachigkeit mit Büchern und Spielen”

anbieten.

 

Vorleseseminar in der Stadtbibliothek Rietberg

Rietberg. Die Stadtbibliothek Rietberg bietet auch in diesem Jahr wieder ein interessantes Seminar zum Thema Vorlesen an. Eingeladen sind Vorlesepatinnen und -paten und solche, die es werden möchten. Sie können am 8. März von 9.30 Uhr bis 16.30 Uhr vieles über das Vorlesen für Kindergruppen, die richtige Buchauswahl, Sprachspiele und dialogisches Vorlesen lernen.

Das Seminar findet im Ratssaal des Alten Progymnasiums in Rietberg, Klosterstr. 13, statt. Es wird von Martina Ducqué geleitet, die nicht nur Lese- und Literaturpädagogin, Autorin und Erzieherin ist, sondern auch Fachfrau für frühkindliche Sprachförderung und interkulturelle Kompetenz.

Das Seminar ist für alle Teilnehmer kostenlos. Außerdem werden Getränke und ein Mittagsimbiss gereicht. Leider ist die Anzahl der Plätze begrenzt, sodass um eine rasche Anmeldung, spätestens bis zum 6. März 2014, gebeten wird. Erreichen können Sie die Stadtbibliothek Rietberg unter 05244 / 986371 oder per E-Mail stadtbibliothek@stadt-rietberg.de .

 

Rietberg. Wie praktisch – beim jüngsten Praxisseminar für die Lesepaten in der Stadt Rietberg versorgten sich die Teilnehmerinnen gleich in der Stadtbibliothek mit neuem Vorlesestoff und probierten diesen in der Gruppe aus. Viele sind nämlich schon erfahren und nutzten das kostenlose Angebot der Stadt als Fortbildung. Doch unter den 16 Teilnehmerinnen waren auch vier Neueinsteiger, die noch Lesepaten werden wollen.

Nach bisherigen Seminaren mit Beate Kerkströer oder auch Schriftsteller Rainer Kunze war diesmal die Lese- und Literaturpädagogin Martina Ducqué aus Wertheim bei Würzburg zu Gast. Die erfahrene Fachfrau für frühkindliche Sprachförderung und interkulturelle Kompetenz erläuterte, was beim Vorlesen zu beachten ist, wie man passende Bilderbücher auswählt und wie man Reime und Sprachspiele einbaut. Die gelernte Erzieherin gab Tipps, um beim Vorlesen unterschiedliche Materialien einzusetzen. Martina Ducqué zeigte sogenannte Fingeraugen und erläuterte den Erzählwürfel. Denn Kinder sollen ruhig auch selbst Geschichten erfinden und entwickeln.

Viele Lesepaten sind bereits regelmäßig in den Kindertagesstätten in Rietberg im Einsatz und wurden von den Kindergärten auf dieses Fortbildungsangebot der Stadt aufmerksam gemacht. Andere wurden von sich aus aufmerksam oder haben bereits in den Vorjahren an einem der Praxisseminare teilgenommen. Eine Teilnehmerin kam aus Rheda dazu. Auch in der Stadtbibliothek wird vorgelesen. Manfred Beine, Leiter der Rietberger Stadtbibliothek, hat dieses Tagesseminar zum inzwischen zehnten Male organisiert. Alle Teilnehmerinnen – es waren diesmal ausschließlich Frauen – hatte Beine am internationalen Weltfrauentag mit einer gelben Tulpe begrüßt.

Martina Ducqué freute sich über die gute Beteiligung an ihrem Seminar. “Bildungsarbeit ist bereits im Kindergartenalter sehr wichtig für die Kinder”, sagt Ducqué. Kindertagesstätten erfahren durch die Bereitschaft der Ehrenamtlichen eine Unterstützung. “Damit es jenen aber nicht an Sicherheit oder Qualität fehlt, sind Seminare wie diese sehr wichtig. Wenn die Vorleser gut vorbereitet sind, ist die Vorleseaktion für die Kinder und Kindertagesstätten eine Bereicherung und keine Belastung.”

 

Faltblatt mit Kurzinfos zum aktuellen Angebot (PDF-Datei 11MB)

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Das Kernthema des Verbandes ist die Einrichtung der bundesweiten Weiterbildungsmaßnahme

Lese- und Literaturpädagoge/in

zur Qualitätssicherung lesefördernder Maßnahmen für Kinder und Jugendliche

Die Weiterbildung  Lese- und Literaturpädagoge/in wendet sich an alle, die sich individuell und passgenau qualifizieren oder auf eine veränderte berufliche Tätigkeit vorbereiten wollen, insbesondere

  • Erzieher/innen

  • Lehrer/innen

  • Sozialpädagogen/innen

  • Buchhändler/innen

  • Bibliothekare/innen

Die Weiterbildung umfasst insgesamt 600 Stunden (inkl. Selbststudienzeiten) sowie 400 Praxisstunden in den Bereichen:

  • Pädagogik und Entwicklungspsychologie [40 UE]
  • Kinder- und Jugendliteratur [164 UE]
  • Planung, Organisation, PR und Management [36 UE]
  • Erzählen, Vorlesen und Schreiben [40 UE]
  • Literacy und Lesedidaktik [76 UE]

[Mindestens 356 UE; 56 UE sind frei wählbar.]

Die Seminare können bei verschiedenen in einem Modulsystem absolviert werden.Auf diese Weise können Sie Ihre Weiterbildung zeitlich individuell gestalten. Dder Bundesverband empfiehlt, diese in maximal 3 Jahren zum Abschluss zu bringen.

Die Weiterbildung schließt mit einer zentralen Prüfung ab, bestehend aus einer schriftlichen Abschlussarbeit sowie einem Kolloquium. Die bestandene Prüfung berechtigt zur Führung des Titels Lese- und Literaturpädagoge/in und wird mit einem Zertifikat bestätigt, welches der Bundesverband Leseförderung e.V. ausstellt.

 

Die detalierten Seminarbeschreibungen:

Grundkenntnisse alters- und geschlechtsspezifischer Entwicklungs- und Bildungsphasen

Wer das erste Knopfloch verfehlt, kommt mit dem Zuknöpfen nicht zu Rande“ (Goethe). In keiner anderen Lebensphase lernt der Mensch mit gleicher Intensität und Geschwindigkeit wie im Kleinkindalter. Welche Fähigkeiten ein Kind wann erlangt, bestimmen sogenannte Entwicklungsfenster. Kinder brauchen eine an ihren Entwicklungsverläufen orientierte Gestaltung von Bildungs- und Lernmöglichkeiten. Sie brauchen für ihre Entwicklung Anregungen und Erwachsene, die sich dieser Aufgabe stellen. Diese Fragen werden Inhalt dieses Seminars sein:  Was sind sensible Entwicklungsfenster und Selbstbildungspotentiale? Woran erkenne ich, was die  Kinder brauchen? Wie kann ich sie fördern, um ihre Entwicklung zu unterstützen? In Gesprächen und mit Filmsequenzen befassen wir uns mit dem Thema und überlegen, wie wir unsere  Erkenntnisse in die Praxis umsetzen können.

Referentin: Martina Ducqué

Termin: Samstag, 23. März 2013 von 10.00 bis 17.00 Uhr

Deine – meine – unsere Sprache: das Thema Mehrsprachigkeit

Diversität – und damit Multilingualität – ist Normalität, fast überall in unserer globalisierten Welt. Aber (noch) führt dies in einem monolingualen Deutschland nicht überall zu den erforderlichen Konsequenzen. Welche Chancen sich jedoch aus dem Umgang mit vielen Kulturen und deren Sprachen ergeben können, wird in diesem Workshop gemeinsam erarbeitet.

Referentin: Martina Ducqué

Termin: Samstag, 13. April 2013 von 10.00 bis 17.00 Uhr

Ein Buch ist mehr als ein Buch

Nutzen Sie die vielfältigen Angebote der Bilderbücher und erfahren Sie, welche Auswahlkriterien hierbei besonders wichtig sind und wie Sie das Vorlesen in Ihrem täglichen Miteinander in den Tagesablauf einbringen. Es werden vielfältige Umsetzungsmodelle vorgestellt.

Referentin: Martina Ducqué

Termin: Samstag, 27. April 2013 von 10.00 bis 17.00 Uhr

Erstellung eines Projektplanes

Die Durchführung eines Projektes bietet vielfältige Möglichkeiten, die geleistete Arbeit in die Öffentlichkeit zu tragen und den jeweiligen Schwerpunkt zu positionieren. Das Wort “Öffentlichkeitsarbeit” steht in engem Zusammenhang mit den Begriffen Öffnung, sich öffnen, hereinlassen, Einblick gewähren. Ziel des Workshops :Erarbeitung einer Aktion zum Tag der Muttersprache – um sie dann der Öffentlichkeit zum gegebenen Anlass präsentieren zu können.

Referentin: Martina Ducqué

Termin: 1. Halbjahr 2014

 

Einen detalierten Überblick aller Veranstaltungen erhalten Sie hier:

http://www.phantastik.eu/index.php/weiterbildung

Viele Kinder wachsen zwei- oder mehrsprachig auf oder beginnen früh mit dem Erlernen von fremden Sprachen. Es ist wichtig, dass Kinder mit Migrationshintergrund frühzeitig über gute Deutschkenntnisse verfügen, ohne jedoch ihre Muttersprache zu verlernen. Viele Eltern, Lehrer und Erzieher wollen die Mehrsprachigkeit der Kinder fördern, wissen aber zum Teil nicht, wie sie das tun sollen. Am Aktionstag können sich Eltern, Erzieher/-innen, Lehrer/-innen und andere Multiplikator/innen aus Bildung, Weiterbildung, Kultur und Politik über die Chancen und die Herausforderungen von Mehrsprachigkeit und über zweisprachige Kindermedien informieren.

Ort: Katharinensaal der Stadtbibliothek Nürnberg

Freitag, 20. Mai 2011: 20.00 Uhr

Praxisorientierter Vortrag:
Arkadaşlar elele – Lasst uns Freunde sein!

Vom Umgang mit zweisprachigen Medien in der Praxis

Referentin: Martina Ducquè, Erzieherin, Fachfrau für frühkindliche Sprachförderung und interkulturelle Kompetenz.

Veranstalter:
Bildungscampus Nürnberg in Zusammenarbeit mit Netzwerk Mehrsprachigkeit e.V.

Download Faltblatt (PDF-Datei, 1,23 MB)

Samstag, 21. Mai 2011: 13.00 bis 17.00 Uhr

“Marktplatz der Möglichkeiten” im Foyer des Katharinensaals mit Infoständen, Buchausstellungen, Medienpräsentationen und Kurzvorträgen rund um mehrsprachige Medien.

Vor einigen Jahren schien es noch unmöglich zu sein, dass mehrsprachige Medien – insbesondere für Kinder – sich ihren Raum in der Buchproduktion erobern. Inzwischen gibt es eine Fülle von Materialien zur Zwei- und Mehrsprachigkeit, vom Bilderbuch für die Allerkleinsten bis zur Lieder-CD. Diese Angebote fristen im normalen Buchhandel ein Schattendasein. Zahlreiche Verlage zwei- und mehrsprachige Medien präsentieren ihre Produktion im Foyer des Katharinensaals.

Teilnehmer: Edition bi:libri, Edition Orient, Edition Lingua Mundi, Georg Olms Verlag, Talisa Verlag, Amiguitos, SchauHoer-Verlag u.v.a.

Kurzvorträge von & mit:

  • 13:00 Uhr
    Ines Maria Jimenez/Autorin:
    “Tipps und Tricks bei der fremdsprachlichen Erziehung von Kindern”
  • 13:45 Uhr
    Kristy Koth / Edition bi:libri:
    Warum zweisprachige Kinderbücher?
  • —————
  • 15:00 Uhr
    Iris Wolf / Buchwolf:
    Der Einsatz mehrsprachiger Kinderbücher in Gruppen
  • 15:30 Uhr
    Stephan Trudewind / Ed. Orient:
    Kreativer Umgang mit Daumen-Druck und Fingerfarbe – Künstlerisches Gestalten mit dem deutsch-türkischen Bilderbuch „Gukki, dem kleinen Raben“
  • 16:00 Uhr
    Aylin Keller / Talisa-Verlag: Klipp-Klapp, die musikalische Klapperschlange – Şıkırdak’ın cıngırağı und andere zweisprachige Kinderbücher
  • 16:30 Uhr
    Claudia von Holten und Juliane Buschhorn-Walter / Amiguitos Verlag:
    Ideen für die spielerische Sprachvermittlung bei Kindern und Erwachsenen und Einbindung von zweisprachigen Kinderbüchern in den Unterricht

 

http://www.stadtbibliothek.nuernberg.de/aktuell_mehrsprachigkeit.html

Presse:

http://www.nordbayern.de/nuernberger-zeitung/nuernberg-region/mehrsprachigkeit-fordern-1.1241796/kommentare-7.889243/kommentare-7.889243

 

http://kulturstimmen.de/2011/05/aktionstag-mehrsprachigkeit/

http://www.bibliotheksforum-bayern.de/fileadmin/archiv/2011-3/BFB_0311_23_Kurznotiert_V04.pdf